Fördermittel vom Bund

Kühle Erholungsräume statt Hitzehotspots

Verdörrter Rasen im Colombipark
Im Colombipark, wo jetzt weihnachtliches Treiben herrscht, war die Hitze in diesem Sommer sicht- und spürbar (Foto: Seeger/Stadt Freiburg)

Hitze und Trockenheit belasten Freiburg zunehmend. Der Klimawandel bringt immer mehr extrem heiße Tage mit Temperaturen weit über 30 Grad. Freiburg setzt sich stark für den Klimaschutz ein, gleichzeitig wird auch an der Klimaanpassung gearbeitet. So sollen etwa so genannte kühlende Erholungsräume geschaffen werden. Dafür hat die Stadtverwaltung jetzt 180.000 Euro aus dem Bundesförderprogramm Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel erhalten.

Mit diesen Fördergeldern werden in einem ersten Schritt kleinräumig von Hitze betroffene Flächen in der Stadt identifiziert, an denen Verschattungsmaßnahmen wie beispielsweise Baumpflanzungen möglich sind. In einem zweiten Schritt werden dann kühlende Erholungsräume geplant und umgesetzt.

Freiflächen umgestalten und schattige Plätzchen schaffen

Ziel des Projektes ist es Freiflächen in der Stadt so umzugestalten, dass Menschen es dort an Hitzetagen besser aushalten können und geschützt werden. Dafür könnten beispielsweise durchgehend verschattete Wege geschaffen werden, etwa mit begrünten Pergolen oder schattenspendenden Bäumen mit kühlen Sitzmöglichkeiten. Denkbar sind auch Mittel wie Sprühanlagen, die für kühlenden Wassernebel sorgen.

Stadtgrün erhalten und erneuern

Stadtbäume und Grünflächen leiden ebenfalls unter dem Klimawandel. Gleichzeitig sind es gerade Bäume und Pflanzen, die Schatten spenden oder kühlend auf das Mikroklima wirken. Entsprechend sind Erhalt und die Erneuerung des Stadtgrüns ebenfalls Teil des Projekts. Ein intakter urbaner Biotopverbund fördert zudem die Artenvielfalt in der Stadt.

Als nächster Schritt folgt im nächsten Jahr eine Analyse, hier werden die Hitze-Hot-Spots des Klimaanpassungskonzeptes untersucht, mögliche Orte lokalisiert und kühlende Erholungsräume geplant. 2024 und 2025 geht es dann in die Umsetzung – und in Freiburg entstehen wertvolle, kühlende Erholungsräume.

Veröffentlicht am 30. November 2022
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