Lagepläne

Abschnitt 1 (Kaiserstuhlstraße bis Zollhallenplatz)

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Kreisverkehr Kaiserstuhlstraße

Dieser vierarmige Kreisverkehr verknüpft Friedhofstraße, Waldkircher Straße, Kaiserstuhl-straße und Rennweg.
Die Stadtbahn wird signaltechnisch gesichert mittig geführt. Zu-Fuß-gehende queren den Kreisverkehr umlaufend über Fußgängerüberwege. Radfahrende werden auf der Fahrbahn geführt, was gemäß Untersuchungen die sicherste Führungsform ist.
Ein Kreisverkehr mit Stadtbahn ist für Freiburg neu, deutschlandweit sind sie jedoch in vielen Städten mit guten Erfahrungen im Einsatz.

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Kaiserstuhlstraße bis Neunlindenstraße

Wird mit Rasengleis in der Straßenmitte und jeweils einem Fahrstreifen für den Autoverkehr sowie Radfahrstreifen  angelegt. Auf der Südseite kann wie im Bestand wieder ein Längsparkstreifen mit Bäumen angelegt werden

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Kreisverkehr Neunlindenstraße

Der dreiarmige Kreisverkehr ist im Entwurf ähnlich zum Kreisverkehr an der Kaiserstuhlstraße.

Kreisverkehre haben bei passenden Rahmenbedingungen Vorteile gegenüber signalgeregelten Knotenpunkten: Sie ermöglichen alle Abbiegebeziehungen bei relativ wenig Flächenverbrauch, und sie senken das Geschwindigkeitsniveau der Verkehre.

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Änderung der Verkehrsführung - Anpassung und Aufwertung der Grünflächen

Zur Verbesserung der Verkehrsführung wird der Rennweg über die Fläche der früheren Stadtbahntrasse direkt an den neuen Kreisverkehr geführt. Umwegige Verkehrsführungen für Autoverkehr,  Radverkehr und Fußverkehr können so vermieden werden.
Die Grünflächen in diesem Bereich werden mit einem neuen Flächenzuschnitt angepasst – und größer als heute. Die angepassten Grünflächen sollen gegenüber heute aufgewertet werden.

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"Minikreisel" Rennweg

Um alle Abbiegebeziehungen für Kfz-Verkehr und Radverkehr sicher und einfach zu gestalten, ist auch dieser Knotenpunkt als Kreisverkehr geplant.
Sogenannte "Minikreisel" gelten als sehr verkehrssicher, da sie die Geschwindigkeiten des Verkehrs dämpfen und sehr übersichtlich sind. 

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Komturstraße

Mit der Entfernung der Stadtbahntrasse entsteht Verbesserungspotenzial für die Komturstraße.
Dieses kann genutzt werden zur Verkehrsberuhigung (Einführung von Rechts-vor-links anstelle der heutigen Vorfahrtsstraße), zur Anlage zusätzlicher Parkplätze und zu Verbesserungen für den Fußverkehr.
Zuvor ist allerdings eine Sanierung des Abwasserkanals durchzuführen. Detaillierte Planungen werden zu gegebener Zeit erarbeitet.

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Haltestelle "Zollhallenplatz"

Die Stadtbahn-Haltestelle liegt an dieser Stelle optimal – für die Fahrgäste und städtebaulich in Zusammenhang mit dem Zollhallenplatz.
Die Bahnsteige werden ausreichend breit (3,50m) und vollständig barrierefrei angelegt

Abschnitt 2 (Zollhallenplatz bis Mallinger Straße)

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Haltestelle Zollhallenplatz
Die Bahnsteige werden als Fußweg verlängert und direkt an die  Kreuzung Güterhallenstr./ Eichstetter Str. angeschlossen.
Fahrgäste können so ohne Umwege und Ampel-gesichert diese Straßenzüge erreichen.

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Grundstück Waldkircher Straße 14 - 16

Bei den Planungen zur Entwicklung des Güterbahnhof-Areals wurde beschlossen, einzelne denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten, so auch die Gebäude Waldkircher Str. 14 und 16. Die Planungen der Stadtbahn halten sich daran, in dem die Stadtbahntrasse vor diesen Gebäuden einen Verschwenk macht.

Nach der Bürgerinformation von Juli 2016 wurden die Pläne in diesem Bereich überarbeitet, und der erforderliche Grunderwerb auf ein verkehrsplanerisch noch vertretbares Maß reduziert. Zudem werden im unmittelbaren Umfeld erheblich mehr Bäume neu gepflanzt.

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Vorzone vor Güterhallenstraße 2-4

Wegen des Verschwenks der Stadtbahntrasse zum Erhalt der Gebäude 14-16 ergibt sich hier eine besonders großzügige Gehwegfläche. Diese wird genutzt, um Baumstandorte anzulegen.

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Kreuzung Güterhallenstr./Eichstetter Straße

wird mit Ampelregelung versehen, um die Abbiegebeziehungen und Fußgängerquerungen zu sichern. Die Linksabbiegemöglichkeit von Norden her kommend in die Eichstetter Staße fällt zur Flächeneinsparung und zur Reduktion des privaten Grunderwerbs weg.  Die Eichstetter Straße kann von Norden her über die Mallinger Straße angefahren werden.

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Abschnitt Eichstetter Straße bis Mallinger Straße

Wird mit Rasengleis in der Straßenmitte und jeweils einem Fahrstreifen für den Autoverkehr  sowie Radfahrstreifen  angelegt. Auf der Südseite kann ein Längsparkstreifen mit Bäumen angelegt werden. Auch auf der Nordseite werden zahlreiche Bäume neu gepflanzt.

Baumstandorte und Grünflächen

Wegen der Erweiterung des Verkehrsraums kann die Platanenreihe nicht erhalten werden, 16 Bäume müssen im Abschnitt Güterhallenstr. bis Mallinger Straße entfernt werden. Das Plankonzept wurde aber so optimiert, dass ein umfangreicher Ausgleich erfolgt: 22 neue Bäume werden im gleichen Abschnitt gepflanzt. Nach Umsetzung der Planung werden also in diesem Abschnitt sogar mehr Bäume vorhanden sein. Dazu kommt noch die große Fläche des Rasengleises - auf der ganzen Länger des Projekts 4.300 m2, entsprechend ca. einem Fußballfeld.

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Einmündung Mallinger Str.

wird mit Ampelregelung versehen, um alle Abbiegebeziehungen und auch Fußgängerquerungen sicher zu gestalten. Die Querbarkeit der Waldkircher Str. verbessert sich gegenüber heute deutlich.

Abschnitt 3 (Haltestelle Eugen-Martin-Str. bis Zähringer Straße)

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Kreuzung Waldkircher Str. / Isfahanallee (B3) / Karlsruher Straße

Das Plankonzept wurde an diesem Knotenpunkt gegenüber der Bürgerinformation vom Juli 2016 überarbeitet: Die von vielen Bürger_innen gewünschte Abbiegemöglichkeit von der Waldkircher Straße in die Karlsruher Straße stadtauswärts ist im jetzigen Plankonzept möglich. Damit bleiben am Knotenpunkt die Abbiegemöglichkeiten für den Autoverkehr gleich gegenüber heute.  Somit sind keine Verlagerungen von Kfz-Verkehrsströmen in andere Straßen zu erwarten. Der neue Straßenquerschnitt der Waldkircher Straße kann relativ einfach so umgestaltet werden, dass der Autoverkehr auf zwei Fahrstreifen in die geplante neue B3-Umfahrung abbiegen kann.

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Kreuzung Waldkircher Str. / Zähringer Str. / Offenburger Str. / Stuttgarter Str.

Dieser fünfarmige Knotenpunkt ist von zentraler Bedeutung für den Verkehrsablauf im Freiburger Norden, sowohl für Autoverkehr, für Radverkehr und für Stadtbahnverkehr. Bis zum Bau der B3-Umfahrung müssen alle stadtauswärtigen Kfz-Verkehre diese Kreuzung passieren, danach kann die Verkehrsbelastung um einiges reduziert werden.

Da die Stadtbahn auf den bestehen Auto-Fahrstreifen in die Waldkircher Straße fahren wird, ändert sich an dem Knotenpunkt nur sehr wenig. Fahrtbeziehungen für den Autoverkehr bleiben gleich.
Für Radfahrende werden die Verkehrsbeziehungen etwas vereinfacht und sicherer. Für den Fußverkehr ändert sich wenig.

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Haltestelle Eugen-Martin-Str.

Diese Haltestelle liegt günstig in zentraler Lage zwischen der Eugen-Martin-Straße, die in das Güterbahnhofareal führt, und dem „Kaufland“.  Die Bahnsteige werden ausreichend breit (3,50m) und vollständig barrierefrei angelegt.

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Abschnitt Karlsruher Str. bis Zähringer Straße

Dieser Abschnitt ist räumlich sehr beengt, ein eigener Gleiskörper für die Stadtbahn nicht möglich. Die Stadtbahn wird auf dem Fahrstreifen des Autoverkehrs geführt, soweit wie möglich als "Pulkführer".
Ziel des Entwurfs ist es, trotz der Enge des Straßenraums sichere Verkehrsverhältnisse zu schaffen. 

Ein wichtiger Punkt dazu sind die neuen Radfahrstreifen anstelle der alten baulichen Radwege. Damit entfallen die problematischen Konflikte zwischen Radfahrenden und Zu-Fuß-Gehenden.
Für diesen Sicherheitsgewinn ist es erforderlich, vier Bäume auf der Südseite zu entfernen. Sie werden durch drei Neupflanzungen ausgeglichen.