Bekanntgaben

Landwirtschaftliche Nutzung von Gewässerrandstreifen – Änderungen ab 01.01.2019

Gewässerrandstreifen sind gesetzlich festgelegte und geschützte Bereiche, die an ein oberirdisches Gewässer angrenzen. Der Gewässerrandstreifen beträgt im Innenbereich 5 m und im Außenbereich 10 m. Gewässerrandstreifen dienen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer, der Wasserspeicherung und der Sicherung des Wasserabflusses. Die wichtigste Funktion des Gewässerrandstreifens im Außenbereich ist die Verminderung von Stoffeinträgen in die Gewässer.
Innerhalb des Gewässerrandstreifens sind Bäume und Sträucher zu erhalten, soweit die Beseitigung nicht für den Ausbau oder die Unterhaltung, zur Pflege des Bestands oder zur Gefahrenabwehr erforderlich ist.
Außerdem sind verschiedene Verbote zu beachten:

  • Umwandlung von Grünland in Ackerland
  • Entfernen standortgerechter Bäume und Sträucher
  • Neuanpflanzung nicht standortgerechter Bäume und Sträucher
  • Errichtung baulicher und sonstiger Anlagen, soweit sie nicht standortgebunden oder wasserwirtschaftlich erforderlich sind
  • Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
  • nicht nur zeitweise Ablagerung von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern oder fortgeschwemmt werden können

Ab dem 01. Januar 2019 gilt außerdem noch folgendes Verbot:
In dem an das Gewässer angrenzenden Bereich von 5 m ist die Nutzung als Ackerland grundsätzlich verboten. Hiervon ausgenommen sind die Anpflanzung von Gehölzen mit Ernteintervallen von mehr als zwei Jahren sowie die Anlage und der umbruchlose Erhalt von Blühstreifen in Form von mehrjährigen nektar- und pollenspendenden Trachtflächen für Insekten.
 
Zur Erläuterung der Vorgaben verweisen wir auf das Merkblatt „Gewässerrandstreifen in Baden-Württemberg – Anforderungen und praktische Umsetzung für die Landwirtschaft“. Dieses kann unter www.ltz-bw.de (Aktuelles) heruntergeladen werden.


Allgemeinverfügung Reblaus

Maßnahmen zur Bekämpfung der Reblaus an verwilderten Reben in den Weinbaugemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und im Stadtkreis Freiburg.
Den Text der Allgemeinverfügung, das Formular zur Anzeige und Dokumentation der Bekämpfung der Reblaus sowie die Broschüre "Maßnahmen zur Bekämpfung der verwilderten Reben" finden sie hier


Kontakt

Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
79106 Freiburg
Telefon (07 61) 2 01-61 01
Fax (07 61) 2 01-61 99