Breitbandausbau

Schnelles Netz für Wiehre und Rieselfeld

Zwei Männer mit Mundschutz unterzeichnen an einem Stehtisch ein Dokument
Stadt und Telekom haben eine Kooperationsvereinbarung zum Ausbau des schnellen Internets geschlossen. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Von Februar bis Jahresende 2021 verlegt die Telekom rund 290 Kilometer Glasfaserkabel im Rieselfeld und in der Wiehre. Damit erhalten rund 11000 Haushalte die Chance auf schnelles Internet.

Der Nachholbedarf für leistungsfähige Internetverbindungen ist nicht zuletzt in den vergangenen Monaten der Corona-Krise sehr deutlich geworden. Denn für Videokonferenzen, Homeschooling und Streaming braucht es stabile und leistungsstarke Netzanschlüsse. Aber auch die Wirtschaft, die Wissenschaft, Selbstständige und die Verwaltung sind immer mehr darauf angewiesen.

290 Kilometer Glasfaser für 1 GBit/s

Oberbürgermeister Martin Horn unterzeichnete vergangene Woche eine Vereinbarung zur Kooperation der Stadt mit der Telekom beim Glasfaserausbau. "Digitalisierung ist eine fortlaufende Aufgabe. Und schnelles Internet ist dafür das A und O", so der OB. Die Telekom baut nun ihr Netz in Freiburg weiter aus und verlegt dabei Glasfaserkabel bis in die Häuser. Um die Bandbreite von einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s) anbieten zu können, werden im Rieselfeld und im Kernbereich der Wiehre 290 Kilometer Glasfaser verbaut und insgesamt 35 neue Verteilerkästen errichtet.

Der Aufwand dafür ist enorm: Auf einer Gesamtstrecke von 36 Kilometern müssen beidseits der Straßen die Gehwege aufgegraben werden und anschließend die Kabel nicht nur in jedes Haus, sondern auch auf jede Etage verlegt werden. Dazu ist jeweils individuell das Einverständnis der Eigentümer(-gemeinschaften)erforderlich. Auf rund 15 bis 20 Millionen Euro bezifferte Telekom-Regionalmanager Christopher Beußel die Kosten, die ausschließlich von der Telekom getragen werden.

Tradition trifft Moderne

Für das frühere Staatsunternehmen ist Freiburg ein besonders attraktiver Standort, weil sich die Stadtverwaltung mit dem neu gegründeten Amt für Digitales und IT (Digit)als "überraschend innovativer Partner" erwiesen hat. Auch die rege Start-up-Szene sowie das Know-how der Fraunhofer-Institute haben für Freiburg gesprochen, sagte Beußel.

Die Auswahl der beiden Stadtteile erfolgte nach dem Prinzip: "Tradition trifft Moderne!", erläuterte Beußel. So könne man verschiedene Verfahrenstechniken erproben und Erfahrung für den weiteren Ausbau sammeln. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist auch Bestandteil der städtischen Digitalisierungsstrategie. "Das ist ein Megaschritt für Freiburg", freute sich Digit-Leiter Bernd Mutter. Um den Ausbau zügig umsetzen zu können, werden das für die Genehmigung der Bauarbeiten zuständige Garten- und Tiefbauamt und Digit eng zusammenarbeiten.

Veröffentlicht am 06. November 2020