Stadt weitet innovative Teststrategie weiter aus – sehr gute Resonanz auf die Lollitests von den Pilotschulen

Freiburg erarbeitet als erste baden-württembergische Stadt ein volldigitalisiertes Testverfahren, um wöchentlich Tausende von Schülerinnen und Schülern zu testen

Nächste Woche geht digitales Verfahren an einer Pilotschule in den Praxistest – Eltern und Schulen sollen automatisiert und datenschutzkonform über dieTestergebnisse informiert werden

Angebot an Schulungen für klassisches und volldigitales System für alle Lehrerinnen und Lehrer sowie das Personal an Schulen

Ab 26. April sollen zunächst alle 30 Grundschulen und SBBZ Lollitests durchführen – Bei Einführung kinderärztliche Unterstützung

Stadt ist weiterhin in Gesprächen mit dem Land, um das Modellprojekt voranzutreiben

Die Freiburger innovative Teststrategie wird erneut erweitert. Nach der Pilotphase mit den so genannten PCR-Pooltests an ausgewählten Schulen soll das Verfahren ab 26. April zunächst auf alle 30 Grundschulen und Sonderpädagogischen Bildungszentren (SBBZ) ausgeweitet werden. Hierbei arbeitet die Stadt eng mit der Universitätsklinik Freiburg zusammen.

In kürzester Zeit hat die Stadt eine digitale Infrastruktur aufgebaut, um mit einem einfachen Testsystem künftig Tausende Schülerinnen und Schüler testen zu können.

Das Prinzip des Lollitests ist einfach und effektiv: In Pooltests werden ganze Klassen gemeinsam getestet. Wattestäbchen werden dabei wie Lollis gelutscht und anschließend gemeinsam ins Labor für die PCR-Untersuchung gegeben. Eine Klasse bildet einen Pool, nur wenn ein Pool positiv ist, müssen Schülerinnen und Schüler einzeln getestet werden. Das Projekt wurde gemeinsam mit Uniklinik Freiburg und dem Gesundheitsamt entwickelt und ist ein sicheres, günstiges sowie einfach anzuwendendes System, das  wissenschaftlich eng von der Uniklinik begleitet wird.

Nach den Probeläufen in den vergangenen Wochen steht jetzt die digitale Infrastruktur, so dass Eltern und Schulen automatisiert und datenschutzkonform über die Testergebnisse informiert werden, auch im Bedarfsfall, wenn ein Test positiv ausfällt.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Mit unserem neuen volldigitalisierten und landesweit einmaligen Modellprojekt wollen wir ab dem 26. April noch schneller und effizienter Tausende von Kindern und Jugendliche wöchentlich testen. Damit stellen wir sicher, dass Kinder und Lehrkräfte einem möglichst geringen Infektionsrisiko ausgesetzt werden. Unser Konzept bietet eine schnelle, sichere und ressourcenschonendere Alternative zu den herkömmlichen Schnellselbsttests“. Und Bildungsbürgermeisterin Christine Buchheit ergänzt: „In zwei Wochen starten wir mit den Lollitests in allen 30 Grundschulen und SBBZ. Lollitests sind ein einfaches und praktikables Verfahren, um Schulen sicher offen zu halten und den Kindern die wichtige Möglichkeit des Präsenzlernens zu bieten“.

„Wir freuen uns, dass wir unsere hohe wissenschaftliche Expertise einbringen dürfen und den Schülerinnen und Schüler in Freiburg eine hoch effektive, sichere und aussagekräftige Testung anbieten können. Unsere Expertinnen und Experten für Digitalisierung haben in
kürzester Zeit ein System zur Übermittlung der anfallenden Daten entwickelt. Das Universitätsklinikum Freiburg nimmt damit seine Verantwortung für die Menschen in der Region – über die Krankenversorgung hinaus – gerne wahr“, sagt der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg Prof. Dr. Frederik Wenz.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Lollitests sind Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten und die digitale Erfassung der Schüler. Jede Grundschulklasse kann dann zwei Mal die Woche getestet werden.

In der nächsten Woche werden das neue digitale Testsystem und die Abläufe in Pilotschulen noch einmal abschließend getestet.

Ergänzend kommen die klassischen Schnelltests bei den weiterführenden Freiburger Schulen zum Einsatz. Das Land hat zugesagt die Tests dafür bereitzustellen, so dass auch hier jede Schülerin und jeder Schüler zweimal die Woche getestet werden kann. Laut der aktuellen Corona-Verordnung, die voraussichtlich ab 19. April in Kraft tritt, gilt eine Testpflicht an den Schulen, unabhängig vom 7-Tage-Inzidenzwert.

In weiteren Schritten sollen stufenweise neben den Grundschulen und SBBZ alle Kitas und Schulen mit den Lollitests ausgestattet werden.

OB Horn: „Die Resonanz auf die Lollitests von den ausgewählten Pilotschulen ist sehr positiv und bestärkt uns in unseren Bemühungen. Aus diesem Grund sind wir auf das Land zugegangen und sind derzeit in intensiven Gesprächen, um unsere Freiburger Testkonzeption mit dem volldigitalen Verfahren zu forcieren.“

Veröffentlicht am 15. April 2021

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