29. und 30. Juni im Dietenbachpark

Freiburger Netzwerk lädt zum Tag der Artenvielfalt ein

Erst dieser Tage hat der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen (IPBES)  einen Bericht zur Artenvielfalt veröffentlicht. Etwa eine Million Arten sind demnach akut vom Aussterben bedroht oder bereits für immer von der Erde verschwunden. Ursächlich für das Massensterben ist der Mensch, so die übereinstimmende Analyse vieler tausend wissenschaftlicher Arbeiten aus über 50 Ländern.

Auch Insekten gibt es heutzutage immer weniger. Bienen sind beispielsweise eine vom Aussterben bedrohte Art. Foto: Adobe Stock/Silvia Hahnefeld

So erschreckend dieses Szenario ist, so schwierig ist es, diese Folgen im Alltag sichtbar zu machen. Einen Beitrag hierzu will der „Freiburger Tag der Artenvielfalt“ leisten, der in diesem Jahr am Sonntag, dem 30. Juni stattfindet. Dabei wollen die Veranstalter, das Freiburger Netzwerk Artenvielfalt, den Blick für den immer noch großen Artenreichtum unserer Region schärfen. Denn nur wer eine Vorstellung von der Tier- und Pflanzenwelt und ihren Lebensraumansprüchen besitzt, kann die Folgen des Artenschwunds ermessen. Für die Entdeckung unserer heimischen Natur braucht es nicht viel mehr als eine Lupe, ein Fernglas, ein Bestimmungsbuch und ein bisschen Neugier.

Der Tag der Artenvielfalt, der seit fast zwei Jahrzehnten in Freiburg stattfindet, wartet in diesem Jahr mit rund 15 Einzelveranstaltun rund um den Dietenbachsee auf. Während am Samstag Fachexkursionen zur Pflanzen und Tierwelt angeboten werden, geht es am Sonntag darum, mit Unterstützung von Fachleuten möglichst viele Arten zu bestimmen. Alle Naturinteressierten – auch Kinder – können und sollen dabei mitmachen. Lupe, Fernglas und Bestimmungsbücher können behilflich sein.

Treffpunkt für alle Exkursionen ist am Südufer des Dietenbachsees, der am besten per Rad zu erreichen ist. Dort finden sich auch Infostände der Ökostation, des BUND, des Forstamts, des Umweltschutzamtes, des Regierungspräsidiums und anderer.

Der Veranstalter, das Freiburger Netzwerk Artenvielfalt, wird von mehr als einem Dutzend Umweltverbänden getragen, darunter auch die städtischen Ämter Forstamt, Garten- und Tiefbauamt sowie Umweltschutzamt. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos.

Programm

Treffpunkt immer an den Infoständen am Dietenbachsee

Samstag, 29. Juni
21.30 bis 24 Uhr: Nachtfalter bestimmen
21.30 bis 24 Uhr: Fledermäuse fangen und bestimmen

Sonntag, 30. Juni
7 bis 9 Uhr: Vogelexkursion
9.30 bis 1 Uhr: Ökologie der Wiesenpflanzen
10 bis 14 Uhr: Gewässertiere im Dietenbachsee
10 bis 15 Uhr: Bestimmung heimischer Gehölzarten
10 bis 12 Uhr: Biotope im Dietenbach-Park
10 bis 15Uhr: Tiere und Pflanzen der Parkwiesen
10 bis 12 Uhr: Familienexkursion mit Becherlupe, Fernglas und Spektiv
12 Uhr: Grußworte von Frank Baum (Netzwerk Artenvielfalt) und  Gerda Stuchlik, Umweltbürgermeisterin
12.30 bis 14 Uhr: Prachtkäfer im Totholz
12.30 bis 14.30 Uhr: Kleine und große Krabbeltiere
13 bis 14 Uhr: Wildtiere in Stadt und Park
13 bis 14.30 Uhr: Radtour ins Naturschutzgebiet Rieselfeld
14 bis 15 Uhr: Was wächst und blüht im Dietenbachpark?
14 bis 15.30 Uhr: Libellenexkursion rund um den See
14.30 bis16 Uhr: Schmetterlingsexkursion zu den Wiesen

Weitere Infos unter www.oekostation.de

Veröffentlicht am 18. Juni 2019
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