Pädagogische Netzwerke

Seit zehn Jahren gibt es Schulbibliotheken in Freiburg

Hölzernes Bücherregal mit der Aufschrift "Sachbücher 6+".
Foto: Stadt Freiburg

Vor zehn Jahren wurde der Grundstein für den Aufbau eines besonderen pädagogischen Netzwerks gelegt: Damals wurde die erste Schulbibliothek Freiburgs eröffnet. Mittlerweile gibt es Bibliotheken in Trägerschaft der Stadt an 40 ganz unterschiedlichen Schulen.

2010 wurde als Entwicklungsziel der Stadt ausgegeben, dass in allen städtischen Grundschulen Bibliotheken entstehen sollen. Zunächst geschah das vor allem an Grundschulen, an denen viele Kinder mit Migrationshintergrund unterrichten wurden. Inzwischen gibt es an allen 30 Freiburger Grundschulen Schulbibliotheken, dazu an einer Realschule, drei Gymnasien, einer Gemeinschaftsschule sowie fünf SBBZs.

Vielfältigkeit und Integration

„Bibliotheken können junge Menschen auf verschiedene Arten fördern. Lesen ist die wichtigste Grundkompetenz, um selbstständig zu lernen und Wissen zu erlangen. Bibliotheken unterstützen die Sprachförderung - und Sprache ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe“, so der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach.

In 90 Prozent der Bibliotheken stehen Bücher in verschiedenen Sprachen. Der Zugang zu diesen Medien trägt maßgeblich dazu bei, Kinder beim Sprechen, Zuhören und Lesen zu befähigen.

„Mehrsprachigkeit ist ein roter Faden in der Entwicklung der Bibliothek der Kulturen. Bücher in Muttersprache sind für viele Kinder und Jugendliche ein Türöffner zur Bibliothek. Sie werden so zu einer Brücke zum Erwerb der deutschen Sprache“, sagt Bürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Das zehnjährige Bestehen wird mit einer Broschüre gefeiert, die die Vielfältigkeit der Bibliotheken zeigt. Neben einer Beschreibung der Entstehung und Entwicklung wird hier jede Bibliothek mit einer eigenen Kurzdarstellung gezeigt.

Digitalisierung

Der Blick soll nicht nur zurückgehen, sondern auch in Richtung digitale Zukunft. Mit neuer Technik und Konzepten soll das Angebot aktuell bleiben und die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle (SbA) wird digitale Angebote aufbauen. So sollen ab kommenden Jahr auch Tablets ausgeliehen werden, auf denen Apps installiert sind, mit denen altersgerecht gelernt werden kann. Auch soll die beliebte Bücherrallye, organisiert in Kooperation mit der Freiburger Schulprojektwerkstatt, in Zukunft zusätzlich in digitaler Form stattfinden. Bibliotheken haben derzeit schon die Möglichkeit digitale Lernstifte und Tonieboxen anzuschaffen.

Das Schulbibliotheksnetz wird von der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (SbA) der Stadtbibliothek Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Amt für Schule und Bildung betreut. Dazu kommt das Engagement von Schulleitungen, Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften sowie Eltern und anderer ehrenamtliche tätigen Menschen, die sich bei der Ausgestaltung der Bibliotheken einbringen.

Veröffentlicht am 12. Oktober 2020
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