Solidarität mit Lviv

Kurzbesuch in der ukrainischen Partnerstadt

Der Oberbürgermeister und der erste Bürgermeister sind im Gespräch mit einem Vertreter des ukrainischen Militärs und dem Bürgermeister von Lviv. Im Hintergrund sind die Stadt Lviv und weitere Soldaten.
OB Martin Horn und EBM Ulrich von Kirchbach mit Andrij Sadovyj, dem Bürgermeister von Lviv, im Gespräch mit einem Vertreter des ukrainischen Militärs. (Foto: Stadt Lviv) 

Auf Einladung haben Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach am vergangenen Donnerstag und Freitag die westukrainischen Partnerstadt Lviv besucht. Sie erfuhren dort auf eindrückliche emotionale Weise von der Not und dem Leid vieler Ukrainerinnen und Ukrainer, die vom Osten des Landes in den sichereren Westen nach Lviv geflüchtet sind.

Situation in Lviv

Die ukrainische Stadt Lviv, früher Lemberg, ist seit 1990 Partnerstadt und steht in engem Austausch mit Freiburg. Die größte Stadt der Westukraine liegt nicht weit von Polen entfernt und bietet somit Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten einen Schutzort, von dem aus sie weiter in andere europäische Länder gehen können.

Bereits 5 Millionen Geflüchtete – darunter viele Hunderttausende Kinder und Jugendliche - sind seit Kriegsbeginn im Transit durch Lviv gekommen. Momentan befinden sich eine viertel Million Geflüchtete in der Freiburger Partnerstadt. Und diese müssen alle dringend untergebracht und versorgt werden, auch medizinisch. Selbst wenn Lviv bislang noch wenige Angriffe erleben musste, leidet die ganze Stadt heftig unter dem Krieg.

Genau in diesem Moment unserer Partnerschaft müssen wir noch enger zusammenstehen. Wir dürfen uns an diesen Krieg niemals gewöhnen und dürfen unsere Freundinnen und Freunde in der Ukraine nicht vergessen.

OB Martin Horn

Zusage für weitere Hilfsprojekte aus Freiburg

Bis dato hat die große Spendenbereitschaft in Freiburg gemeinsam mit Geldern vom Land Baden-Württemberg dafür gesorgt, dass Spenden im Wert von 5 Millionen Euro nach Lviv gebracht werden konnten. OB Horn und EBM von Kirchbach konnten sich davon überzeugen, dass die Spenden dort rechtzeitig angekommen sind, wo sie am dringendsten gebraucht werden – sowohl Geräte und Medikamente zur medizinischen Versorgung als auch die fünf Notstromaggregate für sichere Strom- und Wasserversorgung im Krankenhaus von Lviv sowie der ganzen Stadt. Die Notstromaggregate kamen nach dem letzten Angriff auf die Infrastruktur in Lviv bereits zum Einsatz und haben sich bewährt.

Konkret wurden mit Andrij Sadovyj, dem Bürgermeister von Lviv bei dem Besuch folgende weitere Hilfen besprochen, bei denen die Stadt unterstützen will:

  • Unterstützung von drei Containerdörfern für Geflüchtete
  • Demoprojekt für „tiny houses“ und Sozialcenter
  • Unterstützung für „Unbroken Center“ für Verwundete aus der ganzen Ukraine
  • Kooperation Uniklinik Freiburg mit Notfallkrankenhaus in Lviv
  • Projektantrag für Arts Academy um Künstler_innen zu helfen

Die Stadt Freiburg ist außerdem in intensiven Gesprächen mit Bund, Land und der GIZ, der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, um erhebliche Fördermittel für die Projekte für die Flüchtlingsunterbringung in Lviv einzuwerben.

Wie kann ich helfen?

Hilfe, Unterstützung, Fragen und Antworten rund ums Thema sind unter freiburg.de/ukraine zu finden.

Veröffentlicht am 21. Juni 2022
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