Corona-Krise bringt dramatische Einschnitte für regionale Wirtschaft

Stadt Freiburg führt Gespräche über Erleichterungen für Unternehmen und hofft auf schnelle Hilfe durch das Rettungspaket der Bundes- sowie der Landesregierung.

OB Martin Horn: „Die aktuelle Situation ist eine immense Herausforderung für uns alle, die wirtschaftlichen Folgen sind kaum abzuschätzen und werden uns lange beschäftigen. Wo es geht und angezeigt ist, wollen wir unserer regionalen Wirtschaft den Rücken stärken. Zusammenhalt auf allen Ebenen ist momentan das Gebot  der Stunde.“

Die Coronavirus-Pandemie bringt bundesweit weite Teile der Wirtschaft zum Stillstand und stellt diese damit vor dramatische Herausforderungen. Niemand hätte vor Wochen gedacht, dass eine stabile und gesunde Wirtschafsstruktur so schnell und so heftig im Herzen getroffen werden kann.

Deshalb kündigt Oberbürgermeister Martin Horn heute weitere Gespräche mit FWTM, mit Wirtschaftsvertretern und -verbänden sowie der Dehoga, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, an. „Wir wollen zuallererst damit ein klares Signal setzen, dass wir die massiven Ängste und die Sorgen der vielen Unternehmer, Selbstständigen und Angestellten in der Region sehr ernst nehmen. Wir versuchen alles an Unterstützung möglich zu machen, was wir können.“ Unter anderem wird diese Woche über die Hilfspakte von Bund und Land sowie Stundungen und Liquiditätsspritzen für Unternehmen diskutiert.

Bürgermeister Stefan Breiter ist zuversichtlich, dass das Milliardenpaket der Bundesregierung für die Wirtschaft schnell bei den Menschen in den Betrieben und den
Unternehmensführungen ankommt: „Die Bundesregierung hat ein beeindruckendes Hilfspaket von 1,2 Billionen Euro (600 Mrd. Euro Fonds für Unternehmen; 450 Mrd. Euro für Bürgschaften; 156 Mrd. Euro für Rekordneuverschuldung) geschnürt. Dies aus gutem Grund, da viele Unternehmen durch Umsatzeinbußen in Liquiditätsengpässe und existentielle Not geraten sind. Deshalb müssen die Gelder und Erleichterungen jetzt auch schnell unbürokratisch umgesetzt und in den Kassen der Betroffenen ankommen.“ Breiter gab zu Bedenken, dass auch der städtische Haushalt mit großen Einnahmeverlusten und unvorhergesehenen Ausgaben rechnen muss. „Schon in diesem Jahr werden wir bei der Gewerbesteuer Einbrüche haben und in den Folgejahren bei den Schlüsselzuweisungen die Auswirkungen der Corona-Krise spüren. Dennoch sind wir jetzt umso mehr gefordert gemeinsame Wege zu finden, wie man sich gegenseitig unterstützen kann“, so Breiter weiter.

Deswegen ist auch ein Brief der Stadtkämmerei zum Einzug der Bettensteuer vergangene Woche verfrüht gewesen. Dies wird seitens der Stadtverwaltung bedauert.

Hanna Böhme, Geschäftsführerin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Ko.KG (FWTM) weiß, welche dramatische Situation unserer regionalen Wirtschaft unmittelbar bevorsteht: „Das Ausmaß der Verluste in unserer Region wird jeden Tag in dieser katastrophalen Krise deutlicher. Viele stehen vor dem Nichts. Deshalb ist es nun wichtig, den Betrieben beizustehen und sich gegenseitig zu unterstützen und miteinander zu kommunizieren.“

Im Laufe der Woche finden diverse interne und externe Gespräche für wirtschaftliche Unterstützung statt. OB Horn: „Wir befinden uns mitten in einer Krisensituation, deren negative Auswirkungen erst Schritt für Schritt absehbar wird. Klar ist, dass wir uns mit voller Kraft gegen die destruktiven Kettenreaktionen stemmen werden.“

Veröffentlicht am 23. März 2020

Social Media

Pressekontakt

Presse- und Öffentlichkeitsreferat
Rathausplatz 2-4
79098 Freiburg
Telefon 0761 201-1310
Fax 0761 201-1399

Bilderdownload

Damit Sie die schönsten Seiten Freiburgs in Bildern präsentieren können, bieten wir Ihnen hier zahlreiche Motive zu diversen Themen zum Download an.