Europaweiter Notruftag am 11. Februar

In Freiburg gehen jährlich über 100 000 Notrufe ein

Heute ist europaweiter Notruftag. Egal ob in Deutschland, Finnland oder Ungarn, die kostenfreie Notrufnummer 112 bietet 500 Millionen Menschen in ganz Europa die Möglichkeit, die Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz in Anspruch zu nehmen. Um sie bekannter zu machen gibt es den Notruftag, immer am 11. Februar. In Freiburg und dem umliegenden Landkreis Breisgau-Hochscharzwald werden jährlich circa 107 000 Notrufe abgesetzt.

In der Integrierten Leitstelle sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Foto: A. J. Schmidt

Die Notrufe aus Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gehen bei der Integrierten Leitstelle in Freiburg, mit Sitz in der Hauptfeuerwache in der Eschholzstraße 118, ein. Im Durchschnitt folgen auf etwa 45 000 der jährlich getätigten Notrufe Rettungsdiensteinsätze, auf 7 000 davon Feuerwehreinsätze. In der Leitstelle arbeiten erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdienst und Feuerwehr rund um die Uhr, werktags wie am Wochenende.

Die 112 kann von überall erreicht werden, egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Handy. Hier muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt und eine Netzverbindung vorhanden sein. Von welchem Mobilfunkanbieter spielt dabei keine Rolle, es entstehen dabei auch keine weiteren Kosten. Die Telefonverbindung ist außerdem sicherer und die Integrierte Leitstelle bekommt im Vergleich zu einem normalen Telefongespräch zusätzliche Informationen übermittelt. Eine Ortung für Mobiltelefone ist auch möglich.

Für den Notrufenden gilt dabei eine einfache Devise: Bei Notfällen und dringlichen Notsituationen schnellstmöglich 112 wählen - und dran bleiben. Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze merken, um einen hilfreichen Notruf am Telefon abzusetzen. Die Disponenten am anderen Ende der Telefonleitung fragen alles ab, was sie zur Bearbeitung des Einsatzes wissen müssen. Also nicht erst lange überlegen, was nochmal die früher gelehrten 5 W-Fragen waren und so Zeit verschwenden oder schlimmstenfalls sich gar nicht trauen, einen Notruf abzusetzen. Das Personal der Integrierten Leitstelle führt durch den Notruf. Dann wird ausgewählt, ob Feuerwehr, Rettungsdienst oder der Katastrophenschutz ausrücken muss.

Die  Freiwilligen Feuerwehren in Freiburg sind dabei auch ein wichtiger Bestandteil. Auch sie sind 24 Stunden in Bereitschaft und setzen regelmäßig Leib und Leben ein. 2018 waren die ehrenamtlich Engagierten 6 754 Stunden im Einsatz. Hinzu kommen viele Stunden an weiterer Arbeit, wie beispielsweise für Sicherheitswachen (610 Stunden), Übungen (20 423 Stunden) und Ausbildung (8 005 Stunden). 519 Mitglieder haben die Freiwilligen Feuerwehren, 29 davon sind Frauen. Die Jugendfeuerwehr hatte 2018 213 Mitglieder (10 oder älter), darunter 36 Mädchen und junge Frauen.

Wer mehr über die Arbeit der Integrierten Leitstelle und der Freiwilligen Feuerwehren erfahren möchte, kann sich auf www.ils-freiburg.de und auf www.feuerwehr-freiburg.de informieren.

Veröffentlicht am 11. Februar 2019