7. Wird Dietenbach klimaneutral?

Wird Dietenbach klimaneutral?

  • Dietenbach soll der erste klimaneutrale Stadtteil werden: deshalb hat erstmals ein städtebaulicher Wettbewerb bereits Rahmenbedingungen für Klimaschutz und Energie untersucht.

Wie sieht das Konzept aus?

  • Für Dietenbach wird eine klimaneutrale, nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung geplant.
  • Die Nutzung von Solarenergie und Umweltwärme, wie Geothermie, Außenluft oder Abwasserwärme spielen hierbei eine besondere Rolle. Als alternative Wärmequelle dient unter anderem die bestehende Abwasserleitung entlang der Mundenhofer Straße, der über Wärmetauscher Energie entzogen werden soll. Ein großer Teil der Dachflächen und Teile der Fassaden im neuen Stadtteil sollen mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden.
  • Ein umfassendes Angebot an umweltfreundlichen Mobilitätsformen ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts zur Fahrzeugreduzierung im Stadtteil und wird zur Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität beitragen.

Ist die graue Energie berücksichtigt?

  • Graue Energie ist nicht berücksichtigt, da auch beim Bau neuer Gebäude in möglichen anderen Baugebieten diese graue Energie anfallen würde.

Inwieweit beeinträchtigt die Erdaufschüttung die Klimabilanz?

  • Die Alternative wäre deutlich klimaschädlicher. In der Region würden für die Schaffung von Wohnraum für 15.000 Menschen eine 2 bis 4 mal so große Fläche benötigt. Die Standards an ökologische, nachhaltige Bauweise und die Energieversorgung sind bei regionalen Projekten i.d.R. zudem deutlich niedriger als bei Dietenbach geplant.
  • Wenn der Stadtteil klimaneutral realisiert wird, ist zu erwarten, dass der Energieverbrauch für die Aufschüttungen im Gebiet Dietenbach und der damit verbundene CO2-Ausstoß spätestens nach 1,5 Jahren aus energetischer Sicht amortisiert ist.

Welche Maßnahmen gibt es zur Anpassung an den Klimawandel?

  • Ein klimaneutraler Stadtteil bietet die beste Voraussetzung zur Vermeidung von Anpassungen an den Klimawandel. Die möglichst umfangreiche Nutzung der lokalen Energie-Ressourcen vermeidet den Einsatz fossiler Brennstoffe, die ansonsten die Emissionen von Treibhausgasen ansteigen lassen und zur Erderwärmung beitragen.
  • Die energieeffiziente Bauweise sorgt für die Einsparung von Heizenergie im Winter und für den Schutz vor Hitze im Sommer.
  • Durch das Konzept mit kalter Nahwärme ist es auch möglich, die Gebäude in der Hitzeperiode in gewissen Umfang zu kühlen.
  • Kurze Wege zum Grün für alle Wohnlagen durch zwei große Parks sorgen für schnelle Errreichbarkeit kühlerer Vegetationszonen.
  • Die Dach- und Fassadenbegrünung und viele Bäume an den Straßen reduzieren die Hitzeentwicklung.

Kontakt

Projektgruppe Dietenbach
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
79106 Freiburg

dietenbach@stadt.freiburg.de
Tel. 0761 / 201-4091