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Bebauungspläne im Verfahren

Stadtbahn Waldkircher Straße

Plan-Nr. 2-111

Stadtteil Brühl

Bebauungsplan Stadtbahn Waldkircher Straße

Ziel der Planung:

Die Stadtverwaltung plant die Verlegung der Stadtbahnstrecke von der Komturstraße in die Waldkircher Straße. Die Stadtbahntrasse in der Komturstraße stammt aus der Nachkriegszeit, ist in einem schlechten baulichen Zustand, und entspricht nicht den heutigen Anforderungen an Attraktivität und Sicherheit. Die Haltestellen Eichstetter Straße und Komturplatz sind nicht barrierefrei. Eine Verlegung in die Waldkircher Straße bietet sich im Zuge der Entwicklung des Güterbahnhofgeländes an. Die Verlegung verbessert die Erschließung der städtischen Quartiere. Eine gute ÖPNV-Anbindung ist gerade auch für das Güterbahnhof-Areal sehr wichtig.

Ausführliche Informationen unter

Die Neuplanung der Waldkircher Straße erfolgt gemäß den Zielen der Freiburger Verkehrspolitik:

attraktiver Stadtbahnverkehr: kurze Reisezeiten, sicherer und störungsfreier Verkehrsablauf, Barrierefreiheit, grundsätzlich priorisiert. Zum Erreichen dieses Zieles ist die Führung der Stadtbahn soweit wie möglich auf eigenem Gleiskörper erforderlich.
Attraktive und sichere Radverkehrsanlagen. Die Waldkircher Straße ist im „Radkonzept 2020“ als Rad-Vorrang-Route ausgewiesen.
Abwicklung des erforderlichen Kfz-Verkehrs auch zu Spitzenzeiten in ausreichender Qualität.
Sichere und attraktive Anlagen für den Fußverkehr, mit besonderem Augenmerk auf Belange der Barrierefreiheit.
der Straßenentwurf hat die Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen und soll soweit wie möglich den Straßenraum aufwerten.

Plankonzept:
 
Das vorliegende Konzept sieht die Anlage eines eigenen Gleiskörpers von Einmündung Rennweg bis zum Knotenpunkt Isfahanallee vor. Danach folgt ein kurzer Abschnitt mit dynamischem Gleiskörper bis zum Knotenpunkt Zähringer Straße. Mittels geeignetem Straßenentwurf und Lichtsignalsteuerung kann sichergestellt werden, dass die Stadtbahn priorisiert und somit  weitestgehend unbehindert in die Streckenabschnitte einfährt.
 
Die beiden Knotenpunkte Kaiserstuhlstraße und Neunlindenstraße werden deutlich umgestaltet, indem die heute vorfahrtsgeregelten Einmündungen durch Kreisverkehre ersetzt werden (mit signaltechnischer Sicherung der Stadtbahn). Damit wird ein guter Verkehrsablauf mit wenig Halten für alle Verkehrsträger erreicht, und alle Abbiegebeziehungen bleiben aufrecht erhalten.
 
Im neuen Streckenverlauf werden zwei Haltestellen angelegt in einem Abstand von etwa 400 m. Das Einzugsgebiet deckt den Bereich zwischen der Haupt- und der Güterbahn einerseits und Hauptfriedhof und Hornusstraße andererseits ab. Die Haltestellen werden im Planungsprozess als „Güterbahnhof-Süd“ und „Güterbahnhof-Nord“ bezeichnet.
 
Wegen der Bedeutung der Strecke für den Radverkehr (Rad-Vorrang-Route Nr. 3) werden Radverkehrsanlagen in der Regel mit einer Breite von 2,00m plus Sicherheits-Trennstreifen zu Parkstreifen vorgesehen. Im Abschnitt Isfahanallee bis Zähringer Straße ist die Flächenverfügbarkeit allerdings sehr eingeschränkt, hier ist in der Abwägung aller Belange die genaue Flächenaufteilung in der weiteren Entwurfsbearbeitung detailliert auszuarbeiten.
 
Für den Kfz-Verkehr wird analog zur Situation im Bestand ein durchgehender Kfz-Fahrstreifen pro Richtung angelegt mit Aufweitungen an Knotenpunkten. Die Knotenpunkte wurden in einer Verkehrsuntersuchung im Hinblick auf Qualität des Kfz-Verkehrsablaufs in der morgendlichen und abendlichen Spitzenstunde untersucht. Es zeigten sich an den meisten Fahrtbeziehungen gute Verkehrsqualitäten, einzelne Fahrtbeziehungen sind ausreichend.
 
Für den Fußverkehr wird die Situation deutlich verbessert. An allen wichtigen Querungsstellen werden sichere Querungsmöglichkeiten in Form von Lichtsignalanlagen oder Fußgängerüberwegen eingerichtet.

Zeitplan und Zusammenhang mit weiteren Projekten

Das Projekt soll mit Inbetriebnahme der Stadtbahn Ende 2022 fertig gestellt sein. Offenlagebeschluss des Bebauungsplans ist für Mitte 2018, Satzungsbeschluss für 2019 vorgesehen. Anschließend erfolgen Ausführungsplanung und Bauausführung.

Das Projekt steht in einem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Projekt „Ausbau B 3-Umfahrung Zähringen“. Dieses Projekt sieht vor, die stadtauswärtigen Verkehre von der Zähringer Straße in den Korridor der heutigen stadteinwärtigen Führung der B3 zu verlegen, um das Güterbahnhofareal besser anzuschließen und um Zähringen sowie weitere Teile des Stadtgebiets von Kfz-Verkehr zu entlasten. Das Projekt B3 wird zeitlich später als das Projekt Stadtbahn Waldkircher Straße realisiert. Mehr Informationen siehe hier.

Bekanntmachung vom 06.07.2017 (425 KB)

Aufstellungsbeschluss: 17.06.2015

Formlose Darlegung:
04.07.2016 - 05.08.2016

Informationsveranstaltung:
07. Juli 2016 / 30. Juni 2017

Offenlagebeschluss:
26.06. 2018

Offenlage:
16.07.2018 - 17.08.2018

Satzungsbeschluss:

Offenlagebeschluss

  • Beschlussvorlage  G-18/028 mit Anlagen
    1. Lage des Plangebiets
    2. Bebauungsplan (Entwurf)
    3. Textliche Festsetzungen (Entwurf)
    4. Satzung (Entwurf)
    5. Begründung (Entwurf)
    6. Umweltbericht (Entwurf)
    7. Übersicht über den Umgang mit den während der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen
    8. Grunderwerbsverzeichnis
    9. Protokoll der frühzeitigen Beteiligung
  • Leitungspläne (46,215 MB)

Gutachten


Drucksachen

  • Beschlussvorlage BA-12/026 mit Anlagen
    1. Lage des Plangebiets
    2. Geltungsbereich des Bebauungsplans
    3. Protokoll der Umwelterheblichkeitsprüfung
    4. Ermittlung des Kostenrahmens
  • Bebauungsplan (4,691 MB) (3 Pläne)
  • Beschlussvorlage G-18/028 mit Anlagen
     1. Lage des Plangebiets
     2. Bebauungsplan (Entwurf)
     3. Textliche Festsetzungen (Entwurf)
     4. Satzung (Entwurf)
     5. Begründung (Entwurf)
     6. Umweltbericht (Entwurf)
     7. Übersicht über den Umgang mit den während der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen
     8. Grunderwerbsverzeichnis
     9. Protokoll der frühzeitigen Beteiligung

Termine