Infopoint Covid-19

Die aktuelle Situation aufgrund der Covid-19-Pandemie stellt alle vor große Herausforderungen. Bund, Land, Kommune, Stiftungen, Verbände, Kulturinstitutionen und Kulturschaffende arbeiten mit Hochdruck an Lösungen und Hilfsangeboten.

Das Kulturamt arbeitet daran, Sie zu unterstützen - sei es als geförderte Kultureinrichtung oder Festival, als gefördertes Projekt, als Freischaffende_r oder als Kooperationspartner_in. Es gibt einige Informationen im Netz über Unterstützungsmaßnahmen für Kulturschaffende jeglicher Art und über Petitionen. Auch werden wir Sie fortlaufend darüber informieren, welche Maßnahmen hier ergriffen werden.

Mit diesem Infopoint wollen wir Kulturschaffenden schnellstmöglich Informationen zu den neusten Entwicklungen im Kulturbereich zur Verfügung stellen. Wir freuen uns über ergänzende Hinweise.
(Die Informationen auf dieser Seite werden laufend aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

Unterstützungsmaßnahmen

Gründungsberatung für freiberufliche Tätigkeiten

Das Institut für Freie Berufe ist eine der führenden Beratungseinrichtungen für Freie Berufe in Deutschland. Aufgrund seiner Spezialisierung und Fokussierung ist das Institut die erste Anlaufstelle für Freiberufler_innen, die vor und nach der Existenzgründung fachmännischen Rat und Unterstützung brauchen. Es bietet Gründungsberatung an, beantworten täglich eine Vielzahl an Fragen und hilft Gründer_innen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

Schwer­punktwochen für Solo-Selbständige in BaWü

Mit der Aktion „Durchhalten und durchstarten“ richtet die MFG in den Schwerpunktwochen für Solo-Selbstständige im Februar und März den Fokus auf die kreativen Einzelkämpfer_innen und geht gezielt auf ihre aktuellen Bedürfnisse ein. Eine Kommunikationskampagne, Weiterbildungsangebote, Netzwerkveranstaltungen und übersichtliche Informationen zu Wirtschaftshilfen in der Corona-Pandemie – das Angebot der #bwbleibtkreativ Schwerpunktwochen ist vielfältig.

Europäischer Sozialfonds in Baden-Württemberg

Der Europäische Sozialfonds in Baden-Württemberg fördert im neuen Rahmenaufruf Projekte bis zu 100%!
Anträge können bis Montag, den 15. Februar 2021 bei der Landeskreditbank Baden-Württemberg eingereicht werden.Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts sowie (teil)rechtsfähige Personengesellschaften. Ausgeschlossen von einer Antragstellung sind natürliche Personen und nicht rechtsfähige Personenvereinigungen.
Zwei Einzelaufrufe beziehen sich auf den Kulturbereich:
Kunst-und Kultureinrichtungen als lernende OrganisationenDas Förderprogramm richtet sich vorrangig an alle Kunst-und Kultureinrichtungen des Landes mit ihren Leitungen und Mitarbeiter*innen, welche aufgrund der aktuellen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie - Lockdown aller kulturellen Einrichtungen und Aktivitäten - eklatante finanzielle Einbußen bis hin zur drohenden Insolvenz zu erleiden hatten.Das Förderprogramm für Kunst-und Kultureinrichtungen des Landes verfolgt im Einzelnen das Ziel der Kompetenzentwicklung zur Verbesserung, Anpassung und Erweiterung institutioneller Fähigkeiten an aktuelle Erfordernisse. Es sollen Fähigkeiten und Kompetenzen erweitert und Instrumente erlernt werden, die es nicht nur in Krisensituationen erlauben, der Kunst-und Kultureinrichtung die Existenzsicherung dauerhaft zu gewährleisten und sich mit aktuellen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen.
Weiterbildung von freischaffenden Künstler*innen, Musiker*innen, KulturschaffendenDas Förderprogramm richtet sich vorrangig an freischaffende Künstler*innen, Musiker*innen und Kulturschaffende, welche aufgrund der aktuellen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie - Lockdown aller kulturellen Einrichtungen und Aktivitäten - eklatante finanzielle Einbußen zu erleiden hatten.Das Förderprogramm für eine Vielzahl von freiberuflichen Künstler*innen verfolgt im Einzelnen das Ziel der Kompetenzentwicklung zur Verbesserung der Anpassung beruflicher Fähigkeiten an aktuelle Erfordernisse. Ziel des Förderprogramms ist es, dass Fähigkeiten und Instrumente erlernt werden, die es nicht nur in Krisensituationen erlauben, als Künstler*in die Existenzsicherung dauerhaft zu gewährleisten.

Telefonische Beratungsstelle BaWü

Telefonische Beratungsstelle  für wirtschaftliche Fragen im Zuge der Corona-Pandemie der MFG Kreativ (Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg). Außerdem ständig aktualisierte Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten für Kultur- und Kreativschaffende.

Novemberhilfe, Dezemberhilfe und Neustarthilfe

Neustart Kultur

Rettungs- und Zukunftsprogrammon der Bundesregierung für den Kultur- und Medienbereich. Gefördert werden unter anderem pandemiebedingte Investitionen und Projekte verschiedener Kultursparten. Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten.

Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand

Unterstützungsprogramme des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Der Masterplan umfasst finanzielle Unterstützung wie auch beratende und organisatorische Maßnahmen und wird entsprechend der Corona-Lage im Land angepasst und fortgeschrieben.

Deutscher Kulturrat

Verband der Veranstaltungsorganisatoren

Handlungshilfen für die Veranstaltungsbranche. Bietet u.a. eine Übersicht zu "Rechtliche Informationen im Rahmen von Absagen".

Ver.di

Corona-Infopool für Solo-Selbstständige. Beantwortet zahlreiche Fragen zu Entschädigungen, Haftungsfragen, Steuer- und Versicherungsentlastungen.

Fördermaßnahmen des Kulturamts Freiburg

Aktuell

Kontingent an Probe- und Konzertterminen in Jazzhaus & Jugend Pro Arte

Mit einer Einmalzahlung an die Jazzhaus GmbH (90.000 Euro) und an Jugend Pro Arte e.V. (50.000 Euro) beschloss der Gemeinderat am 8. Dezember 2020 gemäß Drucksache G-20/259 ein Kontingent an Probe- und Konzertterminen, das von Kunst- und Kulturschaffenden stark kostenreduziert in Anspruch genommen werden kann. Die Förderung kommt sowohl den Institutionen als auch Kunst- und Kulturschaffenden von Musik und Tanz zugute. Diese wenden sich bitte direkt an das Jazzhaus bzw. Jugend Pro Arte.

Erstattung von Mietkosten der FWTM-Räume während der Pandemie

Historisches Kaufhaus, Konzerthaus und Sick-Arena sind zentrale Veranstaltungsorte für viele Kulturveranstalter_innen in der Stadt. Während der Corona-Pandemie steht jede Veranstaltungsplanung vor einer hohen Hürde, nicht zuletzt durch die geringere Platzauslastung bei gleichbleibenden Mieten. Über das neue Förderprogramm „Erstattung von Mieten für Kulturveranstaltungen in den Räumen der FWTM“, das der Gemeinderat am 28.07.2020 beschlossen und am 07.12.2020 verlängert hat, erhalten alle Kulturveranstalter_innen die Möglichkeit, 50 Prozent der Miete erstattet zu bekommen.

Die Erstattung von Mietkosten für Kulturveranstaltungen in den Räumen der FWTM gilt vom 1. August 2020 bis 31. Dezember 2021 oder bis das Förderbudget von 100.000 € ausgeschöpft ist.

(28. Dezember 2020)

Verfahren für Kulturbetriebe mit drohender Zahlungsunfähigkeit

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.07.2020 ein Verfahren beschlossen, das Kulturinstitutionen bei einer drohenden Zahlungsunfähigkeit mit einem Sofortzuschuss unterstützt. Geraten Kulturinstitutionen aufgrund der Pandemie nachweislich in die Nähe einer Insolvenz, kann das Kulturamt nach eingehender Prüfung die Fälle dem Gemeinderat vorlegen und ihn über einen Sofortzuschuss entscheiden lassen. Es ist dabei unerheblich, ob die Kulturinstitution bereits von der Stadt gefördert wird oder nicht. Die Einreichung von Unterlagen bei drohender Zahlungsunfähigkeit ist laufend möglich.

(12. August 2020)

Informationen zu Projektförderungen 2020/21

Projektförderungen 2020

Eine Vielzahl an Projekten aus 2020 wurden aufgrund der Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben. Die aktuelle Situation des seit November anhaltenden Lockdowns stellt auch diese Planungen in Frage. In seinen Informationen zur Projektförderung kommunizierte das Kulturamt den 30.04.2021 als spätmöglichsten Zeitpunkt der Durchführung für Projekte aus 2020.
 
(1) Umsetzung des Projektes bis zum 30. April 2021
 
Umsetzung bedeutet in diesem Fall, dass das Projekt entweder bis zum 30. April 2021 durchgeführt und beendet ist oder es bereits gestartet worden ist bzw. noch vor dem 30. April 2021 gestartet werden soll, so dass eine Durchführung und Beendigung noch im ersten Halbjahr gewährleistet werden kann.
 
(2) Keine Umsetzung des Projektes bis zum 30. April 2021
 
Projekte, die nicht mehr bis zum 30. April 2021 umgesetzt werden können, müssen abgerechnet werden. Es ist ein Verwendungsnachweis einzureichen. Die bereits entstandenen Kosten sind im Rahmen der beschiedenen Zuschusshöhe weiterhin abgedeckt. Es können jedoch nur Kosten anerkannt werden, die durch Belege, Rechnungen, Verträge etc. auch nachgewiesen werden können. Die Mittel bis max. in der Höhe des gewährten Zuschusses, die gemäß Verwendungsnachweis nicht beansprucht werden, sind nach erfolgter Prüfung und Rückmeldung durch das Kulturamt anschließend zurück zu erstatten. Die entsprechenden Formulierungen finden sich im Widerrufsbescheid wieder. 
 
(3) Umsetzung des Projekts im 2. Halbjahr 2021
 
Projekte, die bis zum 30. April 2021 abgerechnet werden müssen, dennoch aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen und umgesetzt werden sollen, können grundsätzlich ein zweites Mal beantragt werden und für die Durchführung einen neuen Zuschuss erhalten. Die zuständige Ansprechperson im Kulturamt gibt dazu gerne Auskunft.

Projektförderungen 2021

Je nach weiterem Verlauf des Lockdowns kann es auch im Jahr 2021 zu Verschiebungen oder Absagen von geförderten Projekten kommen. Es treten dann die im Folgenden genannten Regelungen ein, die seit dem Frühjahr letzten Jahres angewendet wurden:
 
(1) Absage des Projektes
 
Das Projekt muss aufgrund der Verordnung der Landesregierung abgesagt werden und wird auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
 
a) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist bereits ausgezahlt worden.
 
Der Ihnen vorliegende Zuwendungsbescheid wird vom Kulturamt widerrufen, d.h. Sie erhalten einen sogenannten „Widerrufsbescheid“. Wie sonst auch üblich ist ein Verwendungsnachweis einzureichen, der in diesem Fall die bereits entstandenen Kosten darstellt. Diese Kosten sind im Rahmen der beschiedenen Zuschusshöhe weiterhin abgedeckt. Es können nur Kosten anerkannt werden, die durch Belege, Rechnungen, Verträge etc. auch nachgewiesen werden können.
 
Die Ausgangslage für die Prüfung des Verwendungsnachweises im Kulturamt bildet der mit dem Projektantrag eingereichte Finanzplan, auf dessen Grundlage Sie den Zuschuss zugesprochen bekommen haben. Sollten in diesem Finanzplan Einnahmen durch weitere Drittmittelgeber zur Gesamtfinanzierung des Projektes vorgesehen gewesen sein, dann geben Sie bitte an, ob in der Zwischenzeit Zusagen erfolgt sind und ob auch diese Drittmittelgeber sich an den entstandenen Kosten beteiligen. Wenn ja, dann sind diese Mittel als Einnahmen im Verwendungsnachweis mit zu berücksichtigen. 
 
Die Mittel bis max. in der Höhe des gewährten Zuschusses, die gemäß Verwendungsnachweis nicht beansprucht werden, sind nach erfolgter Prüfung und Rückmeldung durch das Kulturamt anschließend zurück zu erstatten. Bitte beachten Sie die entsprechenden Formulierungen im Widerrufsbescheid.  
 
b) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist noch nicht ausgezahlt worden.
 
Der einzige Unterschied zu a) besteht darin, dass Ihnen die nachweislich entstandenen Kosten bis max. in der Höhe des gewährten Zuschusses nach erfolgter Prüfung des Verwendungsnachweises und Rückmeldung durch das Kulturamt anschließend ausgezahlt werden. Bitte beachten Sie auch hier die entsprechenden Formulierungen im Widerrufsbescheid.
 
 
(2) Verschiebung des Projektes
 
Das Projekt muss aufgrund der Verordnung der Landesregierung abgesagt werden. Das Projekt wird jedoch voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden (max. möglich bis zum 30.04. des Folgejahres). Berücksichtigen Sie bei dieser Entscheidung bitte, dass dafür keine Erhöhung der bereits beschiedenen Zuschusshöhe gewährt werden kann.
 
a) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist bereits ausgezahlt worden.
 
Die Planung für das Projekt kann fortgeführt werden und die erhaltenen Mittel können von Ihnen weiter verausgabt bzw. gebunden werden. Sie sind jedoch angehalten, die Verausgabung verantwortlich zu handhaben, d.h. genau zu überlegen, ob diese Verausgabung zum jetzigen Zeitpunkt wirklich erforderlich ist, da nicht auszuschließen ist, dass die Entscheidung über die Absage des Projektes zu einem späteren Zeitpunkt von Ihnen getroffen werden muss. In diesem Fall ist gemäß (1) Absage des Projektes vorzugehen.
 
b) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist noch nicht ausgezahlt worden.
 
Auch in diesem Fall können Sie Ihr Projekt fortführen. Wie sonst auch üblich können Sie die Mittel für das Projekt abrufen. Anschl. können Sie diese Mittel unter Berücksichtigung der unter a) stehenden Hinweise verausgaben bzw. binden.
 
c ) Sie haben eine Förderzusage, aber noch keinen Zuwendungsbescheid erhalten.
 
In diesem Fall stimmen Sie sich bitte mit der für Ihr Projekt zuständigen Ansprechperson im Kulturamt ab, für welchen Termin Sie die Durchführung Ihres Projektes planen und ab wann Sie die Mittel benötigen. Erst zu diesem Zeitpunkt wird das Kulturamt den dafür erforderlichen Zuwendungsbescheid erstellen. Dieses möglichst lange Abwarten geschieht vorsorglich, falls das Projekt doch noch zu einem späteren Zeitpunkt abgesagt werden muss.


(25. Februar 2021) 

Modifikationen in den Förder- und Vergabekriterien für 2021

Aufgrund der erheblichen Auswirkungen der Pandemie auf die Produktions- und Aufführungsbedingungen, nahm das Kulturamt für das Jahr 2021 je nach Förderbereich unterschiedliche Modifikationen in den Förder- und Vergabekriterien vor:
 
(1) Theater und Tanz
 
Die Vergabekriterien für die Projektförderung 2021 wurden mit dem Ziel einer stärkeren Flexibilisierung verändert, um etablierten Kompanien und Kollektiven eine Anpassung ihrer Projektvorhaben im Laufe des Jahres 2021 aufgrund der Pandemiesituation zu ermöglichen. Im Jahr 2021 sind dafür keine neuen Konzeptionsförderungen vergeben worden. Künstler_innen und Gruppen hatten im November 2020 die Möglichkeit, sich auf eine Einstiegsförderung oder eine Basisförderung zu bewerben.
 
(2) Musik
 
Für den Förderbereich Musik bietet das Kulturamt für das Jahr 2021 zusätzlich das Förderformat „Freiräume“ an. Die Veranstaltungsförderung wird in gewohnter Form weiterhin möglich sein. Mit der Erweiterung der Förderformate ändert sich auch das Verfahren: 2021 gibt es erstmalig im Bereich Musik Fristen für die Beantragung von Projekten. Die Vergabe der Mittel wird im Januar/Februar und im Mai/Juni erfolgen. Unterstützung bei der Entscheidung hat sich das Kulturamt über die Mitarbeit von fachkompetenten Berater_innen aus der Musikszene eingeholt.
 
(3) Chöre
 
Der Schwerpunkt der Chorförderung für das Jahr 2021 wird mit 80 % des Förderbudgets prioritär auf der Basisförderung liegen. Damit wird vom üblichen Verteilungsschlüssel des Förderbudgets mit 60 % Basisförderung und 40 % Projektförderung abgewichen. Mit der erhöhten Basisförderung können Chöre in dieser schwierigen Zeit Probenabläufe stabilisieren, Chorleitung und Mitglieder halten und neue Formate für ihr Publikum konzipieren. Projektförderungen mit den verbleibenden 20 % des Gesamtbudgets sind kurzfristig stattfindenden Projekten von Chören ohne Basisförderung vorbehalten.

(Herbst 2020)

Abgeschlossen

Webinare "Corona-Hilfen" am 31. März und 7. April 2021

Am 31. März und 7. April 2021 von 17 bis 19 Uhr fanden zwei Webinare zu “Corona-Hilfen” statt. Rechtsanwältin Janina Jundt und Rechtsanwalt Prof. Clemens Pustejovsky führten durch den Dschungel der Antragstellung und erläutern Überbrückungshilfe III, Neustarthilfe, November- und Dezemberhilfe sowie bundeslandspezifische Hilfen. Im Rahmen des Webinars wurden auch Fragen der Teilnehmenden beantwortet.

Folgende Themen wurden behandelt:

  • Voraussetzungen der Anspruchsberechtigung 
  • Antragstellung
  • Überschneidungen mit anderen Hilfen
  • Höhe und Berechnung der Hilfen

Das Seminar richtete sich an Kulturschaffende (Solo-Selbstständige, Unternehmen, Vereine), war ein kostenloses Angebot des Kulturamts Freiburg und wurde durchgeführt von der Rechtsanwaltskanzlei Nolte & Pustejovsky.

Unterstützung für FBO, ensemble recherche und Albert-Konzerte

Ausschreibung „Clubs und Musikspielstätten“ - 12 Clubs gefördert

In der Sitzung vom 28.07.2020 beschloss der Gemeinderat der Stadt Freiburg ein Förderprogramm zur Unterstützung von Clubs und Musikspielstätten in Freiburg und stellte dafür ein Gesamtfördervolumen von 100.000 € bereit. Freiburger Musikclubs, Musikspielstätten und Musikfestivalveranstalter_innen, die ihren Sitz in Freiburg haben und/oder eine zentrale Wirkung für das Kulturleben bzw. die Nachtkultur der Stadt Freiburg haben, können eine einmalige Förderung von max. 10.000 € zur Durchführung von Live-Musikkonzerten im Zeitraum vom 1.10.-31.12.2020 erhalten und/oder einen einmaligen Mietkostenzuschuss von max. 5.000 €.

12 Clubs und Musikspielstätten erhalten Zuschüsse in Höhe von insgesamt 68.000 Euro.

Zuschüsse zur Durchführung von Veranstaltungen von insgesamt 33.000 € erhalten:

Antragsteller_in Fördersumme
ArTik e.V. 7000.- €
Jazzhaus GmbH 10000.- €
Kulturaggregat e.V. 4000.- €
MKDOS Event GmbH - Hans-Bunte 7000.- €
Ruefetto Kurier GmbH 5000.- €

Zuschüsse zu den Mietkosten von insgesamt 35.000 € erhalten:

Antragsteller_in Fördersumme
Crash Musikkeller EG 5000.- €
Drifter´s Club GmbH 4000.- €
Eimer Musik Pub 3000.- €
Jazzhaus GmbH 5000.- €
Ritter Rotz GbR- Bar am Funkeneck 3000.- €
Sea You Festival GmbH 5000.- €
The Great Räng Teng Teng 5000.- €
Waldsee Catering GmbH 5000.- €

(2. Oktober 2020)

Verfahren für institutionell geförderte Kultureinrichtungen

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.07.2020 ein Verfahren beschlossen, bei dem die Verwaltung offensiv auf die von der Stadt institutionell geförderten Kultureinrichtungen zugeht. Im Rahmen dieses Verfahrens wird das Kulturamt die jeweils zu erwartenden Jahresergebnisse, die auf Grund der Corona-Krise stark von den ursprünglich geplanten Jahresergebnissen abweichen werden, analysieren. Dabei wird es mit entscheidend sein, in welchem Maße es insbesondere den Kultureinrichtungen gelungen ist, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die dazu führen werden, dass der Jahresfehlbetrag minimiert werden kann. Dazu zählen die Soforthilfeprogramme des Bundes und des Landes, aber auch personelle Maßnahmen wie die Beantragung von Kurzarbeit. Die Verwaltung wird die Ergebnisse dieses Verfahrens dem Gemeinderat vorlegen, so dass dieser sich ein umfassendes Bild für die anstehenden Haushaltsberatungen machen kann. Die institutionell geförderten Kultureinrichtungen werden direkt vom Kulturamt angeschrieben.
(5.August 2020)

Ausschreibung "Alternative Kunstformate" - 22 Projekte gefördert

„Welche Kunst-Aktionen sind „auf Abstand“ möglich?“ fragte das Kulturamt in seiner Ausschreibung „Alternative Kunstformate“ Freiburgs Kunst- & Kulturschaffende. Die Corona-Pandemie hatte das öffentliche Kunst- und Kulturleben auch in Freiburg in kürzester Zeit einschneidend eingeschränkt und nahezu zum Erliegen gebracht. Um dem etwas entgegenzuwirken, suchte das Kulturamt Freiburg gezielt nach Projekten, die unter den aktuellen Bedingungen alternative Formate initiieren, neu ausprobieren oder intensivieren.

Nach einer Laufzeit von zwei Monaten und 71 eingegangenen Projektanträgen endete die Ausschreibung in Juni. Mit Sondermitteln in Höhe von 48.600 €, die aus freigewordenen Mitteln abgesagter Eigenveranstaltungen stammen, förderte das Kulturamt 17 Projekte. Weitere 5 Projekte wurden kurzerhand mit Mitteln in Höhe von 7.400 € aus gängigen Projekttöpfen gefördert (siehe auch Pressemitteilung vom 16. Juli 2020).

Antragsteller_in Projekt Projektskizze Fördersumme
Agrikultur e.V., Literaturhaus & Illu e.V. Litfaßsäulen-Kunst Sechs Autor_innen der Jugend-Schreibwerkstatt des Literaturhauses und zwölf Illustrator_innen des ILLU Freiburg e.V. füllen Leerstellen im Stadtraum. An 15 Standorten ist Plakat-Poesie rund um die Themen Nachhaltigkeit und Solidarität zu entdecken. 5000.- €
Anita Bertolami Kleinst Kunst Theater Raus aus der Warteschlange und hinein ins Theater. Eine "Werkzeugkiste-Kiste" als Bühne, dahinter eine Figurentheaterspielerin und für drei Minuten in das Universum der Werkzeuge eintauchen - ganz allein. Den Warteplatz übernimmt solange eine Holzfigur. 3000.- €
Ann Sam Bell Poesie trifft Pandemie Schauspieler_innen begegnen Telefonanrufer_innen mit Poetischem. 1000.- €
Daniel Rakovsky 12 Zimmer Tanz-Kurzfilme aus einem alten Landhaus werden installativ in einer Freiburger Wohnung gezeigt, jeweils im passenden Raum. Die Besucher_innen wandeln von Raum zu Raum und zwischen beiden Wirklichkeiten. 3000.- €
Delphi Kunst in Schaufenstern Momentan verwaiste Schaufenster werden künstlerisch bespielt. Auf einen Online-Stadtplan entsteht ein kuratierter Spazierweg. 1800.- €
Dietrich Roeschmann & Annette Hoffmann Künstlerische Praxis im Rückzugs-Modus 30 Kunstschaffende werden angefragt, auf artline.org ihre Arbeiten online zu präsentieren. Zudem sollen alle Arbeiten mit Kommentaren zu den besonderen Umständen ihres Entstehens sowie Gedanken zur Kunstproduktion im Rückzugs-Modus und möglichen nachhaltigen Effekten auf die eigene künstlerische Praxis versehen werden. 3000.- €
ensemble recherche sound recherche Freiburger_innen sind eingeladen, Sounds in den eigenen vier Wänden oder auf der Straße aufzunehmen oder bereits vorhandenes Material einzusenden. Die Musiker_innen des ensemble recherche kreieren daraus experimentelle Kurzkompositionen. 3000.- €
Hannah Kindler, Alexandra Heneka, Jasmin Kirschbaum Dis1,5mTanz Mit selbstgefertigten, künstlerischen Abstandskostümen, Geh- und Bewegungshilfen erforschen sozial benachteiligte Menschen mit oder ohne körperliche oder psychische Beeinträchtigungvon die Distanz durch Performance. 3000.- €
Leonard Wölfl werther.live Das Projekt setzt Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" als Theaterstück im digitalen Raum um. Die Inszenierung findet online statt, mittels "screen capturing" und Livestream wird das Stück für die Zuschauer_innen zuhause greifbar. 3000.- €
Luca Marie Fritsch Perspektivwechsel Die Verfilmung der szenischen Lesung von „Stück Welt“ erprobt neue Modelle für interdisziplinäres Arbeiten. 3000.- €
Momentlabor Quarantäne Quartett Das Quarantäne Quartett spielt in privaten Hinterhöfen und Gärten, das Publikum genießt ausschließlich vom Balkon aus oder lauscht am Fenster. Die Künstlergruppe wird von Gastgebern eingeladen und die Gastgeber informieren ihre Nachbarn. 3000.- €
One+enO Collective Human Encounter Zwei Tänzerinnen, zwei Zuschauer_innen auf Stühlen, Rücken an Rücken, eine Dachterrasse. Zwei parallel verlaufende Dialoge, räumlich gespiegelt. 3000.- €
Quizzical Körper Serenus In der Tradition der Serenade übertragen zwei Tänzerinnen das Konzept des "Realismo Mágico" von der Literatur auf Tanzflächen in Hinterhöfen. 3000.- €
Sascha Flocken, Lena Drieschner, Burkhard Finckh Berührung Eine musikalische "Lecture Performance" in Hinterhöfen um Thema "Berührung", welche die drei Künstler_innen durch sammeln von Gedanken der Balkonzuschauer_innen immer weiterspinnen. 3000.- €
Theater Budenzauber Gegenüberinsel In Innenhöfen erfahren Zuschauer_innen aus Fenstern und von Balkonen pantomimisch und clownesk, wie sich "Gelb" und "Blau" kennenlernen, die jeweils auf einer einsamen Insel leben. 2800.- €
Theater R.A.B. Freiburger Telefonzone In einer dialogische Sprachperformance improvisiert die "Dadapäpstin" zu einem Thema live am Telefon, liest aus einem theatral-literarischen Text vor oder führt ein Gespräch über die Rolle der Kunst und Kultur - je nach Wunsch der Anrufenden. 2000 .- €
Vera Sebert Interaktives E-Zine Das E-Zine untersucht künstlerisch das Verhältnis von Autor_in und Leser_in, von gesprochener und geschriebener Sprache und von Bild und Zeichen im Kontext digitaler Technologien. 3000.- €

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79098 Freiburg
Telefon 0761 201-2101
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Stv. Amtsleitung, Abteilungsleitung Kulturarbeit

Telefon 0761 201-2105
Aufgaben:

Soziokultur, Theater und Tanz, Film

Frau Claudia Dürr

Assistenz der Amtsleitung

Telefon 0761 201-2101

Sprechzeiten

  • Montag–Donnerstag
    9–12:30 und 13:30–16 Uhr
  • Freitag
    9–12:30 Uhr