Abfallvermeidung

Freiburg arbeitet an einem Zero-Waste-Konzept

Schriftzug Zero Waste auf Jute
Wie können wir Müll vermeiden? Stadt und ASF arbeiten an einem Zero-Waste-Konzept und laden Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen zur Mitwirkung ein.

Freiburg ist Spitzenreiter beim Thema Mülltrennung, doch pro Kopf fallen immer noch jedes Jahr 113 Kilo Restabfall und Sperrmüll an. Wäre es möglich, noch mehr Müll zu vermeiden? Stadt und ASF arbeiten gerade gemeinsam an einem Zero-Waste-Konzept. Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen sind eingeladen, das Konzept aktiv mitzugestalten.

Endliche Ressourcen schonen

Um endliche Ressoucen zu schonen, muss das Thema Abfallvermeidung noch weiter gedacht werden. Zwar gibt es bereits Gesetze für den Bereich, weniger Plastiktüten im Einzelhandel etwa, das Verbot von Plastiktrinkhalmen und die Pflicht auch Mehrweggeschirr in der Gastronomie (für to-go-Angebote) vorzuhalten sind Schritte in die richtige Richtung. Aber Freiburg will weiter gehen.

Konsum neu denken

Auch das eigene Konumverhalten zu hinterfragen, ist wichtig:  Ist eine Neuanschaffung sinnvoll und notwendig? Muss ein alter Tisch wirklich ersetzt werden oder kann das Holz abgeschliffen und neu lackiert werden? Brauche ich das neueste Smartphone und wenn ja, kann das alte Telefon weitergegeben werden? Häufig werden brauchbare Gegenstände entsorgt, obwohl sie intakt sind oder mit wenig Aufwand repariert werden könnten – in der Konsequenz steigen auch die Abfallmengen.

Um Abfallmengen zu reduzieren, braucht es nicht nur die Bürgerinnen und Bürger. Auch Produktions- und Dienstleistungsunternehmen können Gebrauchtwaren anbieten, ihre Produktion ressourcenschonender gestalten und nachhaltige Rohstoffe einsetzen. An diesem Punkt setzt das Zero-Waste-Konzept der Stadt Freiburg an.  

Workshops suchen passgenaue Ideen für Freiburg

Mit einem Zero-Waste-Konzept folgt Freiburg anderen Städten wie München, Kiel oder Köln. Besonders wichtig dabei, ist die Beteiligung der Menschen und Unternehmen der Stadt. Sie sind zur Mitgestaltung aufgerufen: Bei einem vierstündigen Workshop geht es darum, gemeinsam Vorschläge zur Abfallvermeidung zu diskutieren, die in das Konzept einfließen können. Gesucht werden Ideen, die Wiederverwendung fördern, Abfälle reduzieren oder Recycling stärken. Wenn der Gemeinderat das Konzept beschlossen hat, sollen die Ziele bei Zero-Waste-Projekten und durch die Unterstützung von Akteurinnen und Akteuren in Freiburg in die Tat umgesetzt werden.

Die ASF und die Stadtverwaltung Freiburg laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Initiativen und weitere Akteurinnen und Akteure dazu ein, das Zero-Waste-Konzept mit kreativen, auf Freiburg zugeschnittenen Ideen mitzugestalten.

Die rund vierstündigen Workshops sollen am 18. und am 19. Januar stattfinden (je einer für Bürger und für Unternehmen). Sie bietet die Chance zur Beteiligung und Mitgestaltung zukünftiger Abfallvermeidungsmaßnahmen. Anmeldung zum Workshop ist von heute an bis zum 21. Dezember über das städtische Beteiligungsportal mitmachen.freiburg.de möglich. Ab dem 10. Januar gibt es über diese Plattform die Möglichkeit, Ideen und Vorschläge einzubringen. So werden auch die Menschen gehört, die nicht an dem Workshop teilnehmen können.

Veröffentlicht am 23. November 2022
Kommentare (0)
Kommentare abonnieren
Kommentar
Es können folgende HTML-Formatierungen verwendet werden: <b> <i> <u>