Ausstellung zum Jubiläum

60 Jahre Städtepartnerschaft Freiburg - Besançon

Blick auf Hausdächer und eine Burg
Vue vauban sur centre ancien collines et citadelle

Die französische Stadt Besançon ist die erste Stadt, mit der Freiburg bereits 1959 eine Städtepartnerschaft geschlossen hat. Um den deutsch-französischen Austausch zu würdigen, präsentiert das Stadtarchiv ab Montag, 25. November, eine kleine Studio-Ausstellung zur Partnerschaft.

Exponate sind unter anderem die Städtepartnerschaftsurkunde von 1959, Objekte zum deutsch-französischen Frontkämpfertreffen 1937, Gastgeschenke, die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Besançon, Fotos von gegenseitigen Treffen sowie Objekte vom "Carnaval Besançon".

Am 6. Juni 1959 unterzeichneten Oberbürgermeister Josef Brandel und Bürgermeister Jean Minjoz im Freiburger Rathaus die Partnerschaftsurkunde. 50 Jahre später wurde am 16. Mai in Freiburg bzw. bei einem Gegenbesuch am 19. September 2009 in Besançon die Städtepartnerschaft nochmals erneuert.

Freiburgs erste Städtepartnerschaft geht auf die Initiative von Oberbürgermeister Josef Brandel zurück, der sich bereits im ersten Jahr nach seiner Wahl im Juli 1957 darum bemühte, "in der französischen Nachbarschaft eine Patenstadt zu gewinnen". Dass seine Wahl auf eine französische Stadt fiel, war kein Zufall, sondern historische Konsequenz. Südbaden gehörte zur französischen Besatzungszone; Freiburg war französische Garnisonsstadt und Bundeskanzler Adenauer propagierte in dieser Phase nach dem 2. Weltkrieg die deutsch-französische Versöhnung.

Reger Austausch im Bildungsbereich

Durch die Partnerschaft mit Besançon entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche deutsch-französische Begegnungen, es kam zu gemeinsamen Sportveranstaltungen und Wettkämpfen; Majoretten aus Besançon kamen zur Freiburger Fasnet zu Besuch. Insbesondere die Schulen setzten sich für einen verstärkten Austausch der beiden Nachbarländer ein, zahlreiche Austauschprogramme und Landschulheime mit dem Nachbarn fanden statt. Der erste Schüleraustausch ist aus dem Jahr 1956 überliefert.

Die Verbindungen zwischen Freiburg und Besançon reichen allerdings viel weiter zurück: Bereits 1467 lehrten und studierten zahlreiche Bisontiner – wie man die Bewohner Besançons nennt – als Professoren und Studenten an der Freiburger Universität. Im Juli 1937 fand ein deutsch-französisches Frontkämpfertreffen in Freiburg statt, an dem auch Veteranen aus Besançon teilnahmen.

Auch im öffentlichen Raum und Nahverkehr finden sich Spuren der Freundschaft. 1969 wurde die Westrandstraße zwischen Zubringer Mitte und Basler Landstraße (B 3) Besançonallee getauft, eine Straßenbahn, die noch heute durch Freiburg fährt, wurde 2009 mit dem Namen der Partnerstadt versehen, und auch in zentraler Lage in der Innenstadt liegt der Adler des Stadtwappens von Besançon als Pflastersteinmosaik dem Freiburger Rathaus zu Füßen.

Ausstellungsort

Die Ausstellung ist zu sehen im Stadtarchiv Freiburg, in der Grünwälderstr. 15.

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag und Donnerstag, jeweils von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch von 10 bis 18 Uhr.
Am Freitag, an Wochenenden und Feiertagen ist geschlossen.

Weitere Informationen

www.freiburg.de/stadtarchiv und www.freiburg.de/partnerstaedte

Veröffentlicht am 25. November 2019

Ausstellungs-Übersicht

Grafik "Aus der Freiheit kommt die Freundschaft"

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