Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September

Buntes Programm in Colombischlössle und Museum für Stadtgeschichte. Eintritt frei

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Kultur“ findet am Sonntag, 8. September, der diesjährige Tag des offenen Denkmals statt. Aus diesem Anlass ist der Eintritt ins Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, und ins Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr frei. In beiden Museen sorgt ein buntes Programm für Abwechslung.

Im Archäologischen Museum Colombischlössle finden um 12 und um 15 Uhr Kurzführungen statt. Besucherinnen und Besucher lernen den neugotischen Baustil des Hauses kennen und wandeln auf den Spuren europäischer Kulturgeschichte. Bei einer Entdeckungstour von der Steinzeit bis zu den Römern erforschen junge Zeitreisende um 14 Uhr, wie das Leben und Wohnen in vergangenen Zeiten aussah. Und auf einer Forschungsrallye durch die Villa können Kinder und Jugendliche von 10 bis 16 Uhr Unbekanntes erkunden und knifflige Fragen lösen.

Die 1859 bis 1861 im Stil englischer Neugotik erbaute Villa entstand nach Plänen des Freiburger Architekten Georg Jakob Schneider (1809–83). Das Gebäude steht auf der einstigen Bastion St. Louis, einer der wenigen Reste der Stadtbefestigung von Vauban aus dem 17. Jahrhundert. Mit dem Namen Colombischlössle wurde die Villa bald nach ihrer Bauherrin, der Gräfin Maria Antonia Gertrudis de Colombi y de Bode (1809–63), benannt.

Von 1909 bis 1924 war hier die städtische Altertumssammlung zu sehen. Es folgten Nutzungen als Hochbau- und Standesamt. Von 1947 bis 1952 regierte dann Leo Wohleb vom Colombischlössle aus den selbstständigen Staat Baden. Danach zogen das Stadtarchiv und das Oberlandesgericht ein. Seit 1983 zeigt das Museum für Ur- und Frühgeschichte hier seine Schätze. 2007 wurde es in das Archäologische Museum Colombischlössle umbenannt.

Auch im Museum für Stadtgeschichte am Münsterplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Tag des offenen Denkmals. Bei Kurzführungen um 11 und um 15.30 Uhr steht die Architektur des prächtigen Palais in prominenter Lage im Mittelpunkt. Bei einer Familienführung um 12 Uhr erkunden Kinder und ihre Eltern Wentzingers überlebensgroße Figuren der vier Jahreszeiten. Und eine Kurzführung um 14 Uhr dreht sich um die wandlungsvolle Geschichte Freiburgs von der Burg zur Festung.

Das Haus „Zum Schönen Eck" hat sich der Maler, Bildhauer, Architekt und Stifter Johann Christian Wentzinger (1710–97) im Jahr 1761 als Wohn- und Atelierhaus bauen lassen. Die aufwändige Fassade und das anspruchsvolle Treppenhaus sind ein Höhepunkt spätbarocker Architektur. Das auch als „Wentzingerhaus“ bekannte Gebäude kam 1905 in den Besitz der Stadt und nahm 1927 die Gemäldegalerie des Augustinermuseums auf. Als eines von wenigen Häusern am Münsterplatz blieb es 1944 von den Bomben verschont und beherbergte von 1946 bis 1983 die Staatliche Musikhochschule. Die Adelhausenstiftung, in deren Besitz es 1988 überging, ließ das Wentzingerhaus bis 1993 umfassend für das neu gegründete Museum für Stadtgeschichte instand setzen. Es wurde 1994 eröffnet.

Veröffentlicht am 30. August 2019

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