Freiburger Lieblingsnamen 2019: Emilia und Jakob/Jacob machen das Rennen

Emilia und Jakob/Jacob sind die Vornamen, die das Standesamt Freiburg 2019 am häufigsten eingetragen hat. Damit gibt es in der Liste der Freiburger Lieblingsnamen zwei neue Spitzenreiter.

Bei den Mädchennamen gibt es eine überraschende Wendung: In den letzten fünf Jahren stand Sophia/Sofia jeweils auf Platz eins oder zwei der beliebtesten Vornamen. Nun ist der Name auf Platz sieben abgerutscht. Stattdessen nimmt Emilia mit 46 Nennungen erstmals den Platz an der Spitze ein. 2016 hatte es dieser Name schon mal auf Platz zwei geschafft. Diesen teilen sich 2019 die Mädchennamen Emma und Hanna(h), die jeweils 38 Mal vergeben wurden. Knapp dahinter folgt auf Platz drei Ella mit 36 Nennungen.

Doch auch bei den Jungennamen gibt es Überraschendes zu vermelden: Zwar stand Jakob/Jacob bereits zwei Mal auf dem Siegertreppchen (2013 und 2017). Im vergangenen Jahr wurde dieser Name nun aber exakt 50 Mal beurkundet – so oft wie kein Jungenname zuvor in den letzten 20 Jahren. Auf Platz zwei folgt, wie schon 2011, Paul mit 43 Nennungen. Am dritthäufigsten wurde Jonas gewählt, der 2016 schon einmal auf Platz eins stand. 39 Jungs erhielten 2019 diesen Namen.

Alle Namen der Top drei tauchten bereits in den Vorjahren auf den vorderen Plätzen der Freiburger Namenshits auf. Dennoch gibt es immer wieder auch Neueinsteiger, die zumindest im Jahr zuvor nicht in der Favoritenliste standen. Bei den Mädchen beispielsweise Alma und Lia, bei den Jungen Namen wie Karl/Carl und Liam.

Obwohl die Statistik klare Trends benennt, bleiben die Eltern bei der Namensgebung kreativ: Insgesamt wurden 2019 in Freiburg 2.002 unterschiedliche Erstnamen vergeben, nur zwei weniger als bei der „Rekordvielfalt“ im Jahr zuvor.

Die Bedeutung spielt dabei für viele Eltern eine wichtige Rolle. Auch 2019 hatten die Namen wieder häufig einen Bezug zu Flora und Fauna, wie beispielsweise Yunus (türkisch: Delphin), Miral (aus dem arabischen Sprachraum: kleine blaue Blume) oder Dandelion (englisch: Löwenzahn). Auch mystische Zusammenhänge spiegeln sich in der Namensgebung 2019 wider: Albrune kommt aus dem altdeutschen und bedeutet etwa „die das Geheimnis der Elfen kennt“, Alvar steht für das „Elfenheer“ und der Mädchenname Neri für „brennendes Licht“ oder „Meeresgeist“.

Auch bekannte Namen in ganz unbekannter Schreibweise hat das Standesamt eingetragen, darunter beispielweise Anghelina, Arciyelle, Ecclesias, Eilien, Borys, Happynes, Jazzabelle, Jiselle, Kristiyan, Lluc, Lusy, Meiline, Thiemo oder Vilijam.

Das Ranking der beliebtesten Namen bezieht sich auf den Erstnamen. Rund 45 Prozent der Kinder bekamen einen Vornamen, knapp die Hälfte (49 Prozent) noch einen zweiten. Drei Vornamen (5 Prozent) oder mehr bleiben die Ausnahme. Der mit Abstand beliebteste Zweitname ist und bleibt Marie – 78 Mädchen erhielten ihn 2019, gefolgt von Maria und Sophie/Sofie mit jeweils 71 Nennungen. Bei den Jungen wurde am häufigsten Paul (35 Mal) und Maximilian (29 Mal) als Zweitname gewählt.

Die Liste der Lieblingsname berücksichtigt alle Kinder, die im jeweiligen Jahr in Freiburg geboren sind und daher den Namen des Neugeborenen auf dem städtischen Standesamt eintragen ließen. In der Regel kommt mehr als die Hälfte der Eltern (2019: 55 Prozent) aus dem Umland zur Geburt nach Freiburg. Daher fließt ihre Namenswahl in die Namenshitliste ein.

Vornamensstatistik 2019 mit allen Details (286,2 KB)

Veröffentlicht am 07. Februar 2020

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