Eichen, Linden und Amberbäume

Stadt pflanzt mehr als 700 Bäume

Der Herbst ist Auftakt für eine große Baumpflanzaktion in Freiburg. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Das Garten- und Tiefbauamt wird in dieser Saison mehr als 700 Bäume pflanzen, über eine Million Euro werden dafür investiert. Die Eichen, Linden und Amberbäume werden als Ersatz für die Bäume gepflanzt, die gefällt werden müssen, da sie krank sind. So bleibt Freiburg die grüne Stadt, die sie ist.

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Dass im kühlen Herbst mit der Pflanzung begonnen wird, mag auf den ersten Blick überraschen. Doch für die Gehölze ist nicht der Winter, sondern der Sommer die stressigste Zeit. Wenn die Pflanzen zwischen Oktober und März in die Erde kommen, haben sie ausreichend Zeit, um sich an den neuen Standort zu gewöhnen, einzuwurzeln und die Niederschläge des Winters zu nutzen, bevor der heiße und trockene Sommer kommt. Zudem fallen so Wurzelbildung und Blatt-Neuaustrieb – beides kraftraubend – in unterschiedliche Zeiträume und werden besser vertragen.

Rund 50.000 Bäume wachsen im Stadtgebiet

Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) kümmert sich um rund 24.000 Straßenbäume und ebenso viele Bäume in Grün- und Parkanlagen. Während Parkbäume mehrere hundert Jahre alt werden können, liegt die Lebenserwartung von Straßenbäumen nur bei etwa 50 Jahren. Das liegt an den schwierigen Wuchsbedingungen: Im Straßenraum sind Luft- und  Wurzelraum begrenzt, die Pflanzen müssen sich den Platz mit Leitungen im Boden und Verkehrsflächen für Fuß-, Rad- und Autoverkehr teilen. Hinzu kommen Streusalzbelastung, Verunreinigungen durch Hunde und klimatische Stressfaktoren wie Hitze und Trockenheit, die durch den Klimawandel immer relevanter werden. Auch mit neuen Schädlingen und Pilzen haben die Pflanzen zu kämpfen.

Kranke Bäume werden gefällt

So ist es nicht verwunderlich, dass auch Bäume gefällt werden müssen. Im Jahr 2021 waren das jedoch weniger als ein Prozent der städtischen Bäume. Bei Kontrollen wurde in den vergangenen Monaten festgestellt, welche Bäume aus Sicherheitsgründen nicht mehr stehenbleiben können. Unter anderem müssen in der Edith-Stein-Straße neun Blutpflaumen und in der ersten Grünspange im Vauban eine Linde wegen Pilzbefall entfernt werden. Abgestorbene oder wipfeldürre Bäume befinden sich etwa in der Eisenbahnstraße, auf dem Alten Friedhof, beim Spielplatz in der Urachstraße und in der Staufener Straße. Bei den Bäumen, die in Parkanlagen entfernt werden, handelt es sich meist um Pflegemaßnahmen, um zu dicht wachsende Bestände auszulichten und so das Wachstum zu verbessern. Betroffene Einrichtungen sowie  Bürger- und Lokalvereine werden detailliert darüber informiert. Und weiter gilt: Für fast jeden gefällten Baum wird ein neuer gepflanzt. 

Neue Arten zur Klimaanpassung

Durch die veränderten Bedingungen hat sich gewandelt, welche Baumarten heute neu im Straßenraum gepflanzt werden. Auch die Insektenfreundlichkeit spielt dabei eine große Rolle. So haben zum Beispiel Spitz-Ahorn oder
Amberbaum früher häufige Straßenbäume wie Berg-Ahorn oder Birke abgelöst. Klassiker wie Linde oder Eiche werden weiterhin gepflanzt.

1 Million Euro für neue Bäume

Insgesamt werden in dieser Pflanzsaison 705 Bäume vom GuT gesetzt, etwa 420 durch die Mitarbeiter_­innen des GuT selbst, die übrigen durch Fremdfirmen. Dafür investiert die Stadt rund 1,1 Millionen Euro.

Veröffentlicht am 17. November 2021

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