Industriegebiet Nord

Das im Norden der Stadt gelegene Industriegebiet ist ca. 300 ha groß. Es liegt verkehrsgünstig zwischen den beiden Autobahnanschlüssen Freiburg-Mitte und Freiburg-Nord (A5) und verfügt neben einem direkten Anschluss an den ÖPNV auch über einen Flugplatz.

Das Industriegebiet Nord ist Standort von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben. Das Gebiet wird geprägt von Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung; neben der technischen Fakultät der Universität Freiburg, fünf Fraunhofer-Instituten und dem BioTechPark hat auch das Max-Planck-Institut für Immunbiologie seinen Sitz im Industriegebiet. Außerdem hat hier die Messe Freiburg ihren Standort.


Klimaschutz und Energieeffizienz im Industriegebiet Nord

Im Industriegebiet Nord werden 20% des Stroms in Freiburg verbraucht und 10% der CO2-Emissionen in der gesamten Stadt verursacht. Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Freiburg, badenova, Fraunhofer ISE und FWTM einen neuen Ansatzpunkt im Rahmen des Konzepts "Green City Freiburg" entwickelt: Mit der im Februar 2014 gestarteten Initiative "Green Industry Park Freiburg" soll gemeinsam mit den örtlichen Unternehmen das größte und älteste Freiburger Industriegebiet in ein zukunftsweisendes, nachhaltiges, energie- und ressourceneffizientes Industriegebiet mit bundesweitem Modellcharakter entwickelt werden, mit der sich die Unternehmen identifizieren können. Dabei geht es um die Vernetzung von engagierten Unternehmen und einzelbetrieblichen Lösungen, die gemeinsame Entwicklung neuer, innovativer Projekte und Modellvorhaben sowie das Aufzeigen und Nutzen von Einsparpotenzialen und Kooperationsmöglichkeiten.
Weitere Informationen zum Green Industry Park finden Sie hier.


Steckbrief:

  • ca. 300 ha Gewerbefläche
  • ca. 510 Betriebe mit ca. 12.000 Beschäftigten
  • günstige Verkehrsanbindung an die A5 sowie an den ÖPNV
  • stark vertreten: innovative Forschung und Entwicklung sowie Produktionsbetriebe
  • größte Unternehmen/ Einrichtungen: Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Pfizer Deutschland GmbH, Micronas GmbH, Rhodia GmbH
  • Standort der Messe Freiburg
  • verfügt über einen Flugplatz
  • Breitbandversorgung (siehe Karte)


Industriegebiet

Industriestandort
Das größte und älteste Industriegebiet Freiburgs erstreckt sich über eine Fläche von ca. 300 ha. Hier haben sich international produzierende Unternehmen - darunter Rhodia GmbH (Spezialchemikalien), Micronas GmbH (Mikrochiptechnologie) und Pfizer Deutschland GmbH (Pharmazeutika) - niedergelassen.

Forschungsstandort
Der größte Energieversorger Südbadens, die badenova AG & Co. KG, hat ebenso wie das Max-Planck-Institut für Immunbiologie, das Solar-Info-Center, der BioTechPark, fünf Fraunhofer-Institute (IAF, EMI, IPM, ISE, IWM), das Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft (HSG-IMIT) sowie die Technische Fakultät der Universität ihren Sitz im Gewerbegebiet Nord.
Viele innovative Unternehmen prägen das Bild Freiburgs als Standort von Life Sciences, Umweltwirtschaft und innovativer Forschung und Entwicklung.

Handelsstandort
Zahlreiche Autohäuser und die Niederlassung des TÜV Süd prägen den westlichen Teil, der auch als "Automeile Nord" bekannt ist. Angrenzend befindet sich die sogenannte "Möbelmeile" mit Möbelhäusern wie XXXL, IKEA, Möbel Braun und Roller sowie die Messe Freiburg.

Größte Arbeitgeber (ungefähre Anzahl der Beschäftigten)

  • Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE (1.400)
  • Pfizer Deutschland GmbH (1.000)
  • Micronas GmbH (900)
  • Rhodia GmbH (880)
  • Alexander Bürkle (650)
  • badenova AG & Co.KG (600)
  • Technische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität (490)
  • IKEA (320)
  • Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenik (300)
  • Möbel Braun (280)
  • XXL-Lutz (250)

Lage

Das Industriegebiet liegt im Norden der Stadt, ca. 4 km von der Innenstadt entfernt. In den benachbarten Stadtteilen (Mooswald, Brühl und Zähringen) finden Arbeitnehmer Wohnraum mit einem kurzen Weg zu ihrem Arbeitsplatz.


Besonderheiten

Das Industriegebiet Nord ist das größte planungsrechtlich ausgewiesene Industriegebiet in Freiburg.

Im InnovationsZentrum Nord, dem BioTechPark Freiburg und dem Industriepark Rhodia bestehen Möglichkeiten für innovative Unternehmen Büroflächen und Labore in unterschiedlichen Größen preisgünstig zu mieten.

Das Gebiet verfügt flächendeckend über ein Netz aus modernen Glasfaserleitungen, die eine sehr gute Breitbandversorgung gewährleisten. Standardmäßig liegt die Übertragungsrate bei bis zu 1 GBit/s. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit diese Übertragungsrate zu optimieren.

Der BioTechPark Freiburg bietet zudem ein komplett eingerichtetes Start-up Labor, das projektbezogen oder zeitlich begrenzt angemietet werden kann. Aber auch etablierte Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Pharmazie und angrenzender Gebiete schätzen den BioTechPark als optimalen Unternehmenssitz. Die im BioTechPark ansässigen Unternehmen werden in die BioRegio Freiburg und das trinationale Netzwerk BioValley eingebunden. Weitere Informationen unter www.biotechpark.de

Prägend für das Bild des Industriegebietes ist außerdem die Messe Freiburg. Mit dem Standort im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz zieht sie jährlich mehr als eine halbe Million Besucher an. Rund 35 Messen, Ausstellungen und Events pro Jahr machen die Messe zum Handels- und Veranstaltungstreffpunkt der Region. Weitere Informationen unter www.messe.freiburg.de

Der Großmarkt in der Robert-Bunsen-Straße stellt für zahlreiche Händler und Verkäufer das Frischezentrum der Region dar. Auf 2 ha gehen frische regionale Produkte wie Obst und Gemüse aber auch Wein, Blumen, Kartoffeln, Teigwaren und vieles mehr über die Theke. Sonn- und Feiertags verwandelt sich das ca. 2 ha große Areal in einen Verkehrsübungsplatz. Weitere Informationen unter www.grossmarkt-freiburg.de

Im Jahr 1996 wurde die Interessensgemeinschaft (IG) Nord gegründet, heute hat sie rund 150 Mitglieder. Die IG versteht sich als Sprachrohr und Informations- und Kommunikationsplattform für Mitglieder und Interessenten. Weitere Informationen unter www.industriegebiet-freiburg-nord.de.


Historie / Entwicklung

Der Grundstein des Industriegebiets Nord wurde bereits 1905 mit der Eröffnung des Güterbahnhofs gelegt. Ab 1914 wurde das Gebiet schrittweise erbaut, je nach Bedarf auf der Grundlage von verschiedenen Teilbebauungsplänen.

Mit der Ansiedlung der Deutschen Rhodiaceta AG (heute Rhodia) im Jahre 1927 war der Grundstein für die industrielle Entwicklung gelegt. Noch heute ist die Rhodia mit 50 ha größte Grundstückseigentümerin im Industriegebiet Nord.

Im Laufe der Jahre hat sich das älteste Industriegebiet Freiburg zu einem innovativen und dynamischen Gebiet entwickelt, das viele auf Wissenschaft und Forschung spezialisierte Unternehmen beheimatet. Besonders in den letzten Jahren haben sich hier zahlreiche Unternehmen der IT- und der Biotech-Branche angesiedelt.

Ein zukünftiges Projekt wird es sein, die energetische Versorgung im Industriegebiet nachhaltig zu optimieren. Dazu soll die Energieversorgung durch Biogas gefördert werden.


Verkehrsanbindung

Straße:
Durch den vierspurigen Ausbau der Mooswaldallee ist das Industriegebiet Nord optimal an die A5 (Karlsruhe-Basel) und an alle anderen Freiburger Gewerbegebiete angebunden. Das Industriegebiet ist zudem an die B 31(Ost-West) und die B 3 (Nord-Süd) angeschlossen.

ÖPNV:
Dank verschiedener Buslinien und der Breisgau-S-Bahn mit der Haltestelle Neue Messe/Universität verfügt das Industriegebiet über einen direkten Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Im Jahre 2016 wird zudem die neue Straßenbahnlinie zur Messe mit Haltestellen an der 11. Fakultät in Betrieb genommen, was die ÖPNV-Anbindung des Gebietes noch einmal deutlich verbessern wird.

Betriebsräte, Personalräte und betriebliche Umweltgruppen haben 1991 die Arbeitsgemeinschaft "Umweltfreundlich zum Betrieb" gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich für den umweltfreundlichen Berufsverkehr ein. Betriebe, die ein solches Umwelt-Verkehrs-Programm praktizieren, wird das Öko-Verkehrs-Siegel durch die Arbeitsgemeinschaft „Umweltfreundlich zum Betrieb“ sowie dem Verkehrsdezernat der Stadt Freiburg und den Landratsämtern Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen verliehen. Weiter Informationen unter: www.umweltfreundlich-zum-betrieb.de

Mit dem City-Flugplatz-Freiburg verfügt das Industriegebiet Nord neben Schienen und Straße über eine schnelle Verkehrsanbindungen an die Zentren Europas. Er ist für gewerbliche und private Flüge bis 10 t Startgewicht zugelassen. Weitere Informationen unter www.city-flugplatz-freiburg.de

Dank des 70 km südlich gelegenen Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg sind auch internationale Destinationen/Ziele gut erreichbar


Freie Flächen

Das Industriegebiet Nord wird in südlicher Richtung auf der Fläche des alten Güterbahnhofs um ca. 21 ha Nettobaufläche erweitert. An diesem Standort ist ein Gewerbegebiet für kleine und mittelständische Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen sowie die Verbindung von Gewerbe- und Wohnnutzung. Nähere Informationen finden Sie hier.