Handlungsfeld

Gewerbe und Industrie

Dreißig Prozent des Freiburger Energieverbrauchs gehen auf das Konto von Gewerbe, Handel und Industrie – eine wichtige Stellschraube für mehr Klimaschutz. In Zeiten hoher Strompreise ist die Sensibiliät für Effizienzmaßnahmen in den Betrieben auch durchaus vorhanden.

Im Freiburger Norden entsteht im größten Industrie gebiet der Stadt ein beispiel haftes Netzwerk, um gemeinsam die Einspar potenziale zu erschließen.

Gesamtförderung: rund 1,75 Millionen Euro

Allein schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen lohnen sich Investitionen in effizientere Technologien – der erzielbare Umweltnutzen verstärkt die Motivation.

Die Stadt Freiburg unterstützt mit verschiedenen Programmen gerade kleinere Betriebe bei der Planung und Durchführung von Effizienzmaßnahmen. Durch den vom Umweltschutzamt initiierten Erfahrungsaustausch und Netzwerkaktivitäten können sie voneinander profitieren.

  Projekt Jahr Zuständigkeit CO2-Einsparung in t/a Investition
  Gewerbe und Industrie   4.938   1.749.000 €
66 Green Industry Park Freiburg: Klimaschutzprojekt (Anteil Stadt) 2015 - 2018 UWSA nicht quantifizierbar 120.000 €
67 Green Industry Park Freiburg: Klimaschutzprojekt (Anteil FWTM) 2015 - 2018 FWTM nicht quantifizierbar 80.000 €
68 KLIK - Klimamanager für Kliniken 2015 - 2016 UWSA 2740 30.000 €
69 PV-Anlage Feuerwache IG-Nord 2018 GMF 12 30.000 €
70 PV-Anlage auf Flughafenzaun (Radweg-Überdachung) 2017 GuT 900 250.000 €
71 IG Nord, Radverkehr: Verbesserung der Tullastraße 2017-2018 GuT nicht quantifizierbar 60.000 €
72 Zwei Umsetzungsmaßnahmen aus Klimaschutzteilkonzept GIP 2017-2018 UWSA 916 71.000 €
73 Klimaschutzmanager/in GIP 2017-2018 UWSA nicht quantifizierbar 108.000 €
74 Heizungserneuerung bzw. -umstellung Messe 2017-2018 FWTM 270 510.000 €
75 Ersatz Kälteanlage "BioTechPark" (FWTM: Stiftung BioMed) 2017 Stiftung BioMed 100 470.000 €
76 Digitale Aushangfahrpläne für 2 Haltestellen im IG Nord 2017-2018 VAG nicht quantifizierbar 20.000 €

Green Industry Park

Ein Netzwerk der besonderen Art hat die Stadt Freiburg im größten und ältesten Industriegebiet Freiburgs, im „IG Nord“, ins Leben gerufen. Dort existieren bereits viele beispielhafte Projekte, wie die Holzpelletanlage von Pfizer, das Blockheizkraftwerk bei Micronas, die Photovoltaikanlage am Eichelbuck oder die E-Mobilität bei Ikea. Doch gemeinsame Anstrengungen für den Klimaschutz waren bislang nicht vorhanden. Im Rahmen eines Klimaschutzteilkonzepts für das Quartier hat das Umweltschutzamt im Jahr 2014 gemeinsam mit FWTM, badenova und Fraunhofer ISE die Initiative „Green Industry Park“ ins Leben gerufen.

Durch konzertierte Maßnahmen der verschiedenen im Industriegebiet Nord ansässigen Betriebe lassen sich Synergien perfekt nutzen, um Einsparpotenziale zu heben und erneuerbare Energien auszubauen. Eine Firma benötigt Prozesswärme, der Nachbar produziert Abwärme und weiß kaum wohin damit? Mit Mitteln aus der Konzessionsabgabe fördert die Stadt Freiburg Kommunikation und Vernetzung, um gemeinsame Aktionen und verbindende Techniken zur Verbrauchsreduzierung und zur Optimierung der Versorgungsinfrastruktur voranzubringen. Damit soll das Industriegebiet Nord zu einem nachhaltigen, energie- und ressourceneffizienten Industriegebiet mit bundesweitem Modellcharakter entwickelt werden.

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