Ostern 2020, Zeit für ein paar nachdenkliche Zeilen...

Mann sitzt auf einem Stein im Wasser

Vieles, was Ostern normalerweise für uns ausmacht, war in diesem Jahr nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Für die meisten Menschen bedeutet Ostern, Familie und Freunde zu besuchen sowie in die Kirche zu gehen. Nach christlicher Überzeugung bedeutet Ostern Neuanfang. Und Neuanfang – ganz unabhängig vom persönlichen Glauben – ist ein passendes Stichwort für die aktuelle Situation.

Ja, wir erleben eine Zeit, die von beängstigenden Nachrichten geprägt ist. Gleichzeitig sehen wir aber auch Dinge, die Mut machen. Die Corona-Krise stellt uns alle vor Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir die richtigen Lehren aus dieser Zeit ziehen und uns überlegen, in welchen Bereichen wir Dinge verändern und neu ausrichten können.

I. Neuanfang: Pflege- und Medizinbereich

Ich denke dabei an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken, den Alten- und Pflegeheimen, den ambulanten Diensten sowie bei den Rettungsdiensten – sie leisten Unverzichtbares für unsere Gesellschaft. Sie verdienen dauerhaft mehr Wertschätzung – politisch wie gesellschaftlich. Ganz konkret sollte diese Wertschätzung für die Beschäftigten finanzielle, zeitliche und strategische Verbesserungen nach sich ziehen.

II. Neuanfang: Zwischenmenschliche Solidarität

Ich finde es beeindruckend, wie viele Menschen gerade anderen Menschen helfen. Zudem gibt es die Bereitschaft von vielen, für eine begrenzte Zeit auf grundlegende Freiheiten zu verzichten, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und andere dadurch zu schützen. Es liegt an uns, dieses bewundernswerte Engagement mitzunehmen – auch in unseren Alltag nach Corona. Das wäre ein unheimlich großer Gewinn für unsere Gesellschaft und würde viel zum Positiven verändern.

III. Neuaunfang: Management von internationale Krisen

Das Corona-Virus kennt keine Landesgrenzen, es ist eine Herausforderung, die auch auf internationaler Ebene gelöst werden muss. Die fachliche und weitgehend einhellige Meinung von Forschenden sowie Experten aus der Medizin wurde früh gehört. Und entsprechende Maßnahmen wurden - bis auf wenige Ausnahmen - von Politiker*innen schnell umgesetzt.

Es ist bemerkenswert, wie Politik und wissenschaftliche Expertise Hand in Hand zur Lösung dieser Krise beitragen. Nehmen wir das beherzte und gemeinschaftliche Handeln in der Corona-Krise daher zum Vorbild, auch andere Krisen, wie insbesondere die drohende Klimakatastrophe, gemeinsam zu bewältigen – auf lokaler, nationaler sowie insbesondere internationaler Ebene.

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Seien wir noch stärker füreinander da – heute und auch in Zukunft. Das ist die vielleicht wichtigste Botschaft der letzten Tage und Wochen.

Veröffentlicht am 13. April 2020

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