Aktionstage in Freiburg

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Freiburg beteiligt sich an der weltweiten Kampgne (Foto: motortion/stock.adobe.com)

Psychische, physische oder sexuelle Gewalt, Ungleichbehandlung im Beruf, Nötigung, Stalking oder Mord – es gibt viele Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Darauf macht das Freiburger Netzwerk gegen Gewalt an Frauen mit Aktionstagen vom 25. November bis zum 10. Dezember aufmerksam.

Unter dem Motto „Stopp Gewalt an Frauen“ sollen Aktionen im November das Thema in den Fokus rücken und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren. An 16 Tagen gibt es Vorträge und Lesungen, Filme, Theateraufführungen, Workshops, Plakat- und Fahnenaktionen, eine Podiumsdiskussion und viele andere Veranstaltungen.

Es geht zum Beispiel darum, wo und wie Gewalt gegen Frauen ausgeübt wird, was sie konkret bedeutet und was getan werden kann, um sie weltweit zu beenden. So wird auch darüber aufgeklärt, auf welche rechtlichen Grundlagen sich Frauen stützen und wie sie ihre Rechte durchsetzen können. „Niemand soll wegschauen, denn wir alle haben eine Verantwortung dafür, unser Zusammenleben friedlich, gerecht und gewaltfrei zu gestalten“, heißt es auf der Internetseite des Aktionsbündnisses.

Beginn der Aktionstage ist wie immer der 25. November – der Tag, an dem im Jahr 1960 drei dominikanische Regimegegnerinnen ermordet wurden. Seither gelten die Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik als Symbol für den Widerstand gegen die Diktatur. 1999 erklärten die Vereinten Nationen den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht der November so ganz im Zeichen des Selbstbestimmungsrechts von Frauen, welchem oft die Gewalt entgegensteht. Gefordert wird ein gewaltfreies Leben für alle Frauen in allen Ländern: für die iranische Frauenbewegung, für Frauen in Afghanistan, für Frauen auf der Flucht und für Frauen, denen das Recht auf Selbstbestimmung über ihre eigenen Körper abgesprochen wird, wie zuletzt in Polen, Ungarn oder den USA.

Das Freiburger Netzwerk gegen Gewalt an Frauen wurde vor zehn Jahren gegründet. Mit dabei sind die städtische Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Nichtregierungsorganisationen, Beratungsstellen andere Institutionen.

Weitere Infos zur Kampagne und zum Aktionsprogramm unter www.16days-freiburg.de und www.freiburg.de/frauenbeauftragte.

Dieser Artikel erschien in der Amtsblattausgabe Nr. 828, am 25.11.2022.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 24. November 2022