Gartenstadt

Integrativer Familienspielplatz eröffnet

Familienspielplatz mit Rollstuhlkarussell, Klettergerüst und Schaukel
Foto: A.J. Schmidt

Das Garten- und Tiefbauamt startet mit einem besonderen Projekt in die Spielplatzsaison 2020: Am Englerplatz im Stadtteil Haslach hat das Amt in den letzten Monaten den in die Jahre gekommenen Spiel- und Bolzplatz von Grund auf saniert. Jetzt ist es soweit: Der neue Platz ist fertig und kann nach Herzenslust erobert werden.

Der Spiel- und Bolzplatz bietet in zentraler und doch ruhiger Lage eine rund 2.900 Quadratmeter große Fläche voller Angebote für alle Ansprüche und Altersklassen. Seine Geburtsstunde hatte er bereits im Jahr 1953. Die letzten Ergänzungen gab es 1997. Daher war es 2018 an der Zeit, eine grundlegende Neugestaltung zu planen. Die im September 2019 begonnenen Bauarbeiten sind nun beendet. Die Kosten lagen bei 300.000 Euro.

Neugestaltung des Platzes

Ursprünglich wurde der Platz von einer viel befahrenen Straße durchschnitten. Um das Gefahrenpotenzial zu mindern, wurde der Bolzplatz vor Jahren so erweitert, dass von der Straße nur noch ein schmaler Trampelpfad übrig blieb. Mit dem Gefahrenpunkt verschwand aber auch die städtebauliche markante Sichtachse. Sie wurde nun optisch wiederhergestellt. Wo früher Autos fuhren, laden künftig allerdings Angebote wie Tischtennis, Schach oder Boule zu generationsübergreifenden Kontakten und sportlichem Wettstreit ein.

Der wertvolle Baumbestand wurde erhalten und teilweise ergänzt und umrahmt nun wieder die Anlage. Die Sträucher, die den Bolzplatz bisher zur Straße hin abschirmten, wurden entfernt. So wirkt der Platz jetzt wieder in seiner Gesamtheit. Außerdem ist er von außen besser einsehbar und zugänglich, was den Austausch und das harmonische Miteinander erleichtern soll. Damit sich die Platznutzerinnen und –nutzer dennoch sicher fühlen, wurde der vorhandene Zaun in Richtung Fichtestraße erweitert.

Das sehr beliebte Fußballfeld wurde um 90 Grad gedreht, um Platz für eine neue Mittelzone zu schaffen und möglichst viele Sportwünsche zu erfüllen. Das Spielfeld bleibt annähernd gleich groß – trotz der zusätzlichen Angebote und obwohl auch Flächen für die vielfach gewünschten Streetballständer und die oben genannte „bespielbare Sichtachse“ entstanden sind. Auch der alte Ballfangzaun wurde erneuert und ist jetzt auf modernstem Stand schallgedämpft.

Mehr Raum für altersgerechten Zeitvertreib

Wo sich früher verschiedene Altersgruppen in einer wenig gegliederten Fläche arrangieren mussten, gibt es nun Raum für individuellen und altersgerechten Zeitvertreib: Im Zentrum des Spielplatzes können sich künftig die Kleinsten in einem eigenen Bereich ausleben. Auf einer neuen Sandfläche lädt eine Sandspielkombination zum kreativen, gemeinsamen Spielen ein.

Die älteren Kinder können an einer abenteuerlichen Kletterwelt aus Seilen, Netzen, Robinienstämmen und einer Rutsche „wachsen“. Bunt gestaltete Holzkuben sorgen als Spielhäuschen oder Podeste für abwechslungsreiche Zwischenstopps beim Klettern – nicht zuletzt bieten sie als Freiburger Unikate einen Wiedererkennungswert.

Nach vielen Jahren gibt es nun auch endlich wieder ein Wasserspiel auf dem Spielplatz. Die Wasserpumpe ist wegen des Wetters noch inaktiv, sobald es warm genug ist, kann aber fleißig gematscht werden. Auch der Wunsch nach Sitzgelegenheiten wurde erfüllt: Eltern, Großeltern und Spaziergänger können sich künftig auf den Plätzen im Schatten großer Bäume entspannen.

Freiburg setzt integratives Zeichen

Ein besonderes, integratives Zeichen setzt Freiburgs drittes Rollstuhlfahrerkarussell, auf dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Spaß haben können. Zudem liefert die JVA Freiburg in den nächsten Wochen auch eine von neun Spielzeugkisten, die Oberbürgermeister Martin Horn für das Jubiläumsjahr 2020 zugesagt hat. In den von Spielplatzpaten betreuten Kisten lassen sich Spielzeug, Bälle, Schirme, Klappbänke und ähnliches sicher und geschützt verstauen.

Von der Neugestaltung des Englerplatzes profitieren viele Familien: Im Umkreis von 400 Metern wohnen aktuell 274 Kinder, davon sind mehr als die Hälfte (rund 55 Prozent) jünger als 6 Jahre. Dazu kommen die potenziellen Platznutzerinnen und –nutzer aus dem neuen und naheliegenden Wohngebiet Gutleutmatten.

Veröffentlicht am 23. Januar 2020
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