Baum des Jahres 2018

Ess- oder Edelkastanie

In diesem Jahr wurde vom Kuratorium der Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung die Ess- oder Edelkastanie (Castanea sativa) zum Baum des Jahres 2018 ausgerufen. Ein Gehölz, das vor allem durch die stärkehaltigen Maronen bekannt ist und aufgrund seiner praktischen und kulinarischen Eigenschaften überzeugt.  Castanea war die Bezeichnung der Römer für die Ess-Kastanie. Ursprünglich in Kleinasien und Südeuropa beheimatet gelangte sie unter anderem durch die Römer vor gut 2000 Jahren nach Norden, wo sie vor allem in den klimabegünstigten Lagen von Rhein, Nahe, Mosel und Saar sehr verbreitet ist. In unserer Region findet man die Esskastanie vornehmlich an den Westhängen des Schwarzwaldes (Ortenau) und am Ostrand des Pfälzerwaldes. Zwei imposante 200 Jahre alte Exemplare von Esskastanien finden sich an der Lorettokapelle in Freiburg.Vor allem in den Weinanbaugebieten wurde die Esskastanie gerne verwendet, liefert sie doch ein Holz, dass mit der Robinie eines der dauerhaftesten Hölzer in Europa ist und bis heute Einsatz findet als Rebpfähle, für Fassdauben aber auch im Hausbau und Lawinenschutz und im Staketenzaun für den Garten. Aber auch als Solitär ist die Esskastanie, die eine Höhe bis zu 15-30 m Höhe erreichen kann, ein sehr zierendes Gehölz, das in Parks und Gärten Verwendung findet. Im Monat Juni - Juli erscheinen an der einhäusigen Pflanze die Blüten an den männlichen ca. 20 cm langen Ähren und verbreiten einen starken Duft. Über das Jahr erkennt man die Esskastanie gut an den großen, glänzenden, grobgesägten, lanzettlichen Blättern. Im Oktober erscheinen dann die Nussfrüchte, die als Maronen bekannt sind. Die im deutschen Sprachgebrauch verwandt erscheinenden Kastanien, haben botanisch unterschiedliche Wurzeln. Während die Esskastanie zu den Buchengewächsen zählt, ist die Rosskastanie mit den Seifenbaumgewächsen verwandt. Dank des hohen Stärkeanteils von 43 % waren die Maronen, bis zur Einfuhr der Kartoffel im 1647, ein Hauptbestandteil der Ernährung der Landbevölkerung vornehmlich der Bergregionen Südeuropas. Aufgrund der Tatsache, dass die Maronen glutenfrei sind, halten sie heute vermehrt Einzug auf dem alternativen Speiseplan. Zudem enthalten sie hohe Anteile an Vitamin B und Phospor.Aber auch unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels vermag die anpassungsfähige und wärmeresistente Edelkastanie zukünftig eine vielversprechende Gehölzart sein.

chteNr. Jahr Dt. Name Bot. Name Standort Stadtteil
1 2010 Vogelkirsche Prunus avium ECA-Siedlung Weingarten
2 2011 Elsbeere Sorbus torminalis Eschholzpark Stühlinger
3 2012 Europäische Lärche Larix decidua Fritz-Ginter-Park Zähringen
4 2013 Wild-Apfel Malus sylvestris Boelckestraße Unterwiehre
5 2014 Trauben-Eiche Quercus petraea Bollerstaudenweg
Wendeschleife VAG
Rieselfeld
6 2015 Feld-Ahorn Acer campestre Alter Messplatz Oberwiehre/Waldsee
7 2016 Winter-Linde Tilia cordata Grünanlage Moosweiher Landwasser
8 2017 Fichte
Picea abies Teichanlage Günterstal
9 2018 Edelkastanie-Marone Castanea sativa Friedhofstraße Stühlinger

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