Rundgang durch die Knopfhäusle-Siedlung

Tag der Städtebauförderung

Die Knopfhäusle-Siedlung nach erfolgreicher Sanierung der ersten Gebäuderiegel. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Am Samstag, 14. Mai, findet der diesjährige bundesweite Tag der Städtebauförderung statt. Bürgerinnen und Bürger können sich rund um diesen Tag auch in Freiburg davon überzeugen, was die Förderung von Bund und Land in den Kommunen bewirkt.

Im Mittelpunkt steht dieses Jahr die Sanierung der Knopfhäusle-Siedlung in der Schwarzwaldstraße. Die ehemalige Arbeitersiedlung ist eines der jüngsten Freiburger Sanierungsgebiete und zugleich ein Paradebeispiel dafür, was die Städtebauförderung vor Ort alles bewirken kann. Mit finanzieller Unterstützung durch Bund und Land werden die denkmalgeschützten Gebäude von Grund auf saniert.

Wir freuen uns sehr über die Fördergelder aus Berlin und Stuttgart. Durch das Programm "Sozialer Zusammenhalt" wurde das Projekt mit rund 3,5 Millionen Euro unterstützt, was einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtkosten ausmacht.

Baubürgermeister Martin Haag

Knopfhäusle-Siedlung vorher/nachher

Dieses Jahr trägt die Stadt Freiburg zwei Programmpunkte bei:

Führung vor Ort am 13. Mai

Am Freitag, 13. Mai, können interessierte Bürgerinnen und Bürger um 16 Uhr an einer Führung durch eine sanierte Wohnung teilnehmen. Treffpunkt ist der Kinderspielplatz auf Höhe der Schwarzwaldstraße 62. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Virtueller Rundgang

Zudem steht ein virtueller Spaziergang durch die Knopfhäusle-Siedlung zur Verfügung. Der letztes Jahr erstmalig veröffentlichte Rundgang wurde aktualisiert und beinhaltet nun zusätzliche Bilder einer sanierten Wohnung. Diese vermitteln durch den Vorher-Nachher-Vergleich einen realen Eindruck vom Ergebnis der Sanierung. Ebenso hält der Rundgang jede Menge Infos über die bauhistorischen Untersuchungen bereit und zeigt die ursprüngliche Siedlungsstruktur.

Zum Rundgang: www.freiburg.de/knopfhaeusle

Aktueller Stand

Der erste Bauabschnitt ist seit Januar fertiggestellt, die betreffenden Häuser sind saniert und größtenteils bezogen. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt haben Anfang des Jahres begonnen.
Die Kosten der Sanierung betragen rund 13,3 Millionen Euro.  Bund und Land fördern das Projekt im Rahmen des Programms "Sozialer Zusammenhalt" mit rund 3,5 Millionen Euro. Hinzu kommt der Komplementäranteil der Stadt von 2,4 Millionen Euro. Die restlichen Kosten trägt die Freiburger Stadtimmobilien GmbH als Eigentümerin.

Städtebauförderung in Freiburg

Die Programme der Städtebauförderung helfen der Stadt Freiburg und anderen Gemeinden, städtebauliche Missstände in ausgewiesenen Sanierungsgebieten umfassend angehen zu können. Seit 1979 haben sich Bund und Land an zahlreichen Projekten in den Freiburger Sanierungsgebieten beteiligt.

Das Erste war der Erhalt des Gebäudebestands und der durchmischten Wohn- und Gewerbestruktur im Sanierungsgebiet "Im Grün". 1989 folgten das benachbarte Sedanquartier und viele weitere Projekte wie beispielsweise die Umgestaltung der Bahnhofsachse und die Sanierungen der denkmalgeschützten Laubenhofsiedlung in Alt-Haslach, des Augustinermuseums und der Hochhäuser in Weingarten-Ost und -West. Neben den unverzichtbaren Bundes- und Landesmitteln flossen auch erhebliche städtische Haushaltsmittel in diese Projekte.

Aktuell werden neben der Knopfhäusle-Siedlung noch vier weitere Sanierungsgebiete in Freiburg durch die Städtebauförderung unterstützt: Die Aufwertung des Quartiers rechts und links der Sundgauallee mit dem neugestalteten Betzenhauser Torplatz (Gebiet Betzenhausen-Bischofslinde), die Sanierung des Gebäudebestandes und die Neubauten in der Belchenstraße sowie die Umgestaltung der Joseph-Brandel-Anlage (Gebiet Haslach-Südost) und die Sanierung des Gebäudebestandes in der Sulzburger Straße sowie im Hügelheimer Weg (Gebiet Sulzburger Straße). Die Sanierung der ehemaligen Kasernengebäude im Breisacher Hof und Aufwertung der dortigen innenliegenden Grün-, Frei- und Spielflächen werden momentan vorbereitet.

Veröffentlicht am 13. Mai 2022
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