Ab Mitte Mai

Lolli-Tests auch in Kitas

Kleiner Junge mit Zahnlücke, der sich ein Wattestäbchen auf die ausgestreckte Zunge legt.
Ab Mitta Mai löst der Lolli-Test den Spuck-Test in Freiburger Kitas ab. (Foto: Johannes Schubert)

Mit der städtischen Pool-Teststrategie beschreitet die Verwaltung seit März einen innovativen Weg, um einen sicheren Schul- und Kitabesuch zu ­ermöglichen. Dabei arbeitet die Stadt eng mit der Universitätsklinik Freiburg zusammen. Gestartet ist das Pilot­­projekt mit 2000 Tests an insgesamt fünf ­Schulen. Aufgrund der guten Erfahrungen hat die Stadt das PCR-Verfahren Ende April auf alle Grundschulen ausgeweitet, ab Mitte Mai kommt der Lolli-Test auch in den Kitas zum Einsatz. Er löst dort die bisherigen Spucktests ab.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In allen Freiburger Schulen, Kindergärten und Kitas werden kostenlos Coronatests durchgeführt. So wird Ihr Kind optimal geschützt!
  • Freiburg verwendet die innovative “Lolli-Methode”: Die Kinder lutschen 30 Sekunden an einem Probestäbchen wie an einem normalen Lolli. Es gibt keinen unangenehmen Abstrich in der Nase oder im Rachen!
  • Die Proben der ganzen Pool-Gruppe werden gemeinsam mittels PCR-Test im Labor getestet - die Tests sind somit genauer als Antigen-Schnelltests.
  • Die Eltern erhalten per E-Mail Bescheid, bei Coronaverdachtsfällen wird zusätzlich noch eine SMS versendet.
  • Bei einem Verdacht müssen alle Kinder einer Pool-Gruppe zu einem vorab organisierten Einzeltest. Dieser ist kostenlos!
  • Höchste Standards beim Datenschutz werden eingehalten
  • Die medizinische und wissenschaftliche Betreuung des Projekts erfolgt durch das Universitätsklinikum Freiburg

Wie funktioniert der Test?

Die Entnahme der Proben erfolgt unter Aufsicht des Kindergarten-/ Kita-Personals am Morgen des jeweiligen Testtages. Das Personal wurde entsprechend geschult. Die Kinder lutschen dafür für 30 Sekunden an einem Tupfer ("Lolli-Methode"), der dann in ein Sammelröhrchen gesteckt wird. Alle Tupfer der Kinder einer Gruppe werden in diesem Röhrchen gesammelt (= "Pool"). Das Kindergarten-/Kita-Personal verschließt dann das Röhrchen und beklebt es mit einem vorgesehenen QR-Code.
Danach werden die Proben in das Labor gebracht, wo eine SARS-CoV-2-PCR durchgeführt wird. Durch das Poolen der Proben können die Kosten der Diagnostik stark reduziert werden. Die Empfindlichkeit (Sensitivität) der Pool-PCR-Diagnostik ist im Vergleich zu Antigen-Schnelltests überlegen. Trotzdem kann es auch bei der PCR-Testung aus Speichel vorkommen, dass insbesondere niedrige Viruskonzentrationen einer Person durch den Test nicht entdeckt werden. Insofern kann auch ein negativer Test keine vollständige Sicherheit bieten. Die gegenwärtigen Hygieneregeln müssen unabhängig vom Testergebnis weiter eingehalten werden.

Gibt es Risiken oder Gefahren?

Die Testung ist für die Kinder nicht unangenehm, da sie das Wattestäbchen wie einen Lolli lutschen. Das Material der Tupfer hat einen leichten Eigengeschmack, den man beim Lutschen wahrnehmen kann. Dieser verfliegt aber nach der Probenentnahme rasch. Die Tupfer sind für den medizinischen Gebrauch geeignet, die Verwendung ist also gesundheitlich unbedenklich. Bei sachgemäßer Nutzung besteht durch die Tupfer in der Mundhöhle keinerlei Verletzungsrisiko.

Was passiert, wenn ein Pool positiv getestet wurde?

Im Labor wird zunächst der Pool mittels einer PCR-Reaktion getestet. Fällt das Ergebnis negativ aus, bedeutet das, dass keine Infektionen bei den Kindern, deren Tupfer im Pool waren, nachgewiesen werden konnten. Die Eltern und die Einrichtung werden entsprechend per Email informiert. Fällt das Ergebnis positiv aus, muss der Pool "aufgelöst" werden, weil mindestens bei einer der Personen des positiven Pools das Virus SARS-CoV-2 nachweisbar war. In diesem Fall müssen alle Kinder noch einmal mittels PCR  einzeln im dafür vorgesehenen Testzentrum der Stadt Freiburg an der Messe getestet werden. Für die Nachtestung erfolgt ein Rachenabstrich. Die Ergebnisse der Einzeltestung werden dann über das Gesundheitsamt an die entsprechenden Eltern und die Einrichtung übermittelt. Infizierte Kinder müssen zu Hause in Isolation bleiben. Über alle weiteren Quarantäne und Kontaktnachverfolgungsmaßnahmen entscheidet und informiert das Gesundheitsamt.

Weitere Infos

Mehr zum Lolli-Test und weitere Infos rund um das Coronavirus unter www.freiburg.de/coronavirus

Veröffentlicht am 06. Mai 2021
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