Mittwoch, 13. November

Einwohner_innenversammlung zu "Mobilfunk der 5. Generation" (5G)

Video der Veranstaltung

Für die Veranstaltung standen rund 880 Besucher_innenplätze zur Verfügung. Die Veranstaltung wurde mit einem Live-Stream auf dem Youtube-Kanal der Stadt Freiburg unter www.youtube.com/stadtfreiburg auch für Interessierte, die nicht vor Ort sein konnten, zugänglich gemacht.

Am Mittwoch, den 13. November, fand um 19 Uhr im Paulussaal eine Einwohner_innenversammlung zum Thema „Mobilfunk der 5. Generation (5G) in Freiburg“ statt. Die Versammlung wurde vom Gemeinderat gemäß § 20a Gemeindeordnung (GemO) für zulässig erklärt, nachdem das Aktionsbündnis „Freiburg 5G-frei“ über 2500 Unterschriften für sein Anliegen vorlegen konnte und damit die formalen Voraussetzungen erfüllt hatte.

Die Antragsteller_innen wollen erreichen, dass der Ausbau von 5G in Freiburg verhindert wird und warnen vor  allem gesundheitsgefährdenden Folgen der Technologie. Die Bundesregierung plant derzeit den Ausbau der Mobilfunknetze und hat durch die Bundesnetzagentur erste Frequenzen für die 5GMobilfunktechnologie versteigern lassen.

Öffentlicher Austausch zum Thema

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Oberbürgermeister Martin Horn. Nach einer allgemeinen Einführung in die Technologie hat das Aktionsbündnis seinen Antrag auf Ausbaustopp 5G begründet. Anschließend erläuterten Expert_innen und die Stadtverwaltung ihre Positionen. Das Publikum hatte während der gesamten Veranstaltung die Möglichkeit, Fragen und Statements einzureichen. Ein Moderator reichte die eingebrachten Fragen an die anwesenden Expert_innen oder an das Aktionsbündnis zur Beantwortung  weiter.

Einwohner_innenversammlung zu 5G
Wann: Mittwoch, 13. November, 19 Uhr
Wo: Paulussaal, Dreisamstraße 3

Sämtliche Fragen und Statements des Abends werden von der Stadtverwaltung gesammelt und anschließend dem Gemeinderat zur Behandlung vorgelegt. Der Gemeinderat ist dabei frei, wie er mit den Anregungen und Fragen aus der Einwohner_innenversammlung umgeht; es entsteht daraus keine bindende Wirkung.

Rednerinnen und Redner

18:30 Einlass  
19:00 Begrüßung Oberbürgermeister Martin Horn
19:10 Einführung und Erläuterung des Ablaufs Moderator Dr. Alexander Bode, IFOK GmbH
19:20 5G Technik Prof. Dr. Karsten Buse, Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM
19:30 Erläuterung zum Antrag der Einwohner_innenversammlung "Mobilfunk der 5. Generation (5G) in Freiburg" Aktionsbündnis "Freiburg 5G-frei"
Dr. med. Wolf Bergmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Jörn Gutbier, Freier Architekt (Vorsitzender Diagnose:Funk), Tjark Voigts, Freier Architekt (Vorsitzender ISES e.V.), Bernd Irmfrid Budzinski, Richter am Verwaltungsgericht a. D.
20:05 Mobilfunk und Strahlenschutz Dr. Gunde Ziegelberger, Bundesamt für Strahlenschutz
20:20 Digitalisierung in der Medizin Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor, Uniklinikum Freiburg
20:25 Digitalisierungsstrategie der Stadt Freiburg Bernd Mutter, Digitalisierungsbeauftragter Stadt Freiburg, Amtsleiter "Digitales und IT" (DIGIT)
20:40 Fragen und Statements Dr. Alexander Bode (Moderation), Redner_innen sowie Experten und Expertinnen beantworten eingebrachte Fragen des Publikums
21:50 Schlusswort Oberbürgermeister Martin Horn
22:00 Ende der Veranstaltung  

Fragen und Statements

Fragen und Statements aus der Einwohner_innenversammlung
"Mobilfunk der 5. Generation (5G) in Freiburg" am 13.11.2019
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Veröffentlicht am 04. November 2019
Kommentare (12)

Bundesamt für Strahlenschutz blenden viele unbequeme neue Erkenntnisse aus

Von Andreas Böttcher
12.11.2019 22:02

Die zuständigen Institutionen von der Weltgesundheitsorganisation über die EU-Kommission bis zum deutschen Bundesamt für Strahlenschutz überlassen es einem kleinen Kreis von Insidern, die Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung festzulegen. Doch dessen Mitglieder blenden viele unbequeme neue Erkenntnisse aus.


Die belgische Regierung hat das 5G-Projekt in Brüssel gestoppt

Von Gabriel Maucs
12.11.2019 22:05

Die belgische Regierung hat das 5G-Projekt in Brüssel gestoppt. Sie befürchtet, dass die Strahlenschutzwerte nicht eingehalten werden. Auch in der Schweiz gab es einen Stopp für ein 5G-Projekt.


Herr

Von Thomas Szejnmann
13.11.2019 19:23

Es fing schon mal an mit einer Lüge - angeblich passen nur 800 Menschen in den Saal, bei der Vermietung des Saales wird aber Werbung damit gemacht dass er für 1000 geeignet ist.
Ca. 100 standen vor der Tür.


Wer Fortschritt aufhält, kann auch mit der Kutsche fahren

Von Roman Schneider
13.11.2019 20:18

Die Mobilfunkgegner erinnern mich an die Menschen vor 100 Jahren, die glaubten, dass sich das Automobil nie durchsetzt und man heute noch mit Pferdekutschen unterwegs sind. Kann man machen, führt aber nicht weiter. Aber natürlich kann die Stadt Freiburg eine extra Siedlung für Amish People ausweisen, die kein Auto fahren, kein E-Bike, nichts aus Plastik anziehen und auch keinen Kühlschrank betreiben. Dann braucht es auch kein Mobiltelefon und kein 5G. Man muss den Sendemasten ja nicht IN DER Krabbelgruppe aufstellen, aber grundsätzlich ist ja zu beobachten, dass die Menschen immer älter werden. Trotz Mobiltelefonen. Aus den paar gröhlenden Zuschauern kann man nicht auf die Mehrheit der Bevölkerung in Freiburg schließen.


"Alternativlos"

Von Thomas Szejnmann
13.11.2019 20:53

Zentrale Sätze bei Herrn Mutter:
"Digitalisierung findet statt, ob wir wollen oder nicht"
und "hören Sie einfach zu"
Das ist das Niveau der 5G - Befürworter.


Niveau

Von Roman Schneider
13.11.2019 21:19

...man sollte dann allerdings dazu sagen, dass im Saal niveaulose Menschen waren, deren Hauptbeschäftigung es war, andere beim Reden zu unterbrechen oder durch Rufe zu stören und nicht ausreden zu lassen. Das, was man fordert, nämlich Demokratie und das Hören anderer Meinungen möchte man selber nicht leben. Herr Mutter hat Recht: Auch wenn Freiburg sich gegen Digitalisierung oder schnelleren Datenverkehr wehrt, es wird dennoch kommen...rund um uns herum. Und Freiburg erlangt dann einen Wettbewerbsnachteil. Wenn mein Partner im Mundenhof einen Herzinfarkt bekommt, würde ich gerne per Smartphone einen Arzt rufen können. Auch wenn Mobilfunkgegner dort oder im Dietenbach keine Funkmasten aufstellen wollen. Die größte Gefahr geht nach aktueller Forschung ja auch von der Benutzung des Handys am Kopf aus. Und das kann jeder Gegner selber steuern. Einfach keins benutzen. Wenn Herr Mutter daran erinnert, dass es sich in Diskussionen bewährt hat, dem Anderen zuzuhören, ist das nicht niveaulos, sondern traurig, dass es erforderlich ist. Die Studienlage ist nunmal so, dass eine Schädigung durch die Mobilfunkmasten bei Einhaltung der Grenzwerte NICHT nachgewiesen ist. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Versicherer dies nicht oder ungern versichern. Die Gegner wiederholen einfach nur Unbehagen oder nicht wissenschaftlich anerkannte Studien. Durch Wiederholung wird es aber nicht wissenschaftlicher. Es sind einfach ängstliche Menschen, so wie es vor 30 Jahren Menschen gab, die keine Mikrowelle benutzt haben, weil sie Angst vor den Strahlen hatten.


Fazit

Von Thomas Szejnmann
13.11.2019 22:16

Die Argument eder G5-Gegner fand ich überzeugender, aber mich hat etwas gestört: Das wichtigste Argument war die Angst vor der Schädlichkeit. Angst ist aber ein schlechter Ratgeber, und die Technologie-Befürworter haben sich auch prompt darüber lustig gemacht.
Wichtiger wäre konstruktiv ein deutliches Bild zu entwerfen von der Kultur und der Wirtschaft die wir erarbeiten wollen.
Bei einer solchen Diskussion käme dann heraus dass 5 G völlig unnütz ist - eine Verschwendung von Energie und Kreativität, die wir für wichtige Probleme gut brauchen könnten. Die tatsächlichen Ziele des Allgemeinwohls, sowohl des Globus als auch der Individuen, können ohne solche Technologien viel besser erreicht werden.


Schädigung durch Mobilfunkmaste nicht nachweisbar?

Von Thomas Fehrentz
14.11.2019 09:00

Das Publikum dieser Veranstaltung als niveaulos zu bezeichnen ist nun wirklich nicht objektiv. Ich fand es überraschend ruhig und extrem sachlich!
Allerdings ist doch die grundsätzliche Frage, ob eine derart einschneidende Technologie (und Technologien, die noch kommen) wirklich im Sinne des Planeten und unserer nachfolgender Generationen ist.
Unsere Kinder werden in die Welt reingeboren, die wir geschaffen haben. Wir sind verantwortlich dafür, dass noch Bäume stehen, Bienen fliegen und die Gesundheit des Menschen an erster Stelle steht.

Allein die Aussage, dass eine Schädigung des Menschen, der Umwelt und unserer Tierwelt nicht nachweisbar ist, macht diese Technologie unglaubwürdig und nicht zu rechtfertigen.

Alle Aussagen bei dieser Versammlung (sowohl von Befürwortern als auch Gegenern) zeigen doch, dass eben eine solche Schädigung WAHRSCHEINLICH ist. Überflüssige Bäume werden gefällt. Die Lebensgrundlage von Insekten und Tieren wird eingeschränkt. Und unsere Gesundheit wird mit Füßen getreten.

...das schlimmste ist: Unsere Kinder werden nicht gefragt!
Und wer jetzt mit dem Argument kommt, dass die Kinder ja die ersten sind, die die Technologie gerne nutzen, der sollte sich klar machen, dass diese Kinder das Ausmaß der Digitalisierung gar nicht überblicken können...

Ich schließe mich dem Aktionsbündnis gerne an und würde dieses noch lieber auf Waldkirch ausweiten!


Krebsgefahr durch G5?

Von Johannes Lauck
14.11.2019 13:57

Man sagt, dass bei übermäßiger Verwendung von Handys im Bereich von Mittel- und Innenohr die Gefahr eines Karzinoms groß ist. Meine Frau hatte Krebs und ist daran gestorben. Das Blöde daran war aber, dass es sich um einen Enddarmkrebs gehandelt hat. Ergo nicht vom Handy kam. Was nun? Ich hatte die Vorstufe von Darmkrebs im Übergang von Dünn- auf Dickdarm. Die Stelle wurde mittels Darm-OP entfernt. Der Tumor hatte sich noch nicht ausgebildet, aber zwei, drei Jahre später wäre ich fällig gewesen. Das war 2012. Heißt, ich wäre seit vier bis fünf Jahren tot. Und G5? Schon UMTS und LTE galten als krebserregend. Würde das so funktionieren, hätte es inzwischen so an die eine bis zwei Milliarden Menschen schon erwischt. Nur: Hat das schon stattgefunden? Ich weiß von keinen Fällen


Fortschritt oder Rückschritt

Von Beate Limberger
16.11.2019 11:10

@ Roman Schneider und alle die für den Ausbau von 5G sind:

Sicherlich können Sie sagen, dass diejenigen, die einen Ausbau des neuen Datenübertragungstandard aus verschiedenen Gründen, (Gesundheit, Natur, Datenschutz) für bedenklich halten, wir sind rückschrittlich. Doch ich sehe es umgekehrt.

Ich möchte nur an unser Grundgesetz erinnern,
Artikel 1: (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. ..und
Artikel 2: 1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich

Wenn wir den Ausbau von 5G, und auch ich bin für Zukunft und Fortschritt, nach diesen Grundlagen betreiben, dann wird klar, zumindest wenn man sich die ganzen vorhanden Studien zu Mikrowellen ansieht, dass die Technik so gestaltet werden sollte, dass sie niemandem schadet; nicht den Menschen, nicht der Natur mit all seinen Lebewesen und auch nicht unserer Erde.
Was ich meine ist, die Art und Weise!

Hier ist ein aktueller Beitrag des ARD "Wissenscheck: Wie gefährlich ist Elektrosmog?" .. auch hier wird darauf hingewiesen, dass die Studien zur Krebswirkung eindeutig seien.
Wenn sich nun jemand darauf beruft, dass die Studien nicht eindeutig seine, was nicht stimmt, doch gehen wir davon aus, dass es so sei dann gilt nach unserem Gesetz das Vorsorgeprinzip. ...
auch EU-weit:Laut UN-Kinderrechtskonvention verpflichten sich die Staaten „dem Kind Schutz und Fürsorge zu gewährleisten, die für dessen Wohlergehen notwendig sind (Art. 3). Überleben und Entwicklung des Kindes sicher zu stellen (Art. 6) …unter Berücksichtigung der Gefahren und Risiken von Umweltverschmutzung. (Art 24c).“

Wie gesagt, es geht nicht um Verhinderung, es geht um die Art und Weise und wenn so oder so viel Geld in die Hand genommen werden muss, dann können wir es im Ländle doch clever machen, oder nicht?
Damit meine ich dass die Technik verändert werden sollte und auch neue Techniken Anwendung finden sollten! Es gibt genug kluge Köpfe - weltweit, bzw. Forschungen.
Warum nicht in dieser Richtung nachsehen.

Bitte sehen Sie beispielsweise diese weiteren Beiträge, die bestätigen, dass Mobilfunkstrahlung Krebs fördern kann:
(Ich gehe davon aus, dass Frau Dr. Drießen, keine Kenntnis davon hat. Wenn Frau Drießen meint, dass die Politik an dieser Stelle gefordert sei, so hat sie sicherlich Recht.)

- NTP-Studie bestätigt Krebsrisiko durch Mobilfunk
Aufklärungs- und Vorsorgepolitik unerlässlich.
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1082

- Handystrahlung: Tumor als Berufskrankheit anerkannt
Analyse über die wissenschaftlichen Hintergründe
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1183

Wir wollen doch alle gesund bleiben in einer nicht krank machenden und schönen Welt für ein lebenswertes Leben.


Welt im Wandel TV im Interview - Wahrheit über 5G

Von Beate Limberger
16.11.2019 15:05

Auch hier sind viele Fakten zu entnehmen:
Richard Neubersch im Gespräch mit Moderator Robert Fleischer.

https://www.youtube.com/watch?v=itIpaPwKVHc


Herr Budzinski predigt Wasser und trinkt Wein

Von Gerd Zimmermann
25.11.2019 10:56

Wie man schön bei 2:57:56 sehen kann. Dabei wurde doch zu Beginn darum gebeten, dass Smartphone abzuschalten. Ein Mobilfunk-Gegner schafft es nicht für 3 Stunden seine Augen und Finger von seinem Smartphone zu lassen!

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