Wendeschleife Vauban (vorerst zurückgestellt)

Abgrenzung des Gebiets in Vauban (Bild: Stadt Freiburg)

Das Gebiet innerhalb der Wendeschleife umfasst ca. 0,25 Hektar und liegt am Ende der Stadtbahnlinie 3 zwischen Innsbrucker Straße im Westen und Astrid-Lindgren-Straße im Osten.

Eine Bebauung in der Stadtbahnwendeschleife könnte Wohnraum schaffen, der zentral angebunden und mit dem übrigen Quartier eng verzahnt ist. Der Bereich, der heute eher als Ende des Stadtteils Vauban wahrgenommen wird, würde einen städtebaulichen Akzent erhalten. Jedoch sollte eine Bebauung möglichst nicht die Freiraumnutzung im direkten Umfeld der Wendeschleife beeinträchtigen. Herausforderungen bei der Planung sind die Lärmsituation aufgrund der Stadtbahn und der unmittelbar angrenzenden Eisenbahntrasse, die verkehrliche Erschließung und die vorliegenden Boden- und Grundwasserverhältnisse.

Was wurde bisher gemacht?

Im Laufe des Jahres 2017 wurden viele Informationen zu den Umweltbelangen erhoben. Dazu gehörten u.a. Erfassungen der vorkommenden Tiere und Pflanzen sowie Untersuchungen zu Bodenbeschaffenheiten, Wasserständen, Lärm oder Erschütterungen. Diese Informationen lieferten wichtige Grundlagen für die anschließend durchgeführte Machbarkeitsstudie. Die Studie prüfte, ob und wie eine Bebauung machbar wäre. Um dabei nicht zu sehr in die Höhe zu bauen, aber auch keine Abstriche bei der Anzahl der Wohnungen machen zu müssen, wurde neben der ursprünglich geplanten Stadtbahnwendeschleife auch die nebenan liegende Buswendeschleife einbezogen.

Wichtige Vorgaben für die Studie waren:

  • Es soll preiswerter Wohnraum geschaffen werden.
  • Die Bebauung muss an die umgebende Lärm- und Erschütterungsproblematik angepasst sein.
  • Die Neubebauung soll sich an den bestehenden Gebäudehöhen im Quartier Vauban orientieren und diese nicht überschreiten.
  • Der laufende Betrieb beider Wendeschleifen muss gewährleistet bleiben.
  • Der Gehölzstreifen an der südwestlichen, parallel zum Dorfbach laufenden Grünfläche ist möglichst zu erhalten.
  • Der Bolzplatz als ein wichtiger sozialer Treffpunkt sowie die Fläche südöstlich der Buswendeschleife, die für ein Urban-Gardening-Projekt genutzt wird, sollen erhalten bleiben.

Das zusammenfassende Ergebnis der Machbarkeitsstudie für die beiden Wendeschleifen ist: Eine Wohnbebauung ist prinzipiell machbar. Und dieses auch im Hinblick auf die Schaffung von preiswerten Wohnungen. Eine Herausforderung bliebe, dass aufgrund des Umgebungslärms Einbußen hingenommen werden müssten. Weiterhin könnte aufgrund der geringen Grundstücksgrößen nur auf den Dächern ein kleiner Teil an neuen Freiflächen entstehen.

Zu Beginn der Flächenprüfung und zu einem Zwischenstand der Studien wurden der Stadtteilverein Vauban und auch der Bürgerverein Freiburg St. Georgen als direkt angrenzender Stadtteil über die Planungen informiert. Beide Vereine haben sich gegen eine Bebauung der Wendeschleife ausgesprochen. Im Mai 2018 hat der Stadtteilverein Vauban rund 600 gesammelte Unterschriften aus dem Stadtteil gegen eine Bebauung an die Stadtverwaltung übergeben.

Weiteres Vorgehen

Um mit der Wohnraumentwicklung gleichzeitig auch die Freiräume zu verbessern, soll diese ProWo-Fläche in einem größeren Kontext vertieft untersucht werden. Der Gemeinderat hat die Verwaltung daher mit der Aufstellung eines Rahmenkonzepts beauftragt. Das Rahmenkonzept greift neben möglichen Wohnflächen auch noch andere Fragestellungen auf. Hierbei können dann sowohl der zukünftige neue S-Bahnhaltepunkt sowie die potentielle Stadtbahnverlängerung Richtung St. Georgen vertieft untersucht werden. Das Freiraumangebot für die Stadtteile St. Georgen und Vauban soll quantitativ und qualitativ untersucht werden. Anschließend soll die Bedeutung der Wendeschleife Vauban als potenzielle Wohnbaufläche neu bewertet werden.

In die Erstellung des Rahmenkonzepts wird eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eingeplant. Die Projektgruppe Neue Wohnbauflächen wird im weiteren Verlauf auf ihrer Internetseite informieren.
Hintergründe und weitere Informationen: Drucksache G-18/127

Kontakt

Projektgruppe
Neue Wohnbauflächen
(ProWo)
Dezernat V
Stadtplanungsamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg

ProWo@stadt.freiburg.de

Weiterführende Informationen

Kommunales Handlungsprogramm Wohnen in Freiburg
www.freiburg.de/wohnprogramm

Fachkonferenz Wohnen 2019 (4,384 MB)

Downloads

Gemeinderat vom 13.11.2018:
Offenlagebeschluss Zähringen Nord 1. Teilbebauungsplan
Vorlage G-18/129

Gemeinderat vom 27.11.2018:
Stand der Flächenentwicklung und weiteres Vorgehen
Vorlage G-18/127

Bauauschuss vom 19.09.2018:
Frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung "Neue Messe und Grüne Mitte"
Vorlage BA-18/013

Bauausschuss vom 13.06.2018:
Wettbewerb Stühlinger West
Vorlage BA-18/005

Bauauschuss vom 7.03.2018:
Frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung „Zähringen Nord“
Vorlage BA-18/003

Änderung des Flächennutzungsplans 2020 „Zähringen Nord“
Vorlage BA-18/002

Gemeinderatssitzung vom 25.07.2017:
Weiteres Vorgehen Stühlinger West
Vorlage G-17/072

Bauausschuss vom 3.5.2017:
Bebauungsplan Zähringen Nord
Vorlage BA-17/005

Erläuterungspapier
Neue Wohnbauflächen (1,452 MB)

Gemeinderatssitzung vom 15.11.2016:
Vorkaufssatzungen für Zähringen-Nord und Littenweiler
Vorlage G-16/238

Gemeinderatssitzung vom 18.10.2016:
Aktueller Stand neue Wohnbauflächen
Vorlage G-16/177

Gemeinderatssitzung vom 21.6.2016:
Kooperatives städtebauliches Entwicklungsverfahren Zähringen-Nord
Vorlage G-16/088

Gemeinderatssitzung vom 10.5.2016:
Aufstellungsbeschluss Stühlinger West
Vorlage G-16/062

Gemeinderatssitzung vom 15.12.2015:
Neue Wohnbauflächen
Vorlage G-15/218