Innovationspark KI

Freiburg beim Wettbewerb "Innovationspark Künstliche Intelligenz"

Gemeinsam mit der Stadt Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Universitätsklinikum Freiburg und vielen weiteren Partnern und Akteuren bewirbt sich die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) beim Wettbewerbsverfahren des baden-württembergischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zur Standortauswahl für den Innovationspark KI (Künstliche Intelligenz) Baden-Württemberg.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Einrichtung eines Innovationsparks Künstliche Intelligenz (IPKI) mit bis zu 50 Millionen Euro. An dem Wettbewerbsverfahren können sich Akteure beteiligen, die den IPKI mit einer Anschubfinanzierung des Landes beschleunigt in die Umsetzung bringen wollen. Weitere Informationen zum Wettbewerb der Landesregierung gibt es unter www.wirtschaft-digital-bw.de

Oberbürgermeister Martin Horn: „Ein solcher Innovationspark würde hervorragend zur DNA unserer Stadt als internationaler Wissen-schaftsstandort passen. Eine einmalige Chance, die breit angelegte wissenschaftliche Strahlkraft des Standortes Freiburg weiter zukunfts-orientiert auszubauen. Die enge Zusammenarbeit der Universität, der Universitätsklinik und der Stadt mit Verbänden, Institutionen, Bran-chen- und Technologie-Netzwerken sowie Unternehmen aus der Re-gion zur Erstellung der Wettbewerbsunterlagen ist ein starkes Zeichen für unsere Wirtschafts- und Forschungsregion. Auch wenn wir uns jetzt voller Überzeugung bewerben, so ist uns bewusst, dass es auch wei-tere starke Bewerber für dieses geplante Projekt gibt. Umso mehr strengen wir uns an und stellen die Vorteile eines Freiburger Standorts heraus.“

Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Freiburg: „Als Standort des Innovationsparks KI verfügen Freiburg und die Region nicht nur über die Möglichkeit, mit weithin sichtbaren Leuchttürmen und Talenten in Wissenschaft und Wirtschaft einen großen Schub für KI-basierte Innovationen und Wertschöpfung zu leisten, sondern auch über die Voraussetzungen, um bei Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Diversity und wichtigen Fragen wie Ethik und gesellschaftliche Verantwortung im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz international Maßstäbe zu setzen und die Zukunft gestalten zu können.“

Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: „Die international anerkannte "Green City" und "Health Region" Freiburg weist besondere Stärken in den Zukunfts- und Wachstumsfeldern Gesundheit, Nachhaltigkeit und Resilienz auf – ergänzt um die technologischen Kernkompetenzen Mikrosystemtechnik, Sensorik, Informatik und Robotik. Hinzu kommen die Lage im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz mit dem Hochschulverbund EU-COR – The European Campus und der gelebten Nähe zu den Innovations-, Wirtschafts- und Wissenschaftszentren Basel und Strasbourg. Dieses große Potenzial wollen wir nutzen, um auch in Zukunft entscheidende Beiträge zur Entwicklung von Innovationen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu leisten.“

Das gemeinsame Auftreten und der enge Schulterschluss von Stadt, Universität und Universitätsklinikum Freiburg stießen von Anfang an auf großes Interesse sowie breite Unterstützung, allen voran seitens der fünf in Freiburg ansässigen Fraunhofer-Institute sowie der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein. Federführend koordiniert durch die FWTM, haben sich diese Initialpartner zu einer Projektgruppe zusammengeschlossen, um die Bewerbung inhaltlich-konzeptionell vorzubereiten und abzustimmen. Im Laufe des Bearbeitungsprozesses, der mit Veröffentlichung der Wettbewerbsunterlagen am 03.12.2020 gestartet wurde, haben zwischenzeitlich allein rund 30 Unternehmen den Antrag mit Unterstützungsschreiben befürwortet. Weitere Befürworter und Unterstützer sind die Handwerkskammer Freiburg, der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden (wvib Schwarzwald AG) sowie branchen- und technologieorientierte, landesweite Kompetenz- und Kooperationsnetzwerke wie Baden-Württemberg: Connected (bwcon) und microTEC Baden-Württemberg, die mit eigenen Regionalbüros bzw. Geschäftsstellen am Standort Freiburg ansässig sind, oder BIOPRO Baden-Württemberg, die Landesgesellschaft für die Themen Bioökonomie und Biotechnologie, Pharmazeutische Industrie und Medizintechnik mit Sitz in Stuttgart, mit denen die FWTM seit vielen Jahren enge Kontakte pflegt, gemeinsame Projekte realisiert und im Rahmen einer strategischen Partnerschaft den Bereich Health und Life Sciences vorantreibt. Hinter der Bewerbung stehend und als Kooperationspartner ebenfalls beteiligt sind auch die beiden Hahn-Schickard-Institute für Mikroanalysesysteme sowie für Mikro- und Informationstechnik in Freiburg und Villingen-Schwenningen, das Öko-Institut, ein privat getragenes Forschungsinstitut für angewandte Ökologie mit Standorten in Freiburg, Darmstadt und Berlin, sowie schließlich die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Offenburg und Furtwangen.

In dem zweistufigen Wettbewerbsverfahren soll der beste strategische Partner mit dem in einer Gesamtabwägung geeignetsten realisierbaren sowie wirtschaftlich, finanziell und ökologisch tragfähigen bzw. nachhaltigen Konzept für einen oder mehrere Standorte gefunden werden. Die Bewerbungseinreichung erfolgte am vergangenen Freitag, 29.01.2021. Die Auswahl des bevorzugten Wettbewerbsteilnehmers mit dem besten Gesamtkonzept anhand der festgelegten Kriterien des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau erfolgt voraussichtlich im 2. Quartal 2021.

Veröffentlicht am 01. Februar 2021