Kindergerechte Corona-Tests auch nach den Sommerferien

Lolli-Tests werden weitergeführt

Lolli-Test wird in einem Messbecher gesammelt
Auch nach den Sommerferien werden die Lolli-Tests fleißig eingesammelt (Bild: Patrick Seeger/ Stadt Freiburg)

Die Lolli-Tests gehen weiter: Auch nach den Sommerferien wird es in Freiburger Schulen und Kindertageseinrichtungen die Corona-Pooltests geben. Das neue Schuljahr beginnt am 13. September. Für den überwiegenden Teil der Kitas enden die Ferien bereits am 30. August, dann starten hier auch die Lolli-Tests. 

Die PCR-Tests werden auch im neuen Schuljahr dazu beitragen, Schulen, Kitas und Kindergärten offen zu halten und Kinder, Jugendliche und ihre Familien sowie die Menschen, die in den Einrichtung arbeiten, vor dem Corona-Virus zu schützen. 

Stand heute ist geplant, dass die Tests zunächst bis zu den Herbstferien laufen sollen. Eine Verlängerung ist, je nach pandemischer Lage und den Vorgaben des Landes, natürlich denkbar.

Zehn weitere Schulen nehmen an den Tests teil – damit beteiligen sich insgesamt 63 Schulen und 190 Kindertageseinrichtungen

Und das Projekt wächst beständig. So haben sich zehn weitere Freiburger Schulen, mit insgesamt 6000 Schülerinnen undn Schülern, dazu entschieden, nach den Ferien die Lolli-Tests einzuführen. Damit läuft das Projekt dann an 63 Schulen (rund 21.000 Kinder) und 190 Kindertageseinrichtungen (circa 8000 Kinder). Insgesamt werden damit mehr als 29.000 Kinder und Jugendliche zwei Mal die Woche mit dem sicheren PCR-Verfahren auf Corona getestet.

Projekt wird von Land gefördert

Das Land wird die Kosten für die Tests an den Schulen übernehmen. Die Tests an den Kindergärten und Kitas teilen sich Land und Stadt ungefähr 50:50. Die finanzielle Förderung des Landes richtet sich hier nach den Altersgruppen in den Kitas. Für U3-Kinder gilt eine höhere Förderung als im Ü3-Bereich, gemittelt ergibt sich eine Förderung von etwa 50 Prozent.

Das Land zahlt damit nicht für eine Freiburger Insellösung. Denn die innovative Teststrategie der Stadt war von Beginn an als Pilotprojekt ausgelegt. Auch andere Städte und Gemeinden sollen von den Erfahrungen Freiburgs profitieren. Die Stadtverwaltung erreichen immer mehr Anfragen aus anderen Kommunen, denen gerne beratend weitergeholfen wird.

Hintergrund: Der Lollitest

Das Prinzip des Lolli-Tests ist einfach und effektiv: In Pooltests werden ganze Klassen oder Kita-Gruppen gemeinsam getestet. Wattestäbchen werden dabei wie Lollis gelutscht und anschließend gemeinsam ins Labor für die PCR-Untersuchung gegeben. Eine Klasse oder eine Kindergartengruppe bildet einen Pool, nur wenn ein Pool positiv ist, muss einzeln nachgetestet werden. Die Methode ist kindgerecht und präzise, durch das poolen werden die PCR-Tests wesentlich günstiger als Einzeltests dieser Art. Das Projekt wurde gemeinsam mit Uniklinik Freiburg und dem Gesundheitsamt entwickelt.

Besonderheit des Freiburger-Poolsystems ist die digitale Infrastruktur. Bis auf das Lutschen an den Wattestäbchen und den Transport in das Labor laufen so gut wie alle Prozesse digitalisiert. Eltern erhalten das Ergebnis des Pools als Mail. Der Nachweis gilt für 60 Stunden, und kann für unterschiedliche außerschulische Aktivitäten und Anlässe genutzt werden, bei denen ein negatives Testergebnis vorgezeigt werden muss.

Seit Beginn des Poolie-Projekts im März wurden in rund 19.000 Pooltests insgesamt rund 324.000 Kinder und Jugendliche auf Corona getestet. 35 Mal war ein Pool positiv und Infektionsketten konnten durch die Teststrategie unterbrochen werden.

Viele Fragen und Antworten, aktuelle Zahlen und Hintergrundinfos zu dem Projekt: www.poolie-freiburg.de

Veröffentlicht am 20. August 2021
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