Regionale Kooperation

Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, ausreichend Wohnraum bereit zu stellen und gleichzeitig das Wachstum sozial und ökologisch verträglich zu gestalten. Die Nachfrage nach Wohnraum wird auch im bundesweiten Vergleich hier in der Region weiter hoch bleiben. Die Stadt Freiburg versucht, diese Entwicklung im Rahmen von Kooperationen aktiv zu gestalten und für die Beteiligten Mehrwerte zu schaffen.

Kooperation in der Region

Gemeinden und Städte der Region stehen oftmals vor den gleichen Herausforderungen – viele davon können besser in gemeinsamen Kooperationen angepackt werden. Im Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung möchte die Stadt Freiburg mit den Städten und Gemeinden der Region im Bereich der Schaffung von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, der Entwicklung von Wohnbauflächen und bei der Bearbeitung von Infrastrukturmaßnahmen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten und so für die Region einen gemeinsamen Mehrwert schaffen.

Kooperationen schaffen bei Ausgleichsflächen

Zusammen mit der Region und zum Mehrwert der jeweiligen Städte und Gemeinden möchten wir in der Region großflächige bau- und naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzaufforstungen umsetzen. Das bedeutet, dass die Stadt Freiburg die Finanzierung von geeigneten Maßnahmen zur Aufwertung der Natur sowie deren dauerhafte Pflege übernimmt.

Im Gegenzug kann sie die daraus entstehenden Ökopunkte einsetzen, z.B. für die Realisierung von städtebaulichen Großprojekten, wie dem neuen Stadtteil Dietenbach. So könnten die Gemeinden Projekte umsetzen, für die bislang möglicherweise keine Finanzierungsmittel bereitgestellt werden konnten. Die Stadt Freiburg wird dabei sowohl den Gemeinden als auch den Eigentümer_innen ein individuelles und angemessenes Angebot unterbreiten.

Wachstum und Entwicklung gemeinsam gestalten

Die Idee der Stadt Freiburg ist es, die der Stadt im Flächennutzungsplan zugeteilten Flächenanteile in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium und dem Regionalverband Südlicher Oberrhein auf Gemeinden zu übertragen, sodass in den Kommunen auch Bauflächen zur Entwicklung und Sicherung der kommunalen Infrastruktur zur Verfügung stehen. Das gilt i.d.R. für Gemeinden mit gutem Anschluss an den ÖPNV bzw. regionalen Schienenverkehr. Damit kann gleichzeitig der auf der Stadt Freiburg lastende Siedlungsdruck gemindert werden. Die Verfahrenshoheit und die Beteiligung der Öffentlichkeit in den Gemeinden verbleiben vollständig bei der jeweiligen Kommune.

Künftige Infrastrukturprojekte - gemeinsam handeln

Bei den Planungen der Deutschen Bahn AG zum Ausbau und Neubau der Rheintalstrecke Karlsruhe- Basel hat sich gezeigt, dass die regionale Kooperation wichtig und richtig ist, um gemeinsam Einfluss auf Planungen zu nehmen. Die Stadt Freiburg möchte auch bei möglichen zukünftigen Infrastrukturmaßnahmen auf diesen guten Erfahrungen aufbauen und den Austausch mit der Region suchen.

Kontakt

Projektgruppe Interkommunale Planungskooperation

Die neue Projektgruppe Interkommunale Planungskooperation fungiert als Ansprechpartnerin für interessierte Gemeinden und Eigentümer_innen zu den Themen: Ersatzaufforstungsflächen | Ausgleichsflächen | Beschaffung von Ökopunkten | Siedlungsflächen in der Region | Rheintalbahn.Stadt Freiburg

Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung
Projektgruppe Interkommunale Planungskooperation (IPK)
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
IPK@stadt.freiburg.de