Heute habe ich als Zeuge vor Gericht ausgesagt - es ging um den Wahlabend des 06. Mai 2018 und den Angriff auf mich.

Wenn ich so zurück denke, waren das echt wahnsinnig intensive Stunden. Zunächst kribblige Spannung und danach pure Freude sowie große Dankbarkeit.
Und dann, völlig aus dem Nichts, der Angriff auf mich mit gebrochener Nase, abgebrochenem Zahn und blauen Flecken... Ein Wechselbad der Gefühle.

Trotz allem, und das ist in der heutigen Zeit besonders wichtig, sollten sich (Kommunal-)Politiker*innen von solchen vereinzelten Vorfällen nicht davon abhalten lassen, vor Ort präsent zu sein. Wenn wir anfangen, uns aus Angst abzuschotten, dann ist das der Beweis, dass einzelne es schaffen, unsere Freiheit einzuschränken. Und das wäre, gerade in der Kommunalpolitik, ein großer Rückschritt.

Foto: Fionn Große

Veröffentlicht am 03. März 2020