Gemeinwohl heißt das Ziel

Non-Profit-Bau für das Quartier Kleineschholz

(Foto: F. Grosse)

In Quartier Kleineschholz im Stühlinger sollen ausschließlich gemeinwohlorientierte Bauträger zum Zuge kommen. Die rund 550 Wohnungen könnten von der Freiburger Stadtbau, Wohngruppen und Wohngenossenschaften sowie dem Freiburger Mietshäusersyndikat gebaut werden – mindestens zur Hälfte im geförderten Wohnungsbau.

Im Februar wurde der städtebauliche Entwurf des Büros Dietrich, Untertrifaller Architekten zum Sieger gekürt. Seitdem laufen die Vorbereitungen für den Bauungsplan auf Hochtouren. Schon im kommenden Jahr soll das Planwerk in die Offenlage und damit in die öffentliche Abstimmung kommen. Bis dahin sollen Pläne zu Verkehr, Freiflächen oder ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, z.B. wegen der streng geschützten Mauereidechse, erstellt werden.

Der Entwurf sieht neben Gartenflächen einen großen Park vor, bei dem auch Flächen der Agentur für Arbeit integriert sind. Wenn deren Parklätze verlegt würden, könnte diese Freiflächen mitgenutzt werden. Die Gespräche mit der Agentur laufen.

Kleingärten müssen weichen - Ersatz wird angeboten

Die Kleingärten im Gebiet müssen ab dem Jahr 2021 – einzelne vielleicht auch früher – weichen; allerdings wird es für die Pächter_innen Ersatz geben – unter anderem in der neuen Kleingartenanlage Moosacker in St. Georgen. Das Gelände der Kleingartenanlage „Kleineschholz“ gehört bisher noch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Stadt Freiburg will das gesamte Grundstück erwerben, die Verhandlungen mit der BlmA laufen bereits. Eine Einigung wird bis Anfang 2020 erwartet.

Parallel dazu bereitet die Stadtverwaltung das Vergabekonzept für die Baugrundstücke vor und führt erste Gespräche, unter anderem mit Genossenschaften und dem Mietshäusersyndikat.

Veröffentlicht am 19. Juni 2019
Kommentare (2)

Geförderter Wohnungsbau !

Von Gerhard Dufner
29.06.2019 09:40

Heißt dies nun, etwa die Hälfte der Wohnungen werden so genannte Sozialwohnungen ???
Wenn ja, warum nicht die ganzen 100% ?? Es fehlen ja eh viel zu
viele Sozialwohnungen. Die meisten Wohnungen sind zu über -
teuert, wegen der Gier von Spekulanten und noch ein paar, die den Hals nicht voll kriegen können und kein Sinn für das
Gemeinwohl haben.


Vielen Dank für Ihr Interesse am geplanten Wohnquartier Kleineschholz.

Von Online- Redaktion
26.08.2019 16:13

Wie Sie sicherlich wissen, soll das neue Wohngebiet von gemeinwohlorientierten, also von nicht-gewinnorientierten Bauträgern entwickelt werden. Es sollen in allen künftigen Neubaugebieten mindestens 50 % geförderter Wohnraum geschaffen werden, womit die Stadt bereits ein sehr ehrgeiziges Ziel verfolgt. Ziel ist ein gemischtes Wohnquartier entstehen zu lassen. Sollten es die Akteure schaffen mehr als 50% geförderten Wohnraum zu entwickeln, so spricht nichts dagegen. Allerdings suchen manche Gruppen und Initiativen auch Mitglieder mit einem etwas höheren Einkommen, um so ein Projekt finanziell stemmen zu können.

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