Schutz in Coronazeiten

Wohnheim für Obdachlose in der Wiesentalstraße eröffnet

Ein ehemaliges Flüchtlingswohnheim in der Wiesentalstraße steht seit April als Unterkunft für obdachlose Menschen zur Verfügung. Damit begegnet die Stadt Freiburg dem gewachsenen Bedarf an sicheren, geschützten Unterkünften angesichts der Coronakrise.

Mehrere Wohncontainer, davor ein mobiler Stand zur Essensausgabe
Seit April gibt es in der Wiesentalstraße eine Unterkunft mit Schlafplätzen für obdachlose Menschen - und jetzt auch ein regelmäßiges Essensangebot (Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg).

Der Bedarf an Übernachtungsplätzen für obdachlose Menschen war in letzter Zeit deutlich gestiegen, so dass die Plätze in der OASE, dem Zentrum für wohnungslose Menschen in der Haslacher Straße, bei weitem nicht mehr ausreichten. Mit Beginn der Pandemie wurde es noch dringlicher, die Menschen von der Straße zu holen und ihnen geschützte Räume zu bieten.

Zimmer für Einzelne, Paare und Quarantäne

Statt wie ursprünglich geplant 20 bis 30 Menschen in die Wiesentalstraße zu verlegen, sind es nun 55. Während in der Notübernachtung in der OASE als Standard 2 bis 3 Personen in einem Zimmer untergebracht werden, sollen in dem Wohnheim Wiesentalstraße nach Möglichkeit Einzelzimmer bereitgestellt werden. Der Komplex in der Wiesentalstraße besteht aus drei Gebäudeteilen. Einer davon wird derzeit umgebaut, um künftig auch Paare unterzubringen, was bisher nicht möglich war. Ein weiterer Teil wurde seit Beginn der Pandemie für den Notfall als Quarantänebereich zur Verfügung gehalten.

Eine Eröffnungsfeier der neuen Räumlichkeiten ist aufgrund der Coronapandemie derzeit leider nicht möglich.

Die provisorische OASE-Außenstelle in der Stadthalle am alten Messplatz konnte dank des neuen Wohnheims nun geschlossen werden. Die Sozialbetreuung des Diakonischen Werks ist mit ihren Mitarbeitenden von der Stadthalle mit umgezogen in die Wiesentalstraße. Die aufgestockte Sozialbetreuung unterstützt auch am neuen Standort die obdachlosen Menschen mit professioneller und zugewandter Sozialarbeit.

Zusammen leben - Zusammen essen

Für viele wohnungslose Menschen ist es aufgrund ihrer sozialen Lage sehr schwierig, sich mit gesunden Mahlzeiten zu versorgen. Seit Anfang Mai kocht der Verein Zusammen leben e.V. an fest vereinbarten Terminen in seiner mobilen Küche für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Wiesentalstraß. Der Verein ist mit dieser Idee auf die Wohnungsnotfallhilfe zugekommen. Die Gerichte werden aus regional erzeugten, biologisch angebauten und saisonal verfügbaren Lebensmitteln zubereitet. Diese werden über eine Projektförderung der "Aktion Mensch" finanziert.

Die mobile Küche steht dienstags in der Wiesentalstraße, mittwochs beim Wohnheim in der Tullastraße und donnerstags bei der Bahnhofsmission. Der Einsatz ist zunächst bis Anfang Oktober geplant.

Darüber hinaus setzt die Arbeit der Ehrenamtlichen von Zusammen leben e. V. ein Zeichen der Solidarität, das über die Essensausgabe hinaus Kontakt und Gespräche ermöglicht. Der Verein Zusammen leben wurde 2017 für seine ehrenamtliche Arbeit mit dem Integrationspreis der Stadt Freiburg ausgezeichnet.

Weitere Infos: www.freiburg.de/wohnungslosigkeit

Veröffentlicht am 07. Mai 2020
Kommentare (1)

Ich habe eine Wohnung aber!

Von Christian Hauslaib
17.05.2020 18:22

Sehr geehrte Damen und Herren,ich Wende mich nun an Sie weil ich nicht weiter weiß.Ich habe eine Wohnung über die Heilsarmee in der Elsässer str7 bekommen, darüber bin ich auch dankbar,aber gerade jetzt mit Corona oder sei es Jobsuche sind wir immer zu spät, weil ein Job, Wohnung u.s.w. schon weg sind weil uns obwohl ein Internet mit Gastzugang im Haus liegt! Wir bekommen alles nur über die Tagesschau mit dem Vermerk alles weitere im Internet was wir nicht haben.Ich fühle mich als Mensch zweiter Klasse und in meinem Recht auf Information beschnitten.Wenn man Fragt ist die Stadt Freiburg Schuld.Das Amt zahlt laut Bescheid der Stadt Freiburg 459,90€ Monatlich für meine Wohnung und das was in anderen Ländern Normal ist Internet um am Leben teilzunehmen bleibt uns verwert.Ich habe mich jetzt an sie gewandt weil ich nicht weiter weiß.Alle Zuwanderer hat das Rechit seiner Familie zu komuniziren, mir ich komme aus Ulm wird das verwehrt.Mit der Bitte um Hilfe oder an die dafür zuständige Stelle weiterleiten.Mit der Bitte um Kenntnisnahme und Antwort.Mit freundlichen Grüßen. Hauslaib

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