Umgestaltung des Rotteckrings

Kronenbrücke

Neubau an der Dreisam

Ausführliche Untersuchungen haben ergeben, dass es aus statischen Gründen nicht möglich ist, die neuen Stadtbahngleise über die bestehende Kronenbrücke zu führen. Ebenso ist es aus verschiedenen bautechnischen Gründen nicht möglich, die Stadtbahn auf einer zusätzlichen Brücke innerhalb des bisherigen Ovals zu führen. Angesichts des großen Sanierungsbedarfs der in den 1960er Jahren erstellten Brücke ist das Fazit der Voruntersuchungen, dass zur Überführung der Stadtbahn Abriss und Neubau der Brücke am Wirtschaftlichsten sind.

Bestand (Foto: Stadt Freiburg)

Mit dem Neubau der Brücke wird die bisherige eiförmige Verkehrsführung durch eine gerade Straßenraumführung ersetzt, die für Verkehrsteilnehmer einfacher zu begreifen ist, und ein kleineres, wirtschaftlicheres Brückenbauwerk möglich macht.

Die neue Brücke bekommt wie die bisherige Brücke eine Lichtöffnung in der Mitte: Zum einen, um die Lichtsituation für den Fuß- und Radverkehr entlang der Dreisam zu verbessern, zum anderen, weil sich damit der Bauablauf erheblich vereinfacht.



Die Verkehrsströme auf der neuen Kronenbrücke werden übersichtlicher. Und obwohl das neue Bauwerk deutlich kompakter ausfällt, haben vor allem Radler künftig wesentlich mehr Platz.(Visualisierung: Leonhardt, Andrä und Partner)​

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Plankonzept Kronenbrücke
Durch die Reduzierung der Verkehrsflächen wird die Situation für Radfahrer und Fußgänger überschaubarer. Für den Rad- und Fußverkehr werden sichere und attraktive Verbindungen geschaffen

Gleise der Stadtbahn in Mittellage, neben der Lichtöffnung


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jeweils ein Linksabbiege- und ein Geradeaus-Fahrstreifen pro Richtung für den Kraftfahrzeugverkehr


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Radfahrstreifen


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Gehwege


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Kreisverkehr Wilhelmstraße
Um den Verkehr bei der Einfahrt in die Wilhelmstraße zu bremsen und die Verkehrsführung zu verdeutlichen, wird an der Einmündung Wilhelmstraße / Faulerstraße ein Kreisverkehr gebaut.


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Einmündung Gartenstraße
Die Gartenstraße bleibt für den Kfz-Verkehr Einbahnstraße, wird aber für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet und verkehrssicher an die Kronenbrücke angeschlossen.


Verkehrsführung während des Neubaus

Radverkehr während der Bauzeit
Autoverkehr während der Bauzeit

Bauablauf

Februar 2015 bis Sommer 2017

Die heutige Verkehrsführung auf der Kronenbrücke.
Bauphase 0: Die Kronenbrücke wird gesperrt, die Verkehrsinseln im südlichen Teil umgebaut, die Radwegrampe verbreitert und der Kiosk abgerissen.
Bauphase 1: Die Baustelle wird eingerichtet, die Treppen abgebrochen und der Bau der Radwegrampe auf der Süd-West Seite vorbereitet.
Bauphase 2: Die Baustraße wird hergestellt, die Baugrube ausgeschachtet und der Bau der Behelfsbrücke vorbereitet.
Bauphase 3: Die Hilfsgründung für das Abbruch- und Traggerüst unter der Brücke und die Träger für die Baugrubensicherungen werden hergestellt, die Behelfsbrücke wird montiert.
Bauphase 4: Bau des Abbruch- und Traggerüsts, Abbruch der Kronenbrücke.
Bauphase 5: Die Baustellenrampe wird verlängert, die Baugruben ausgehoben und die Widerlager abgebrochen.
Bauphase 6: Die Tiefgründungen für die Brücke werden hergestellt.
Bauphase 7: Die Widerlager werden gebaut, die Baugrubensicherung zurückgebaut und das Traggerüst für den Bau der Brückenplatten vorbereitet.
Bauphase 8: Die Stahlunterspannung wird montiert, das Traggerüst ergänzt und mit dem Überbau begonnen.
Bauphase 9: Das Traggerüst wird abgebaut, die Brücke abgedichtet und der Asphalt aufgetragen.
Bauphase 10: Fußgänger und Radverkehr werden auf die Kronenbrücke verlegt, die Uferbefestigung und der Dreisamuferradweg neu gemacht.
Bauphase 11: Fußgänger und Radverkehr werden zurück auf die Behelfsbrücke verlegt, Straßen- und Gleisbauarbeiten auf und hinter der neuen Brücke.
Bauphase 12: Das Baufeld an der Kronenbrücke wird verkleinert, die Baufelder südlich und nördlich der B31 eingerichtet, Straßen- und Gleisbau südlich und nördlich der B31, die Behelfsbrücke wird rückgebaut.
Die neue Kronenbrücke im fertigen Zustand.