Forstamt

Richtfest für den Erweiterungsbau an der Wonnhalde

  • Am Mittwoch (22. September) wurde an der Wonnhalde Richtfest für das neue Forstamt gefeiert. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)
  • Fünf Personen vor einem Rohbau
    Mit dabei (v.l.): Nicole Schmalfuß (Leiterin des Forstamtes), Markus Müller (Leiter des Waldhauses), Zimmerleute und Christine Buchheit (Umweltbürgermeisterin). (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)
  • Publikum bei einer Rede im Freien
    Der Neubau entsteht direkt neben dem Waldhaus in direkter Nachbarschaft zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt des Landes. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)
  • Holzkonstruktion im Innenraum eines Neubaus
    Dank innovativer Holzbauweise verbraucht das Gebäude weniger Energie als konventionelle Bauten und speichert zudem Kohlenstoff. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Das Forstamt in der Günterstalstraße ist bald Geschichte. Gestern wurde das Richtfest für den Erweiterungsbau der Stiftung Waldhaus gefeiert, in den das Forstamt einziehen wird. Zur Begrüßung sprachen Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit und Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, zu den geladenen Gästen.

Dabei betonte Buchheit, die auch Vorsitzende der Stiftung Waldhaus ist:

Vier Jahre, nachdem der Stiftungsrat und der Gemeinderat den Erweiterungsbau der Stiftung Waldhaus, in den das Forstamt dauerhaft einziehen soll, beschlossen haben, hat der vierstöckige Rohbau aus Holz nun sein Dach. Ich bin zuversichtlich, dass die Mitarbeitenden des Waldhauses und des Forstamtes in gut einem halben Jahr einziehen werden.

Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit

Innovativer Neubau mit Mehrwert

In innovativer Holzbauweise entsteht an der Wonnhalde ein viergeschossiger, städtebaulich ansprechender Neubau mit Erweiterungsflächen für das Waldhaus: Im Erdgeschoss mit einem Wald- und Klimaraum mit umweltpädagogischen Angeboten zu den Wechselwirkungen zwischen Wald und Klima, zum Kohlenstoffkreislauf und zur Frage, wie wir Einfluss auf das Klimaschutzpotenzial des Waldes nehmen können; im 1. OG Büros für das Waldhaus, im 2. und 3. OG Büroflächen für das Forstamt. So vereinen Bestandsbau und Neubau unter ihren Dächern künftig Themen, die zueinander passen sowie Menschen, die engagiert für den Wald arbeiteten und durch den kreativen Austausch vor Ort gemeinsam noch mehr erreichen können.

Neue Heimat für das Forstamt

Der Freiburger Stadtwald, der sich auf über 5.000 Hektar zwischen Tuniberg, Rosskopf und Schauinsland erstreckt, ist Lebensraum und Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Dieser Wald wird von den Mitarbeitenden des Forstamtes gepflegt und bewirtschaftet. Sie bauen und unterhalten die Erholungseinrichtungen, schützen und pflegen Biotope und Lebensräume, pflanzen und sichern die nächste Waldgeneration und ernten jedes Jahr rund 40.000 Kubikmeter Holz, das in den Mischwäldern nachhaltig wächst. Sie tragen mit dieser nachhaltigen Nutzung zum aktiven Klimaschutz der Stadt bei. Aber auch die Holzernte trägt zum Klimaschutz bei, wenn das Holz für den Bau verwendet wird.

Klimaschutz durch Holzbauweise

Häuser, die wie das Waldhaus oder nun der Erweiterungsbau aus Holz gebaut werden, verbrauchen weniger Energie als konventionelle Bauten und speichern zudem Kohlenstoff. Der Neubau ist – wie schon der Bestandsbau – ein wunderbares Beispiel für klimaschonendes, attraktives Bauen mit Holz. Gemäß dem Entwurf der Architekten Stocker-Dewes entsteht hier Infrastruktur und Anschauungsobjekt in einem: Materialverwendung, Konstruktion und CO2-Minderungspotenzial von Holzbau können am und im Gebäude beispielhaft vermittelt werden. Dafür kamen 200.000 Euro aus dem Holzinnovativprogramm des EFRE-Programms Baden-Württemberg.

Anlaufstelle für alle Anliegen zum Wald

Mit dem Umzug des Forstamtes in den Neubau in enger Symbiose mit dem Waldhaus und in die Nachbarschaft zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt kommen an der Wonnhalde wissenschaftliche, praktische, umwelt- und erlebnispädagogische Kompetenz zum Wald zusammen. Damit, so lautete heute beim Richtfest der allgemeine Tenor, werde die Wonnhalde noch stärker zur Anlaufstelle für alle Anliegen zum Wald, zum Treffpunkt für Forstexpertinnen und Praktiker – und zum Erlebnisort für alle Experimentierfreudigen, Naturinteressierten und Waldgenießerinnen und -genießer.

Kosten und Träger

Das alte Forstamt an der Günterstalstraße 71 wird aufgegeben, weil mit dem Beschluss zur Verwaltungskonzentration im Stühlinger auch beschlossen wurde, städtische Immobilien zur Finanzierung zu verkaufen (inzwischen wurde dieser Beschluss verändert).
Die Stiftung Waldhaus als Bauherrin erhält neben einem Baukostenzuschuss der Stadt Freiburg, Mitteln aus dem Klimaschutzfonds der Stadt sowie einer Privatspende auch eine Förderung aus dem Holzinnovativprogramm (HIP) Baden-Württemberg. Der Neubau kostet rund 2,1 Millionen Euro und liegt damit im Kostenplan. Der Zeitplan musste dagegen pandemiebedingt angepasst werden; Einzug ist nun voraussichtlich im März 2022.

Weitere Infos

Veröffentlicht am 23. September 2021

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