Menschen können Notunterkünfte verlassen

Neue Wohnheime für Geflüchtete bezugsfertig

Ein Ende der Notunterkünfte für geflohene Menschen ist in Sicht. Denn nach knapp fünf Monaten Bauzeit ist die städtische Unterkunft in der Ingeborg- Drewitz-Allee im Rieselfeld demnächst bezugsfertig.

Die neue Wohnanlage Längenloh verbindet Wohnen und ehrenamtliches Engagement (Foto: A.J.Schmidt)

Ihr folgen in den kommenden Wochen die neuen Wohnheime in der Merzhauser Straße, am Kappler Knoten, in der Zinkmattenstraße und der Bötzinger Straße 50a. In diese fünf festen Unterkünften werden die Bewohnerinnen und Bewohner der Notunterkünfte in der Waltershofener Straße, in der Lörracher Straße, der Haslacher Straße und der Stadthalle nach und nach umziehen. Wie bisher sollen auch die Wohnheime gemischt mit Familien und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft belegt werden. Außerdem wird bei dem Umzug berücksichtigt, dass Kinder, die bereits eine Schule besuchen, diese nicht wechseln müssen.

Im Vergleich zu Notunterkünften sind reguläre Wohnheime im Betrieb günstiger. In Planung ist nun nur noch die Unterkunft in der Wirthstraße. Sie war wie die anderen Holzbauten in der Gundelfinger Straße, der Merzhauser Straße und in Tiengen konzipiert worden und sollte mit einer schnell zu installierenden Stromheizung ausgestattet werden. Da aktuell weniger Schutzsuchende nach Freiburg kommen und die Unterkunft nicht zeitnah benötigt wird, wird geprüft, ob das Energiekonzept verändert werden kann. So könnte die Wärmeversorgung aus dem direkt in der Nachbarschaft stehenden Blockheizkraftwerk kommen. Weitere Unterkünfte sind derzeit nicht in Planung.

Innovatives Wohnprojekt für Studierende und Geflüchtete

Außerdem ist es der Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk Freiburg- Schwarzwald gelungen, in der Wohnanlage Längenloh im Stadtteil Zähringen zum Wintersemester ein neues Wohnprojekt zu gestalten: Studierende und Geflüchtete sollen in der Anlage miteinander wohnen und leben.

Dazu ziehen am 15. Oktober rund 70 deutsche und internationale Studierende in zwei Gebäude der Anlage in der Gundelfinger Straße ein, in denen 160 Flüchtlinge wohnen. Die Studierenden haben dort die Möglichkeit, in bereits geplanten Projekten wie der Fahrradwerkstatt oder dem Stadtteilgarten mitzuhelfen oder neue Projekte wie Tandempartnerschaften, Sportangebote, Deutschkurse oder Projekte nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln und anzubieten. Damit wird dem Wunsch vieler Studierender nachgekommen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Veröffentlicht am 09. September 2016