Neues Konzept mit Brunnen und Café

Colombipark soll ein Park für alle werden

Ein Park für alle soll der Colombipark künftig werden. Hierfür hat die Stadt ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um diese zentrale Grünanlage in der Freiburger Innenstadt attraktiver zu gestalten. Neben einem Café ist ein Spielplatz und ein neu angelegter Brunnen vorgesehen, in dem Kinder im Sommer auch mal planschen können.

Colombipark im Winter, im Vordergrund Stiefmütterchen
Gegen winterliche Tristesse helfen auch mal ein paar Stiefmütterchen. Das neue Konzept aber soll helfen, den Colombipark für alle und zu jeder Jahreszeit attraktiv zu gestalten.

Dass der Colombipark, die wohl zentralste Grünfläche in der Innenstadt, schon bessere Zeiten gesehen hat, ist keine neue Erkenntnis. Doch jetzt, wo der Rotteckring zur Fußgängerzone umgestaltet ist und sich die Innenstadt bis hierher erstreckt, rückt der Park stärker in den Fokus. Dieser Ort mit viel Geschichte, Kultur und einer Vergangenheit, soll nun nach Ansicht der Stadt auch ein Ort der Zukunft werden, so Baubürgermeister Martin Haag bei der Vorstellung der Neukonzeption. Dieses hat das Garten- und Tiefbauamt gemeinsam mit lokalen Akteuren erarbeitet. Im Vorfeld gab es viele Gespräche und Ortstermine mit dem Denkmalamt, der Polizei, der Drogenhilfe und Anwohnern. Denn der weitgehend unter Denkmalschutz stehende Ort erlebt auf engem Raum sehr unterschiedliche Nutzungen. Das Archäologische Museum ist hier zu Hause, ein Miniaturweinberg auch und auf der Nordseite ist Treffpunkt für die Klienten des Kontaktladens auf dem ehemaligen Spielplatz.

Hier soll als ein zentrales Element der Neukonzeption ein neuer Spielplatz entstehen, daneben in dem städtischen Gebäude in der Rosastraße 2 ist ein Café mit einer Außenterrasse geplant. Im dem Gebäude selbst könnten zusätzlich zu den Toiletten des Gastronomiebetriebs auch öffentliche Toiletten eingerichtet werden. Im ersten Obergeschoß soll das Archäologische Museum Colombischlössle Flächen nutzen können. Das alte Trafogebäude an der Ecke Rotteckring und Rosastraße wird abgerissen. An dieser Stelle soll ein neuer, offener und einsehbarer Parkeingang mit Blick auf den Spielplatz und die Caféterrasse entstehen.

Visualisierung der ersten Planungsideen für den Spielplatz an der Ecke Rotteckring und Rosastraße
Visualisierung der ersten Planungsideen für den Spielplatz an der Ecke Rotteckring und Rosastraße

Der bisherige Treffpunkt der drogengebrauchende Menschen müsste verlagert werden und näher an den Kontaktladens rücken. So soll an der Ecke Rosastraße und Colombistraße eine Terrasse angelegt werden, die über die bestehende Treppe an der Straßenecke und über eine neue Stahltreppe an der Rosastraße gegenüber des Kontaktladens öffentlich zugänglich wäre. Von der Terrasse in den Park soll es aber keinen Durchgang geben. Die Terrasse erhält durch eine Pergola einen gewissen Sichtschutz, bleibt aber seitlich einsehbar und wird nachts abgeschlossen.

Auch im übrigen Park gibt es weitere Planungen. Erneuert werden müsste der bereits seit Jahren trockengelegte Brunnen vor dem Colombischlössle, hier sollen im Sommer auch mal Kinder planschen können. Zudem würde der historisch vorhandene, in den 1960er Jahren entfernte Zugang vom Rotteckring zum Colombischlössle wieder angelegt werden. Für mehr Sicherheit im Park soll eine verbesserte und neue Beleuchtung im Park sorgen. Zudem werden die Mitarbeiter des Gartenamts den Bewuchs auslichten, damit der Colombipark besser einsehbar ist, auch dunkle Ecken sollen beseitigt werden.

Bestand Ecke Rosastraße und Colombistraße
Bestand Ecke Rosastraße und Colombistraße
Geplante Terrasse
Geplante Terrasse
Plan Entwicklungskonzept (Fotos und Plan: GuT)
Plan Entwicklungskonzept (Fotos und Plan: GuT)

Die Neukonzeption wird die nächsten Monate in den politischen Gremien diskutiert, dann könnte die Planung in diesem Jahr weitergeführt werden und Anfang 2020 mit den ersten Arbeiten begonnen werden, die Bauzeit wird voraussichtlich eineinhalb Jahre betragen.

Veröffentlicht am 22. Januar 2019
Kommentare (5)

Warum "nur" einen Brunnen zum Planschen?

Von Kevin Schüller
24.01.2019 08:28

Hallo zusammen,
die Idee und der Standort sind perfekt. Aber warum soll es nur einen Brunnen zum Planschen geben? Ich finde den Spielplatz etwas klein, daher wäre eine Kombination aus Spielplatz und Wasserspielplatz super. Wer schon mal in Australien oder USA war, findet diese in vielen Gemeinden. Hier können sich die Kinder über Stunden hinweg kostenlos verweilen. Während Mama oder Papa beim Einkaufen sind kommt keine Langeweile auf und die Eltern können im Cafe etwas entspannen.
Ein paar gute Beispiele gibt es hier: https://wichitaonthecheap.com/interactive-fountains-in-wichita/ oder einfach mal „Wasserspielplatz Australien“ in Google/Bilder eingeben.
Die Stadt Freiburg hat hier die Chance etwas innovativeres als ein Klettergerüst und einen Brunnen hinzustellen. Beweisen Sie etwas Mut, Sie werden sehen es wird Ihnen vielfach wieder zugutekommen.
Viele Erfolg
K. Schüller


Spielplatz

Von Online- Redaktion
24.01.2019 12:08

Hallo Herr Schüller, vielen Dank für Ihre Anregungen. Die Visualisierung des Spielplatzes oben soll vor allem einen Eindruck geben von den Gegebenheiten vor Ort. Die dargestellten Spielgeräte sind hier reine Platzhalter. Immer wenn Spielplätze in der Stadt Freiburg saniert werden, gibt es vorher ein Beteiligungsverfahren, beim dem die Kinder zu Wort kommen und mitentscheiden sollen (mehr unter www.freiburg.de/spielplatz). Wir haben Ihre Ideen an das zuständige Garten- und Tiefbauamt weitergeleitet, eine Information aber schon vorneweg, ganz frei wird das Amt nicht sein können, da das Areal unter Denkmalschutz steht.


Neuer Colombipark

Von Johannes Lauck
24.01.2019 20:28

Kann es sein, dass in die neue Mauer am Rotteckring, auf der man jetzt sitzen kann, mittig ein Loch hinein gebrochen wird und ein Zugangsweg dorthin kommt? Wird er dann auch so sein, dass man mit Rollator/Rollstuhl hochfahren kann. Die Mauer wurde 2017 geliefert und eingebaut.


Park

Von Gisbert Hofherr
26.01.2019 12:07

Es freut mich, dass man sehr viel Geld in die Hand nimmt, um den Colombipark neu und schöner zu gestalten. Soweit also prima!

Leider beschleicht mich aber mehr und mehr der schale Beigeschmack, dass all dies nur deswegen geschieht, weil man den Protesten der jüdischen Gemeinde eilfertig entgegen kommen will, die sich über die am benachbarten Platz der Synagoge spielenden Kinder aufregen.
Ob die 5,5 Mio ansonsten auch ausgegeben worden wären???


Neuer Colombipark

Von Johannes Lauck
26.01.2019 22:41

Die Annahme; dass für die Kinder ein Planschbecken gebaut wird, um sie vom Synagogenbrunnen fernzuhalten, halte ich für sehr weit hergeholt. In allen Fällen werden die Kinder sowohl in das Becken im Colombipark als auch im Synagogenbrunnen planschen. Ergo ist eine Diskussion, inwieweit die 5,5 Millionen Euro anders ausgegeben worden wären, müßig. Ich sehe keinen Kotau vor der jüdischen Gemeinde und mit der genannten Gemeinde hat das auch nichts zu tun.

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