Seit 20 Jahren engagiert

Bergwaldprojekt am Schauinsland

Ein Mann und eine Frau in Arbeitskleidung schneiden Pflanzen im Wald.
Bereits seit 20 Jahren arbeiten freiwillige Helferinnen und Helfer im Herbst eine Woche lang im Wald rund um den Schauinsland mit. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Auch in diesem Herbst arbeiten wieder zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer im Rahmen des jährlichen Bergwaldprojekts am Schauinsland mit. Unter fachkundiger Anleitung setzen sie Wege instand, pflegen Waldbiotope und pflanzen Bäume. So lernen sie die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt aktiv kennen und leisten damit einen persönlichen Beitrag zu seinem Erhalt.

Unter der Anleitung von Jan Köhl und Matthäus Holleschovsky vom Bergwaldprojekt und unter der Regie von Revierleiter Philipp Schell vom städtischen Forstamt werden mehr als 30 Freiwillige aus ganz Deutschland vom 27. September bis 10. Oktober Wege instandsetzen und Waldbiotope pflegen. Außerdem richten sie einen alten Bergwerkweg her und pflanzen, je nach Wetterlage, auch Bäume. Daneben ist pro Woche ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die dynamischen Abläufe im Bergwald näher zu beleuchten und die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems besser zu verstehen. Denn neben dem konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort ist das Ziel des Einsatzes, die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren. Auf die Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln wegen der Corona-Pandemie wird dabei selbstverständlich geachtet.

Einsatz für den Wald – und eine nachhaltige Lebensweise

"Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt aktiv kennen und leisten einen persönlichen Beitrag zu seinem Erhalt", sagt Philipp Schell vom Forstamt. Matthäus Holleschovsky, Förster beim Bergwaldprojekt, fügt hinzu: "Indem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen bestärken sie in ihrer Selbstwirksamkeit, naturverträglicher und ressourcenschonender zu leben. Somit tragen sie zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt bei, die dann vielleicht auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisensituationen ist."

Das Unternehmen Andreas Stihl AG, Weltmarktführer in der Herstellung von Motorsägen, übernimmt auch in diesem Jahr die Patenschaft für eine Waldschulwoche für die Bergwaldprojekt-Waldschule und eine Freiwilligen-Einsatzwoche mit Erwachsenen, die dieses Jahr in Rottenburg am Neckar und in Freiburg stattfinden. Dafür spendet die Firma insgesamt 20.000 Euro. Zudem unterstützt sie den Verein Bergwaldprojekt jährlich mit Sachspenden im Wert von 5.000 Euro für die umfangreiche Ausstattung mit Forstwerkzeugen. Damit leistet Stihl entsprechend der Bestrebungen der Nationalen Biodiversitätsstrategie über die betrieblichen Grenzen hinaus einen wirksamen Beitrag zum Naturschutz und unterstützt die Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung.

Das Bergwaldprojekt

Der Verein Bergwaldprojekt (www.bergwaldprojekt.de) mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit über 100 Projektwochen, an denen jährlich rund 3.000 Freiwillige teilnehmen. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmer_innen die Bedeutung und Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und die Öffentlichkeit zum verträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils durch Spenden.

Weitere Infos

Forstamt Freiburg
Günterstalstr. 71
Tel. 0761/201-6201
E-Mail: forstamt@stadt.freiburg.de

Bergwaldprojekt e.V.
Lena Gärtner
Tel. 0931/991 22011
E-Mail: lg@bergwaldprojekt.de.

Veröffentlicht am 02. Oktober 2020

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