Klimafreundliche Energie: In den Pestalozzi-Schulen senken BHKW und PV-Anlage den CO2-Ausstoß

Die Pestalozzischulen im Freiburger Stadtteil Haslach produzieren selbst Wärme und Strom – und das künftig noch klimafreundlicher als bisher: Den Großteil der Energie liefert ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW), welches die bestehende Photovoltaik-Anlage optimal ergänzt. Um den Ausbau von alternativen Energiequellen zu demonstrieren, hat das städtische Gebäudemanagement (GMF) die modernen und leistungsstarken Anlagen heute der Presse vorgestellt.

Die Pestalozzischulen sparen durch das neue BHKW jährlich 97 Tonnen Kohlendioxid ein. Die PV-Anlage, die im Zuge des Neubaus entstand, senkt den Ausstoß um weitere 38 Tonnen. Insgesamt werden die Emissionen so um über ein Drittel reduziert.

„Als wichtiges Element der Klimaschutzstrategie wurden in den letzten sieben Jahren insgesamt 23 BHKWs mit Mitteln in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro aus dem städtischen Klimaschutzfonds gefördert“, so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. 2012 hat die Stadt die erste eigene BHKW-Anlage in der Tunibergschule eingebaut und seitdem die Schlagzahl stetig erhöht: Wurde in den ersten Jahren noch ein BHKW jährlich in Betrieb genommen, sind es mittlerweile vier bis fünf pro Jahr. Von den 23 finanzierten und geplanten Anlagen hat das GMF aktuell 19 BHKWs in Betrieb genommen.

Für die Pestalozzi-Grund- und Realschule hat das Amt durch die Einbeziehung nahegelegener Gebäude ein ganz neues und optimal angepasstes Nahwärmekonzept entwickelt: Die drei alten Heizzentralen wurden auf eine einzige Anlage konzentriert. „Das sorgt für mehr Effizienz und geringere Kosten, denn die beiden Heizzentralen für die Sporthalle und die May-Bellinghausen-Halle werden künftig komplett eingespart“, erklärt Baubürgermeister Martin Haag. Stattdessen versorgt das neue BHKW nun gleich vier Gebäude gleichzeitig mit  Energie: Neben den beiden Hallen auch den Altbau und den Neubau der Schule.

Das neue BHKW ist im Keller des Altbaus untergebracht und liefert den Schulen sowohl Wärme als auch Strom. Die elektrische Leistung liegt bei 50 Kilowatt, die thermische bei 107 Kilowatt. Sollte diese Leistung an kalten Tagen mal nicht ausreichen, liefern zwei Spitzenlastkessel die restliche Energie. Der Wärmebedarf der Pestalozzi-Schulen liegt laut einer Studie bei 650.000 Kilowattstunden. Das BHKW deckt 54 Prozent davon ab. Zwei große Wärmespeicher sorgen für eine Optimierung der Laufzeit, denn BHKWs sollen  möglichst lange am Stück laufen.

Bei der Stromerzeugung ergänzen sich das BHKW und die PV-Anlage effektiv. Letztere liefert eine Spitzenleistung von 70 Kilowatt. Der Bedarf der Schulen an elektrischer Energie liegt laut Studie bei 226.000 Kilowattstunden. Das BHKW deckt 77 Prozent davon ab, die PV- Anlage 30 Prozent. Insgesamt liegt die Stromabdeckung damit bei 107 Prozent, also sogar leicht über dem Bedarf.

Die aus dem städtischen Klimaschutzfonds finanzierten Kosten für das BHKW sowie den Aufbau des Nahwärmenetzes und der gemeinsamen Heizzentrale lagen bei 584.000 Euro. Für die PV-Anlage fielen 130.000 Euro an.

In einem weiteren Schritt wurden die Schulen auch mit neuester Messtechnik ausgestattet. Diese erlaubt einen maximal transparenten Überblick über sämtliche Energieflüsse bis ins Detail. Alle relevanten Daten werden permanent erfasst: Beim Strom werden die  Energieerzeugung, die Stromflüsse und der Verbrauch so visualisiert, dass sie jederzeit für die einzelnen Gebäude betrachtet und bewertet werden können. So lassen sich beispielswiese defekte Pumpen schneller erkennen und Verbrauch und Erzeugung effektiv  aufeinander abstimmen. Das spart Ressourcen und sorgt für einen reibungslosen Betriebsablauf.

Auch die Wärmeenergie wird mittels Gebäudeleittechnik visualisiert. Dadurch lässt sich zum Beispiel die Beladung der großen Wärmespeicher permanent und optimal an den Bedarf anpassen, was wiederum die Laufzeit des BHKWs erhöht.

Veröffentlicht am 07. November 2019

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