Zukunft für den Mundenhof

Freiburgs Tier-Natur-Erlebnispark soll wachsen

Der Mundenhof platzt an manchen Tagen aus allen Nähten – und wenn in einigen Jahren nebendran der neue Stadtteil Dietenbach bezogen ist, wird der Publikumsandrang im Freiburger Tiergehege wohl noch größer. Einst als Naherholung für die Stadtbevölkerung konzipiert, übernimmt der Mundenhof heute eine wichtige Aufgabe in der Umweltbildung. Auch zukünftig soll er für viele Generationen von Kindern ein Ort für besondere Naturerlebnisse bleiben. Zudem soll der Mundenhof künftig einen wesentlichen Beitrag zur Naherholung des Stadtteils Dietenbach und zur Entlastung des Naturschutzgebietes Rieselfeld leisten.

Dazu müssen weitere Bereiche für das Tiergehege auf Flächen zwischen Autobahn und Naturschutzgebiet entwickelt werden, die der Mundenhof jetzt landwirtschaftlich nutzt. Zusätzlich werden angrenzende Flächen, die bisher die Stadtgärtnerei als Baumschule und der Reitclub 99 als Reitplatz nutzt, aufgewertet und durch eine gezielte Besucherlenkung für die Öffentlichkeit neu erschlossen.

Auch Angebote für schlechtes Wetter werden geplant

Gleichzeitig mit der Weiterentwicklung der Flächen, die an das Tiergehege grenzen, wird der vorhandene Gebäudebestand für die Öffentlichkeit geöffnet. In den 2013 statisch sanierten Alten Kuhstall soll deshalb weiter investiert werden. Bis 2025 soll dort ein Schlechtwetter-Angebot für Familien entstehen. Angedacht sind interaktive Stationen zu Themen des Mundenhofs (Landwirtschaft, Tierhaltung usw.), niedrigschwellige Spielstationen (Ins-Heu-Springen, Burgen aus Strohballen bauen) und womöglich auch ein integriertes Café. Die Fortführung und der Abschluss dieser Baumaßnahmen bis 2025 kosten rund 2 Millionen Euro. Wo heute das Requisitenlager des Theaters steht, soll zudem perspektivisch (2026-29) ein kleiner Schaubauernhof entstehen.

Dem Mundenhof steht also seit der Gründung des Tiergeheges 1968 der dritte prägende Umbruch bevor – nach der Erweiterung Mitte der 80er Jahre und der Umgestaltung im Zusammenhang mit der Entwicklung des Stadtteils Rieselfeld Ende der 90er Jahre.

Weiterentwicklung des ZMF

Parallel zu diesen Entwicklungen erörtert die Stadt mit den Veranstaltern des Zeltmusikfestivals (ZMF) Entwicklungsoptionen für das Festival am bestehenden Standort. Eine maßgebliche Erweiterung des ZMF zu Lasten von Mundenhof-Flächen ist dabei für die Stadtverwaltung keine Option.

Veröffentlicht am 02. Oktober 2019
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