29. Juni 2019

Das Theater Freiburg lädt zum sommerlichen Ball

Im Theater stehen Umbauarbeiten der besonderen Art, denn das gesamte Haus veranstaltet bald einen besonderen Abend: Nach zweijähriger Pause findet am 29. Juni der erste Theaterball unter der Leitung von Peter Carp statt – und der erste Sommerball noch dazu. Der Intendant sowie die kaufmännische Direktorin Tessa Beecken freuen sich besonders auf den sommerlichen Teil des Festabends. Denn in diesem Jahr finden die Veranstaltungen zum Ball auch draußen statt.

Vorher: Noch ist der Raum hinter und auf der großen Bühne voll mit Requisiten für die derzeit laufenden Shows. Kommende Woche wird sich das ändern, dann wird Platz gemacht für Tischreihen, Sitzgelegenheiten und natürlich ganz viel Platz zum Tanzen. (Foto: A. J. Schmidt)

Bis es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, weiß Alexander Albiker, der die Werkstätten am Theater leitet. Hinter ihm im Büro hängen bereits die Pläne für die Umbauarbeiten. Denn am 29. Juni öffnet das Haus auch solche Türen und Pforten, die den Theatergästen sonst verschlossen bleiben. „Ab Montag fangen wir an, alle Räume umzubauen“, erzählt Albiker. Bis zum Ball finden dann auch keine Aufführungen mehr statt.

Im Saal hinter der Hauptbühne im Großen Haus ist schon jetzt Baustellenstimmung. Ganz am Ende werden bereits die ersten Gerüste aufgestellt. Dort können am Ballabend die Gäste der Kategorie B ihr Essen zu sich nehmen. Dank mehrerer Bildschirme und Lautsprecher können sie von dort aus das Geschehen im Haus mitverfolgen. „Ich habe immer wieder mal kleine Panikattacken“, sagt Albiker wie im Vorbeigehen, „aber dann erinnere ich mich, dass wir schon sehr weit sind und es die letzten vier Male immer geklappt hat.“ Denn Albiker kann auf seine Erfahrungen der letzten Jahre zurückgreifen. Welches Bildmotiv beispielsweise im Hauptbühnenbereich an der Wand hängen wird, darf er persönlich entscheiden.

Während der Werkstättenleiter bereits mehrere Ballnächte betreut und mit vorbereitet hat, ist ein Großteil des Teams dieses Jahr zum ersten Mal dabei. „Der Theaterball ist eine Premiere der ganz besonderen Art“, sagt Intendant Peter Carp. „Auch für mich ist der Ball eine Premiere.“ Besonders spannend ist für ihn, dass an diesem Abend nicht wie gewohnt die Darstellerinnen und Darsteller im Mittelpunkt stehen werden: „Die Hauptakteure sind dieses Mal die Freiburgerinnen und Freiburger.“ Damit diese sich auch wohlfühlen, arbeiten alle im Haus bereits seit Monaten eng zusammen.

Während Albiker einen Überblick über die Räume hat und festlegt, wann welche Requisiten raus und die Ballnachtrequisiten rein gebracht werden, kümmern sich Dorothea Bering und Bastian Kabuth um die Programmgestaltung. „Für die sommerli-che Stimmung auf dem Theatervorplatz waren wir bei der Stadtgärtnerei und haben 40 bis 50 Pflanzen besorgt“, erzählt Dorothea Bering. Auch sie freut sich schon auf den Außenbereich. Für Getränke wird durch eine Brauerei gesorgt, die in einem Pavillion auf dem Theatervorplatz unterkommen wird. Als Fingerfood gibt es dazu Currywurst „mit Goldstaub“, passend zum Roten-Teppich-Feeling, sagt Bering. Mit Olivenbäumen, Zitronen und Glanzmispeln wird der Außenbereich abgegrenzt. Über die Terrasse des Theatercafés gelangen die Gäste wieder zurück ins Haus. „Die Türen bleiben den ganzen Abend über offen“, sagt Bering.

Der zeitliche Ablauf für die teilnehmenden Darstellerinnen und Darsteller und den Gastronomieservice steht bereits. „Den haben wir letzte Woche bereits an alle Beteiligten verschickt“, erzählt Bastian Kabuth. Jetzt gehe es nur mehr um Detailfragen, beispielsweise, welchen Blauton die Servietten haben werden. Menü- und Getränkekarten dagegen sind bereits im Druck. Tessa Beecken, die kaufmännische Direktorin des Theaters, hat bereits einen Ball miterlebt. „Für mich war der Auftakt des Philharmonischen Orchesters auf der großen Theaterbühne mit Blick ins Publikum ein ganz besonderes Erlebnis“, erzählt sie.

Auf die diesjährige Operngala, die am selben Ort und ebenfalls mit dem Orchester die Galanacht traditionell eröffnen wird, ist auch Heiko Voss, Dramaturg für Musiktheater und Schauspiel, gespannt. „Mit der Mischung aus laufenden Opern-produktionen und Stücken, die zur Gala-Ballnacht passen, haben wir eine schöne Einstimmung“, freut er sich. Moderiert wird das Ganze von der Leiterin des Musiktheaters Tatjana Beyer, die durch die verschiedenen Stücke – und die Solistinnen und Solisten – führt.

Wer das Theater aus einer anderen Perspektive erleben möchte, sollte sich die Ballnacht nicht entgehen lassen. An Orten, an denen sonst nur die Schauspielerinnen und Opernsänger gelangen, kön-nen für einen Abend Speisen und Getränke eingenommen und kann natürlich fleißig getanzt werden. Denn für die Ballnacht stehen auch verschiedene Bands parat. So hat am Samstagabend jeder Raum eine eigene Musikrichtung. Im Malsaal bietet die Band „Soulkitchen“, die auch schon in den Jahren zuvor dabei war, einen Abend voller Funk und Soul. Auf der Hauptbühne sorgt die bekannte „Jack Million Band“ mit bekannten Hits und Popklassikern für Tanzstimmung. Im Kleinen Haus wird dagegen das goldene Zeitalter der Latin Big Bands lebendig. Dort spielt die Mambísimo Big Band aus Brüssel. Genauere Infos zu den Bands gibt es auch im neuen E-Magazin des Theaters Freiburg unter mag2.theater.freiburg.de.

Am Ballabend selbst wird es auch drei Walking Acts geben, die den ganzen Abend über im Haus und auf dem Vorplatz unterwegs sind. Die Tanzschule Gennaro & Christian bietet für die unterschiedlichen Musikrichtungen mehrere Tanzcrashkurse an. Damit auch alles klappt, steckt das Theater kommende Woche alle Kraft in den Umbau. Flure werden gestrichen und dekoriert, die Böden für die Tanzflächen verlegt und die Gastronomiestände eingerichtet. Am Freitag und Samstag laufen dann die letzten Generalproben, bevor es Samstagabend heißt: Bühne frei für den Theater-Sommer-Ball.

Tickets gibt es an der Abendkasse des Theaters, Tel. 0761/201-2853, E-Mail: theaterkasse@theater.freiburg.de. Je nach Platzwunsch und Essensservice rangieren die Preise zwischen 75 und 170 Euro. Flanierkarten kosten 55 Euro.

Vorbereitungskurse für die Quadrille finden am Mo, 24. Juni, und Di, 25. Juni, jeweils um 20.30 Uhr in der Tanzschule Gennaro & Christian, Eisenbahnstr. 56, statt. Anmeldung hierfür unter Tel. 0761/31020 oder per Mail an info@tanzschule-freiburg.de

Veröffentlicht am 21. Juni 2019
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