Frisches Grün in der Stadt

GuT pflanzt in mehr als 700 Bäume

Vorfreude auf den Sommer: Noch sind die Äste kahl – aber bis im kommenden Frühling und Sommer werden 700 frisch gepflanzte Bäume für mehr Grün in Freiburgs Straßen, Parks und Grünanlagen sorgen. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Mit einer großen Baumpflanzaktion schafft die Stadt Ersatz für kranke Bäume, die gefällt werden müssen. Insgeamt pflanzt das Garten- und Tiefbauamt (GuT) mehr als 700 Bäume im gesamten Stadtgebiet. Die Kosten für die Pflanzungen liegen bei rund einer Million Euro.

Ob im Seepark, im Güterbahnareal, im Gewerbegebiet Haid oder auf Spielplätzen – an vielen Orten in Freiburg rücken aktuell oder in nächster Zeit Teams des Garten- und Tiefbauamts und damit beauftragter Baumschulen an und setzen Bäume in die Erde: 480 sind als Ersatz für gefällte Bäume gedacht, 220 weitere kommen an neue und damit zusätzliche Standorte

So werden im Seepark derzeit etliche Mammutbäume gerodet, die 1986 für die Landesgartenschau gepflanzt wurden, mit den klimatischen Bedingungen in Freiburg jedoch Schwierigkeiten hatten. Hier ist geplant, im kommenden Frühling 47 Bäume zu pflanzen, die den hiesigen Anforderungen besser gerecht werden – heimische, aber auch nicht heimische Arten wie der Dreispitzige Ahorn, der Zürgelbaum, die Schmalblättrige Purpuresche, die Libanonzeder, die Flaumeiche oder die Kobusmagnolie.

In Ruhe an den neuen Standort gewöhnen

Dass im kühlen Herbst mit der Pflanzung begonnen wird, liegt daran, dass für die Gehölze nicht der Winter, sondern der Sommer die stressigste Zeit ist. Wenn die Pflanzen zwischen Oktober und März in die Erde kommen, können sie sich an den neuen Standort gewöhnen, Wurzeln schlagen und die Niederschläge des Winters nutzen, bevor der heiße und trockene Sommer kommt. Zudem fallen so Wurzelbildung und Blattneuaustrieb – beides kraftraubende Aktionen – in unterschiedliche Zeiträume und werden besser vertragen. Das Garten- und Tiefbauamt kümmert sich um rund 24 000 Straßenbäume und ebenso viele Bäume in Grün- und Parkanlagen. Während Parkbäume mehrere Hundert Jahre alt werden können, liegt die Lebenserwartung von Straßenbäumen nur bei etwa 50 Jahren. Das liegt an den schwierigen Wuchsbedingungen: Im Straßenraum sind Luft- und Wurzelraum begrenzt, die Pfl anzen müssen sich den Platz mit Leitungen im Boden und Verkehrsflächen für Fußgänger, Radfahrer sowie Fahrzeuge teilen. Hinzu kommen Streusalzbelastung, Verunreinigungen durch Hunde und klimatische Stressfaktoren wie Hitze und Trockenheit, die durch den Klimawandel immer relevanter werden. Auch mit neuen Schädlingen und Pilzen haben die Pflanzen zu kämpfen.

Neue Baumarten ersetzen gefällte Bäume

Aus diesen Gründen müssen immer wieder auch Bäume gefällt werden. Im Jahr 2021 waren das jedoch weniger als ein Prozent des städtischen Bestands. Bei Kontrollen hat sich in den vergangenen Monaten herausgestellt, welche Bäume aus Sicherheitsgründen nicht mehr stehen bleiben können.

Unter anderem müssen in der Edith-Stein-Straße neun Blutpflaumen und in der ersten Grünspange im Vauban eine Linde wegen Pilzbefall weichen. Abgestorbene oder wipfeldürre Bäume befinden sich etwa in der Eisenbahnstraße, auf dem Alten Friedhof, beim Spielplatz in der Urachstraße und in der Staufener Straße. Bei den Bäumen, die in Parkanlagen entfernt werden, handelt es sich meist um Pflegemaßnahmen, um zu dicht wachsende Bestände auszulichten und so das Wachstum zu verbessern. Betroffene Einrichtungen sowie Bürger- und Lokalvereine werden darüber informiert.

Außerdem gilt: Für fast jeden gefällten Baum wird ein neuer gepflanzt. Allerdings sind es wegen der veränderten klimatischen Bedingungen heute andere Arten. Auch die Insektenfreundlichkeit spielt bei der Auswahl eine wichtige Rolle. So hat zum Beispiel der Spitzahorn früher häufige Straßenbäume wie den Bergahorn oder die Birke abgelöst. Doch auch Klassiker wie Linde oder Eiche stehen weiterhin hoch im Kurs.

Veröffentlicht am 08. Dezember 2021
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