Baumverpflanzung leitet zweite Bauphase ein

Sanierung der Adolf-Reichwein-Schule

Eines der größten Schulbauprojekte in Freiburg ist in die Verlängerung gegangen: Nachdem an der Adolf-Reichwein-Schule im Stadtteil Weingarten ein neuer Ganztagesbereich und eine Kita entstanden sind, beginnt nun die Generalsanierung der bestehenden Schulgebäude. Mit einer nicht alltäglichen Baumverpflanzung haben die Beteiligten diese zweite Bauphase heute eingeleitet.

Vor gut einem Monat hatte der Gemeinderat die Gesamtkosten von 16,3 Millionen Euro bewilligt. Damit kann die 2015 begonnene Erweiterung und Sanierung jetzt ihren erfolgreichen Abschluss finden. Der Weg dorthin war für die Lehrkräfte und Kinder recht beschwerlich: Die Grundschule musste sich räumlich erheblich einschränken, denn das in Kreuzbauweise errichtet Gebäude steht vorbereitend zur Sanierung schon seit einiger Zeit leer. Umso größer ist die Erleichterung, dass nun die letzte Ausbaustufe startet.

Das Gebäudemanagement saniert umfassend die beiden dreigeschossigen Bauteile sowie den Verwaltungstrakt. Außerdem wurde bereits im Sommer die ehemalige Eingangshalle abgerissen, hier wird ein Neubau entstehen. Dieser bietet dann deutlich mehr Nutzungsmöglichkeiten: „Die Pausenhalle wird zum zentralen Treffpunkt der offenen und kulturell durchmischten Schule. So wird das pädagogische Konzept bereits im Eingangsraum sichtbar“, erklärt Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik. Konkret wird eine Lernlandschaft unterschiedliche Lern- und Begegnungszonen bieten. In der Mitte findet ein begehbares zweigeschossiges Raumelement, ein so genannter Rundling, seinen Platz. Die Schülerinnen und Schüler können ihn auf beiden Ebenen nutzen: Unten gibt es geborgene Zonen für Rückzug und Stillarbeit, oben ist es offen und hell für spielerisches, gemeinsames Lernen unter den Oberlichtern. Im Inneren wird die Bibliothek integriert. Um den Rundling herum gruppieren sich weitere Lernzonen mit einer entsprechenden Möblierung entlang der Laufwege, die dann die unterschiedlichen Gebäudeteile verbinden. Ein Modell der künftigen Eingangshalle kann in der Adolf-Reichwein-Schule besichtigt werden.

Der Gemeinderat hat in seinem Beschluss auch Gelder für die Auslagerung von sieben Schulklassen in einen Behelfsbau sowie die umfassende Neuplanung und Erneuerung des Schulgeländes bereitgestellt. Um den Behelfsbau zu errichten, müssen insgesamt vier prächtige Bäume umziehen. Als Alternative zum klassischen Spatenstich gab es daher heute die Gelegenheit, eine solche Baumverpflanzung live mitzuerleben. Ein Spaten war auch hier im Spiel – allerdings hatte dieser einen Durchmesser von drei Metern. Das Gebäudemanagement setzt auf diese Weise auch ein Zeichen für den Baumschutz.

Veröffentlicht am 05. November 2019

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