Gässleflitzer

ASF startet mit emissionsfreier Stadtteilreinigung

  • Lastenbike mit grünem Aufsatz, darauf der Schriftzug: "Gässleflitzer".
    In Freiburg fährt auch die Abfallwirtschaft Fahrrad: Die ASF unterwegs im emissionsfreien Lastenrad. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)
  • Mitarbeiter der Stadtreinigung leert einen Mülleimer, im Hintergrund dein Lastenbike mit grünem Aufsatz.
    Ein Mitarbeiter der ASF bei der Stadtteilreinigung im Stühlinger. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)
  • Lastenbike mit grünem Aufsatz auf einer Brücke, daneben Michael Broglin und eine Gerda Stuchlik.
    Michael Broglin, Geschäftsführer der ASF und Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik bei der Einweihung der neuen Gässleflitzer. (Foto: Pastrick Seeger/Stadt Freiburg)

Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) startet das Pilotprojekt "Emmissionsfreie Stadtteilreinigung". Dafür wurden sechs elektrisch betriebene Lastenräder angeschafft, die speziell für den Einsatz für die ASF umgebaut wurden. In den Stadtteilen Stühlinger, Brühl-Beurbarung und Neuburg erfolgt die Stadtreinigung in Zukunft nicht mehr mit dem Pritschenwagen, sondern mit den neuen Gässleflitzern.

Die sechs neuen Elektro-Lastenräder ersetzen ein Pritschenfahrzeug und sparen damit jährlich 2,2 Tonnen CO2 ein. So wird auch in diesem Bereich ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Doch die Räder haben noch weitere Vorteile. Mit ihnen kann effizienter gearbeitet werden und sie sind wesentlich leiser unterwegs. Sie sind also nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch ein Gewinn für die Freiburgerinnen und Freiburger.

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik

Stadt und ASF verfolgen das gleiche Ziel: Klimaschädliche Emissionen senken und bis spätestens 2050 Klimaneutralität erreichen. Die ASF setzt deshalb seit längerem darauf, Elektrofahrzeuge für die Stadtreinigung zu beschaffen. Mit dem Pilotprojekt Emissionsfreie Stadtteilreinigung folgt nun ein weiterer Schritt in Richtung klimaneutrale Stadtreinigung. So wird in drei Stadtteilen erprobt, ob die Reinigung allein mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen umgesetzt werden kann.

Schnell und flexibel unterwegs

Das Pilotprojekt startet im März, zentraler Bestandteil ist ein Reinigungskonzept, das auf den Einsatz von Lastenrädern ausgelegt ist. Die sechs elektrischen Räder wurden umgerüstet, damit sie genau für die Reinigungsarbeiten ausgelegt sind. Sie sind Überdacht und haben alle notwendigen Reinigungsutensilien an Bord – so sind die Gässleflitzer ganzjährig einsatzfähig. Dank integriertem Elektromotor sind sie emissionsfrei unterwegs und läuten zugleich eine Mobilitätswende im Bereich der Straßenreinigung ein.

Klimaschutzfonds fördert Pilotprojekt

Klein und kompakt konzipiert, sind die Lastenfahrräder schnell und flexibel in Freiburgs Straßen unterwegs, daher der Titel Gässleflitzer. Die Lastenräder werden auf dem Gelände der ASF GmbH mit Ökostrom der badenova betankt. Ein Rad kostet rund 17.000 Euro, circa 80 Prozent werden aus dem Klimaschutzfonds der Stadt bezahlt.

Zur emissionsfreien Stadtteilreinigung gehört neben den Lastenrädern auch der Einsatz von elektrischen Klein- und Großkehrmaschinen, elektrisch betriebenen Laubbläsern und einem elektrischen Pritschenfahrzeug. Das Pilotprojekt wird so zu einer Einsparung von 12,8 Tonnen CO2 pro Jahr führen.

Mit den Gässleflitzern möchten wir zeigen, dass Transportdienstleistungen nicht mehr zwangsläufig mit klassischen Fahrzeugen erbracht werden müssen. Mit dem jetzt beschrittenen Weg lassen sich zukünftig noch mehr Emissionen einsparen.

Michael Broglin, Geschäftsführer der ASF

Das neue Reinigungskonzept

Bislang sieht die Stadtteilreinigung so aus: Ein mit Schaufel und Besen ausgestattetes Handreinigungsteam kommt mit einem konventionellen Pritschenwagen zum Einsatzort. Von hier aus verteilen sich die drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sternförmig und kehren Abfälle zusammen. Anschließend wird der Abfall mit dem Fahrzeug eingesammelt.

In den Stadtvierteln, in denen das Pilotprojekt startet, wird das in Zukunft anders ablaufen. Jedes Teammitglied wird mit einem Lastenfahrrad ausgestattet. Diese haben einen Laderaum, so wird es möglich, den Abfall direkt aufzunehmen. So werden unnötige Wege vermieden. An Übergabeplätzen wird der Abfall dann auf Pritschenfahrzeuge geladen. Das ist bislang noch konventionell betrieben, soll im Laufe des Projekts aber durch ein Fahrzeug mit Elektromotor ersetzt werden. Sollten sich die Lastenfahrräder im Pilotprojekt bewähren, sollen sie auch in anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen.

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Veröffentlicht am 19. März 2021

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