Eissporthalle

Neubau würde bis zu 68 Millionen Euro kosten

Menschen spielen Eishockey auf einer Eisfläche in einer geschlossenen Halle
In die Jahre gekommen: Die Zukunft der Eishalle, die nicht mehr sanierungsfähig ist, ist ungewisser denn je (Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg)

Am 30. Juni 2024 läuft die Betriebsgenehmigung für die Echte-Helden-Arena, die Heimstätte des Freiburger EHC in der Ensisheimer Straße, aus. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Vertretern der Stadt und des EHC wurde am vergangenen Mittwoch deutlich, dass es ungewiss ist, ob durch weitere technische Ertüchtigungen die Betriebsgenehmigung der Halle noch einmal verlängert werden kann.

Klar dagegen ist schon jetzt, dass ein Neubau einer Eishalle in so kurzer Zeit nicht finanzierbar ist. Die Verwaltung hat, gemeinsam mit externen Beratern und Gutachtern verschiedene Szenarien für einen Neubau entworfen und die groben Kosten berechnet.

Der beste Standort befindet sich nach Aussage von Robert Staible, Leiter des Amts für Projektsteuerung, auf dem Areal zwischen der Sick-Arena und der Madisonallee. Dort gebe es die nötige Infrastruktur und das Gelände befindet sich in städtischem Eigentum. Allerdings müsste das dortige Flüchtlingswohnheim St. Christoph verlegt werden. Ein Neubau der Eishalle am alten Standort scheitere dagegen an der zu geringen Flächengröße.

Es tut uns allen wirklich weh. Aber angesichts der Kosten und der aktuell sehr angespannten Haushaltssituation ist ein Neubau im nächsten Doppelhaushalt nicht darstellbar. Doch wir wollen und werden nicht aufgeben, um den Eissport in Freiburg zu retten.

Oberbürgermeister Martin Horn

Die kalkulierten Kosten, so Staible, bewegen sich je nach Ausstattung (Tribünen für 3500 bis 5000 Zuschauer, Hintertortribünen, eine oder zwei Eisflächen, Multifunktionstechnik) zwischen 45 und 68 Millionen Euro inklusive der Kostensteigerungen und der unvorhersehbaren Ereignisse. Hinzu kommen noch die Kosten für Außenanlagen und Stellplätze. Auf jeden Fall seien die bislang genannten Preise zwischen 20 und 30 Millionen völlig unrealistisch. Angesichts dieser in Aussicht stehenden Kosten winkte auch der bekennende Eishockeyfan und Finanzbürgermeister Stefan Breiter ab.

Denn bereits ohne derartige Investitionen werde es schwer, den nächsten Haushalt zu stemmen: Oberbürgermeister Oberbürgermeister Martin Horn kündigte massive Einschnitte beim nächsten Doppelhaushalt 2021/22 an, die im Wesentlichen durch die Coronakrise verursacht werden.

Die Hoffnungen richten sich nun zunächst darauf, dass durch Bauunterhaltung die Betriebsgenehmigung über das Jahr 2024 hinaus verlängert werden kann. Eine Garantie hierfür vermochte Baubürgermeister Martin Haag jedoch nicht zu geben. Alles hänge davon ab, ob durch Sanierungen die Sicherheitsanforderungen erfüllt werden können. Hierfür nehme die Stadt schon jetzt jährlich 200 000 Euro in die Hand, und künftig könnten es noch mehr werden.

Veröffentlicht am 08. Oktober 2020
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