Corona-Virus: Notfallbetreuung in Freiburgs Kitas, Kindertagespflegestellen und Schulen

Gähnende Leere auf Kita-Spielplätzen und in den Klassenzimmern: Die Landesregierung hat verordnet, dass Kindertageseinrichtungen und Schulen wegen des Corona-Virus von Dienstag, 17. März bis Sonntag, 19. April geschlossen bleiben. Für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, stellt die Stadt gemeinsam mit den Einrichtungen eine Notfallbetreuung bereit. Diese läuft seit vergangener Woche. Nachfolgend die Situation in den drei Teilbereichen (Stand 24. März):

Kitas
Während ihre Eltern arbeiten, spielen und lernen 261 Kinder dank der Notbetreuung auch in Zeiten des Corona-Virus. In Freiburg gibt es 243 Kindertageseinrichtungen in städtischer, kirchlicher und freier Trägerschaft. 76 davon stellen jetzt die Notfallbetreuung sicher. Je Kita sind höchstens 12 Kinder untergebracht. In einer Kita wird derzeit nur ein Kind betreut. 106 Kinder sind jünger als drei Jahre, 155 sind älter. Die 22 städtischen Kitas übernehmen die Betreuung von 36 Kindern. Pro Ü3-Notfallgruppe sind höchstens fünf Kinder untergebracht, pro U3-Notfallgruppe höchstens drei Kinder.

Rund 80 Anträge auf Betreuung hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie abgelehnt, da nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet oder beide in anderen Bereichen tätig sind. In einigen Fällen musste das Amt Unabkömmlichkeitsbescheinigungen anfordern. Meist gingen diese schnell ein und so konnte einer Betreuung zugesagt werden. Das Verfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Eltern können eine Notfallbetreuung während der gesamten Schließungszeit der Kitas beantragen, wenn dies kurzfristig nötig ist und die Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn etwa eine Ärztin in der Elternzeit kurzfristig in der Klinik einspringen muss, findet sich für die Kinder ein Platz.

Kindertagespflege
In Freiburg gibt es im Normalfall 87 Kindertagespflegestellen. Den Großteil decken Tagespflegepersonen (68) ab. Hinzu kommen andere geeignete Räume (10) und Großpflegestellen (9). Elf der Tagespflegestellen im Stadtgebiet stellen nun die Notfallbetreuung sicher. So können insgesamt 20 Kinder betreut werden. Von den Kindern sind 18 jünger als drei Jahre, zwei sind älter. Höchstens drei Kinder sind je Stelle untergebracht. Einige Stellen betreuen nur ein Kind.

Einen Antrag auf Notbetreuung hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie abgelehnt, da die Eltern in keinem systemrelevanten Beruf arbeiten.

Schulen
Zudem sind aktuell rund 100 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren in der Schulkindbetreuung; da sind also auch einige Fünft- und Sechsklässler/innen dabei. Es gibt auch Schulen, an denen nur ein Kind betreut wird. Das bleibt vorerst so, damit keine Mischung mit anderen Kindern stattfindet.

Die Gruppen sind begrenzt auf 5-6 Kinder. Kein Schulstandort hat derzeit mehr als 10 Kinder. Während der regulären Unterrichtszeit übernehmen Lehrkräfte die Betreuung. Danach gehen die Kinder in die städtische oder von freien Trägern angebotene Betreuung über.

Veröffentlicht am 26. März 2020

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