Umgestaltung Habsburgerstraße

Das Projekt 

Die Umgestaltung der Habsburgerstraße ist eine der größten Baumaßnahmen in der Freiburger Nachkriegsgeschichte. Die Gründe: Die Gleise sind völlig marode und zwingen die Stadtbahnen schon seit Jahren zum Schneckentempo. Die Abwasserkanäle im Untergrund stammen noch aus Kaiser Wilhelms Zeiten. Und auch die Gestaltung des Straßenraums aus der Zeit der 50er-Jahre entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Kurzum: Eine Generalsanierung mit einer völligen Neugestaltung von „Hauskante bis Hauskante“ steht jetzt auf dem Programm. Das hat jedoch zur Folge, dass erstmals in der Geschichte Freiburgs eine bestehende Stadtbahnlinie für 21 Monate, also fast zwei Jahre, außer Betrieb genommen und durch Busse ersetzt werden muss.


AMTSBLATT

Schlussakkord nach 831 Tagen

Sonderbeilage des AMTSBLATTS zur Eröffnung der Habsburgerstraße vom 5. November 2010
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Planungsziele

Durch den Umbau der Stadtbahn Habsburgerstraße werden verschiedene städtebaulichen und verkehrliche Ziele verfolgt

  • Verbesserung der Situation für den ÖPNV (weniger Störungen im Stadtbahnbetrieb, ÖPNV-Beschleunigung, Erhöhung der Verkehrssicherheit)
  • Anlage von behindertengerechten und sicheren Stadtbahnhaltestellen
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer (z.B. durchgehende Anlage von Radfahrstreifen, abschnittsweise breitere Gehwege, Längsparkstände, Lieferzonen)
  • Verbesserung des Verkehrsablaufes für den Kfz-Verkehr (z.B. Ermöglichung der Einrichtung einer Grüner Welle, Trennung der Verkehrsarten)
  • Stärkung der Aufenthaltsqualität und damit auch der Attraktivität für Kunden des Einzelhandels
  • Aufwertung des Wohnumfelds durch breitere Seitenräume und Begrünung

Plankonzept

Das Plankonzept für den Umbau sieht vor, in Abhängigkeit der Flächenverfügbarkeit sowie der Randnutzungen die Stadtbahn auf besonderem Bahnkörper oder auf straßenbündigem Bahnkörper zu führen. Mit der gleichzeitigen Anlage von Radfahrstreifen gelingt es, Stadtbahnverkehr, Kfz-Verkehr und Radverkehr zu trennen und somit Verkehrsablauf und Verkehrssicherheit entscheidend zu verbessern.

Der besondere Bahnkörper ist für die Abschnitte Siegesdenkmal bis Rotlaubstraße/Jacobistraße sowie Schänzlestraße bis Stefan-Meier-Straße vorgesehen. Neben dem Bahnkörper werden eine durchgehende Fahrspur und ein Radfahrstreifen je Richtung sowie (wo erforderlich bzw möglich) Spurergänzungen für den Abbiegeverkehr an den Knotenpunkten angelegt.
Entlang des gesamten Straßenzuges ist vorgesehen - soweit die räumlichen Verhältnisses das zulassen - einen durch Bäume gegliederten Längsparkstreifen anzulegen.

Der dynamische Bahnkörper ist für den straßenräumlich engsten Bereich zwischen Rotlaubstraße/Jacobistraße und Schänzlestraße vorgesehen. Hier wurde eine an die örtliche Verhältnisse angepasste Lösung mit einem “dynamischen Bahnkörper” (vergleichbar Führung der Stadtbahn Haslach unter den Bahnbrücken in der Basler Straße) erarbeitet.

Im Abschnitt mit besonderem Bahnkörper sieht die Straßenraumgestaltung wie folgt aus: In der Straßenmitte befindet sich der Gleiskörper, der in den meisten Abschnitten als Rasengleis ausgebildet wird. Daneben befindet sich in jede Richtung eine Fahrbahn, die aus einem Fahrstreifen für den Autoverkehr und einem Radfahrstreifen besteht. Soweit es die Platzverhältnisse zulassen, werden am Fahrbahnrand Parkmöglichkeiten und Bäume angeordnet. Die Skizze zeigt beispielhaft den Querschnitt südlich der Deutschordenssstraße.

Im Abschnitt mit dynamischem Bahnkörper (Bereich zwischen Rotlaubstraße / Jacobistraße und Schänzlestraße) ist nicht genug Platz zur Trennung von Stadtbahn und Autoverkehr vorhanden, daher teilen sich im Entwurf Stadtbahn und Autoverkehr die Verkehrsfläche. Damit die Stadtbahn diesen Bereich trotzdem ohne Störungen passieren kann, fährt die Stadtbahn mit zeitlichen Vorsprung ein. Diese Lösung gibt es in Freiburg z.B. bei der Stadtbahn Haslach an der Bahnunterführung bei der Basler Straße und hat sich gut bewährt. Neben dem gemeinsamen Fahrstreifen werden seitlich Radfahrstreifen, Parkstreifen und Bäume angelegt. Als Besonderheit ist die Haltestelle Hauptstraße zu erwähnen, die als „Kap-Haltestelle“ vorgesehen ist, d.h. die Stadtbahn hält am Fahrbahnrand. Nur durch diese Lösung kann die Haltestelle Hauptstraße attraktiv und behindertengerecht ausgebaut werden. Einen weiteren kurzen Abschnitt mit dynamischem Bahnkörper gibt es am Knotenpunkt Siegesdenkmal.


Bauablauf

Für die Großbaustelle Habsburgerstraße ist eine Bauzeit von insgesamt 2 1/4 Jahren geplant. Informieren Sie sich hier über die wichtigsten Daten zum Bauablauf.

2008 2009 2010
A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O
Leitungsverlegungen
August 2008 bis Januar 2009
(6 Monate)
Leitungsverlegung im Zuge Kanalbau im Bereich der heutigen Haltestellen (Engstellen)
Umbau Glasbach
November 2008 bis Oktober 2009
(12 Monate)
Kanalbau
Februar 2009 bis Oktober 2009
(9 Monate)
Gleis- und Straßenbau
21. September 2009 bis November 2010
(14 Monate)
Stadtbahn außer Betrieb
Februar 2009 bis November 2010
(22 Monate)

Baustellen-Marketing

Entlang der rund 1,6 Kilometer langen Strecke haben annähernd 150 Gewerbetreibende und Freiberufler ihre Geschäftsräume. Um ihre Interessen so gut wie möglich zu wahren, hat der Gemeinderat die Ausarbeitung eines Marketingkonzepts beschlossen. Außerdem hat sich mittlerweile die Interessengemeinschaft Habsburgerstraße e.V. gegründet.


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IG Habsburgerstraße

Der Verein „Interessengemeinschaft Habsburgerstraße e.V.“ kümmert sich um die Anliegen der Gewerbetreibenden und Freiberufler, die in der Habsburgerstraße und den angrenzenden Seitenstraßen ansässig sind.


Planunterlagen


Ihre Ansprechpartner

Leiter:
Herr Franz Bühler (GuT)
Tel.: 0761/ 201-4530
franz.buehler@stadt.freiburg.de

Vertreter:
Herr Ralph Uhle (VAG)
Tel.: 0761/ 4511-239
ralph.uhle@vagfr.de

Teilprojektleitung

Freiburger Verkehrs AG
Stadtbahnbau
Herr Ralph Uhle
Tel.: 0761-4511-239
ralph.uhle@vagfr.de

Garten- und Tiefbauamt
Straßenbau
Herr Klaus Neidhart
Tel.: 0761-201-4532
klaus.neidhart
@stadt.freiburg.de

Abwasser Freiburg
Glasbach- / Kanalbau
Herr Eckhard Hohwieler
Tel.:0761-279-2016
eckhard.hohwieler
@badenova.de

badenova
Verlegung Erdgas-, Wasser-, Stromleitungen
Herr Karl Hilzinger
Tel.: 0761/ 279-2700
karl.hilzinger@badenova.de

FWTM
Baustellenmarketing
Herr Wolfgang Schwehr
Tel.: 0761/ 3881-806
wolfgang.schwehr@
fwtm.freiburg.de