Glasfaserausbau

Schnelles Netz für Stadtbau-Wohnungen

Zwei Männer neben einer großen Kabelrolle.
Die Kooperation der Stadt Freiburg mit Telekommunikationsunternehmen bringt einen Ausbauschub beim Glasfasernetz. (v.l.: Sasa Vujinovic, Cable4 und Bürgermeister Martin Haag. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Schnelle Datenleitungen sind heute ein wesentlicher Bestandteil einer modernen städtischen Infrastruktur. Internetanschlüsse, die Anwendungen von morgen möglich machen, werden heute immer wichtiger.

Um den Glasfaserausbau bestmöglich zu koordinieren, hat die Stadt Freiburg ein Kooperationsprojekt mit Cable4 vereinbart. Die Firma ist gerade dabei, tausende Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen und konzentriert sich dabei in Freiburg auf die Versorgung der Gebäude von Wohnungsbaugesellschaften. Alle 9500 Wohnungen der Freiburger Stadtbau sollen so erschlossen werden.

Digitale Versorgung für Familien

Cable4 plant bis Ende 2024 in Freiburg insgesamt ca. 30.000 bis 50.000 Haushalte mit Glasfaserverbindungen zu versorgen. Aktuell erfolgt der Ausbau in den Stadtteilen Weingarten, Haslach, Rieselfeld, Gartenstadt, Wiehre, Herdern, Moswald und Stühlinger.

Wir freuen uns auf eine moderne und zukunftssichere Versorgung mit schnellem Internet und unterstützen das sehr gerne. Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns und den Telekommunikationsunternehmen liegt, aber Freiburg bekommt gerade einen starken digitalen Schub. Mit dem Anschluss von Genossenschaftsbauten kommen vor allem viele Familien eine bessere digitale Versorgung. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig schnelles Internet auch für sie ist.

Baubürgermeister Martin Haag

Bereits jetzt können sich die BewohnerInnen von über 3.500 Haushalten in diesen Stadtteilen über lichtschnelles Internet mit Download-Geschwindigkeiten von vorläufig maximal 1.000 Mbit/s freuen. "Wir sind mit mehreren Bauabschnitten gleichzeitig in den Stadtteilen dabei, den Glasfaserausbau zügig voranzubringen, um möglichst schnell die neue gigabitfähige Infrastruktur zu den Menschen in Freiburg zu bringen" sagt Sasa Vujinovic, Vertriebsleiter Wohnungsunternehmen, Bauträger, Glasfaserversorgung und Projektleiter der Cable4. "Spätestes, wenn der Bagger in der Straße mit den Aufgrabungen beginnt, sollten die Anlieger auf uns zukommen, falls nicht schon vorher ein Einverständnis für die kostenlose Herstellung eines Hausanschlusses erteilt wurde." Welche Adressen bereits an das Glasfasernetz angeschlossen sind oder noch werden, kann mit dem Verfügbarkeitscheck unter www.cable4.de/freiburg abgefragt werden.

Kostenlose Glasfaserverlegung für private Hauseigentümer

Die Stadtverwaltung empfiehlt privaten Hauseigentümern, das kostenlose Angebot der Anbieter für Glasfaserverlegungen mit Übergabepunkten ins Haus oder auf das Grundstück anzunehmen. Die Eigentümerinnen und Eigentümer sind dabei nicht verpflichtet, auch gleich einen Vertrag abzuschließen. Dies kann zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Die spätere Verlegung eines Glasfaserkabels an das Haus ist in der Regel mit Kosten verbunden.

Der Ausbau des Glasfasernetzes ist Bestandteil der städtischen Digitalisierungsstrategie. Um den Ausbau schnell voranzubringen, arbeiten das Garten- und Tiefbauamt (GuT) und das Amt für Digitales und IT (DIGIT) eng zusammen. So können etwa notwendige Genehmigungen schneller ausgestellt werden, was Ausbau des Glasfasernetzes beschleunigt. Die gleiche Unterstützung erhalten auch alle anderen Telekommunikationsunternehmen bei ihren Ausbaumaßnahmen. Zur Kooperation gehört auch, dass die Stadtverwaltung bei der Genehmigung besonders darauf achtet, dass Straßenbäume geschützt werden. Die Kosten des Ausbaus trägt die Firma.

Durch die Bauarbeiten kann es zu Behinderungen und Umleitungen in den einzelnen Straßen der Aufbaubereiche kommen. Die Stadtverwaltung bittet hierfür um Verständnis.

Mehr zum Thema: "Schnelles Netz für 11.000 Haushalte in der Wiehre und im Rieselfeld"

Veröffentlicht am 08. Juni 2021