Jahrestag der Auschwitzbefreiung am 27. Januar

Zeitzeuge im Gespräch

Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 lädt die Stadt zusammen mit vielen Vereinen und Verbänden zu einer Gedenk- und Informationsveranstaltung ins Historische Kaufhaus am Münsterplatz ein.

Der Jahrestag, der seit 1996 der offizielle deutsche Gedenktag für alle Opfer das Nationalsozialismus ist, findet in Freiburg traditionell im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses statt. Zu Beginn des diesjährigen Abends wird Oberbürgermeister Martin Horn die Grußworte sprechen. Anschließend berichtet Helmut Schwarz im Gespräch mit Sarah Schäfer (Schülerin am United World College, UWC) und Andreas Meckel über seine Erinnerung an die NS-Zeit. Im Alter von zehn Jahren sah er im November 1938 die Synagoge brennen. Vier Jahre später wurde er als „Halbjude“ vom Schulunterricht ausgeschlossen. Noch im Februar 1945 wurde sein Vater verhaftet und in das KZ Theresienstadt deportiert.

Zentrum der NS-Vernichtungspolitik war das 1940 errichtete Konzentrationslager (KZ) Auschwitz. Nachdem auf der Wannseekonferenz 1942 die „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen wurde, erreichten die Deportationszüge aus fast ganz Europa das Lager, wo bis Kriegsende etwa eine Million Menschen umgebracht wurden.
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der Roten Armee befreit. Die Soldaten fanden in dem schon geräumten Lager noch 7000 Überlebende, 650 Leichen, mehr als eineinhalb Millionen Kleidungsstücke und fast acht Tonnen Menschenhaar vor.

Termin:
Sonntag, 27. Januar, 19.30 Uhr
Kaisersaal des Historischen Kaufhauses am Münsterplatz
Eintritt frei.

Weitere Infos: Kulturamt, Tel. 201-2101

Veröffentlicht am 18. Januar 2019
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